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Thema: Glasperlenspiel - ein neuer Stern am Synthiepophimmel

  1. #34

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    Uih! Hitparade!

    Oh nein, oh nein, oh nein!
    Wie transusig bin denn ICH unterwegs?
    Gestern wurde in den "Schlagern der Woche" ein Neueinstieg angekündigt mit den Worten, dass diese Band ihren letzten Hit vor zwei Jahren mit "Nie vergessen" hatten.
    "Nie vergessen"? "Nie vergessen"... ?
    Kenn ich den? Hab ich da was verpaßt?
    Oh nööö!
    Was bin denn ich für ein Traumtänzer! ...ähm Traumwaldschrat...? Mal wieder so sehr in meinen Traumwäldern verloren, dass ich den Wald vor lauter Bäumen nicht sehe...!
    Mannomann, das ist ja was!

    Die Hälfte des restlichen Freitags bis in dei Nacht hinein hab ich dann immer wieder über mich selbst gelacht! So'ne Transuse! Ich erkenn meine Lieblingsmusik nicht! Ist ja witzig!


    Mensch!
    Gla..Gla..Gla...Gla...!
    He, SPITZE!
    Glasperlenspiel in der Hitparade!
    Endlich!
    Das ist ja super!

    Die andere Hälfte des restlichen Freitags bis in dei Nacht hinein hab ich dann gestaunt, wie sie das überhaupt geschafft haben?
    Am 29.8. war die "Bundesländermusikschau" (nicht mit der Bundesgartenschau verwechseln, die ist für das Grünzeug neben den Lautsprechern), daraufhin war aber komischerweise am nächsten Freitag in den "Schlagern der Woche" erst mal nix von wegen Neueinstieg, erst mit einer Woche Verzögerung stieg dann mal Mark Forster ein und erst jetzt, noch eine Woche später, steigen Glasperlenspiel ein, und das... ?... nur als Downloadsingle? Ich hatte doch im August bei Universal-music nachgeschaut, mußte jetzt gleich kontrollieren: Tatsächlich, wird weiterhin nur als Track verkauft!

    Ja, Moment mal, wie verhält sich das dann?
    Hab dann auch gleich bei MediaControl, Deutsche Top100 nachgeschaut.
    He he?! Glasperlenspiel sind ja schon vier Wochen dabei! Davon drei in den Top15! Top15, mit einer Downloadsingle!
    Wie haben sie denn das geschafft?!
    Passiert da was?
    Spannend!

    Der Stern am Synthiepophimmel strahlt schon etwas heller!
    Sehr spannend!
    Vielleicht kommt ja jetzt endlich Schwung in die Geschichte!


    Ja, wie haben sie das jetzt geschafft?
    Darüber könnte ich nachknobeln:
    Die Musik, bestimmt! Zwar muß ich ganz ehrlich zugestehen, dass mir die Albumversion nach wie vor besser gefällt, aber die Singleversion hat was, die gefällt mir mittlerweile auch gut.
    Sie ist durch ihre Vielseitigkeit sehr mitreißend, so vielseitig sind Glasperlenspiel, der Gegensatz von Strophe und Refrain, diesmal sogar, wie ich finde, mit ein paar kleinen Hiphop-Elementen, aber eben in der Gesamtheit elektronisch, knackig, fetzig, deutschsprachiger Elektropop!
    Ich vermute aber, dass der Text diesmal noch viel wichtiger ist, weil er vielleicht vielen Jugendlichen aus der Seele spricht. Vielleicht geht es sogar in die Richtung, was ich hier schon erwähnt hatte: Die Hektik und Ruhelosigkeit, also auch die Oberflächlichkeit habe sich schon in die Jugend eingepflanzt. Doch möglicherweise gibt es doch eine Menge Jugendliche, die irgendwo in ihrem Innersten merken, dass sie sich doch davon irgendwie überrannt fühlen... und deshalb Trost bei Glasperlenspiel finden, um es mal so zu beschreiben. Denn die Produktinformation zu "Geiles Leben" stellt es so dar, dass Glasperlenspiel Bodenständigkeit, Loyalität und Treue sehr wichtig sind und dies mit ihrer Musik zum Ausdruck bringen, sie somit besingen, was viele denken: Der "Champagnerfetenwelt" eine Absage erteilen, Abschied nehmen, zugunsten des Befreiterseins.

    Diesen Aspekt hatte ich gar nicht richtig beachtet. Ich hatte ja mehr bemängelt [siehe Tag X (vierter Teil)], eine einstige, innige Beziehung so schnodderig zu beenden (Wünsch dir noch ein schönes Leben!). Es geht doch um eine Freundschaft. Und ich meinte damit, dass man um eine Freundschaft auch kämpfen kann. Was dann auch eine Form des Erwachsenseins sein könnte, eine bessere Form des Erwachsenseins anstatt des vermeindlichen Coolseins, wie es der daily-soap-Krempelzeug vortäuschen will.
    Doch weil ich immer als Waldschrat denke, sehe ich dabei noch einen anderen Aspekt:
    Sich um eine bessere, schönere Welt bemühen.
    Auch deswegen um eine Freundschaft kämpfen, um seine Freundin / seinen Freund nicht an die "Champagnerfetenwelt" zu verlieren, sondern versuchen, ihm die Augen zu öffnen, dass sie/er sich auf einem unguten Weg befindet. Sie/ihn "retten" und auf "die gute Seite zurückholen"!

    Da ich immer wieder schon etliche Schritte weiterdenke, hätte das aus meiner Sicht auch den Vorteil, mit diesem "Retten" der "Champagnerfetenwelt" ihre Anhänger wegzumnehmen. Mit jeder Freundin / jedem Freund, die/dem man davor bewahrt hat, in die Welt der Oberflächlichkeiten abzudriften, die/dem man in der Welt der Bodenständigkeit, Loyalität und Treue behalten hat, wird diese oberflächliche Welt immer kleiner, haben zum Beispiel Werbemanager immer schlechtere Chancen, die Gesellschaft mit ihren turbokapitalistischen Wahnsinn zu versauen, sie damit vor viel schwerwiegenderen Problemen abzulenken...

    Glasperlenspiel stellen dem entgegen, dass manchmal es vielleicht nicht mehr anders geht als eine Schlußstrich zu ziehen, Abschied zu nehmen und so sich zu befreien und wieder auf sich selbst zu konzentrieren, sich selbst treu zu bleiben.

    Tja, das macht mich als Waldschrat wieder traurig, das Leben ist so furchtbar kompliziert, welche dieser beiden Möglichkeiten die bessere ist... ich könnt es nicht sagen.
    Wahrscheinlich ist es das, was das Leben ausmacht, dass es darauf keine Antwort gibt, man muß es von Mal zu Mal neu entscheiden.



    Traumwaldschrat

    (#66)



    [Wenn hier in meinen Beitrag (im unangemeldeten Zustand) eine Werbung erscheint, dann habe ich damit nichts zu tun, sie gibt keinesfalls meine eigene Meinung wider, was ich als beachtenswert erachte]

  2. Nach oben   #35

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    Glasperlenspiel haben schon "Kinder gekriegt"

    [He, was ist denn das?
    Ich hab jetzt echt eine komplette Forumseite vollständig vollgeschrieben, eine ganze Seite nur Beiträge von mir!
    Tja, ähm...?
    Kann man darauf stolz sein? Oder ist das einfach nur... verrückt?]

    (Fast hätte ich mich freuen können, "Geiles Leben" doch noch auf CD zu bekommen, auf BravoHits 91.
    Ja, Pfeifadeggl!
    Packen die einfach die Albumversion drauf! Ts!
    -Mir fiel auf, das die Titelbildgestaltung der BravoHits 91 sogar Schleichwerbung speziell für Glasperlenspiel sein könnte. Ich hatte ja schon mal überlegt, ob die zwei gemäß ihres Wahlleitspruches die Musik der Meister und des Weltalls nicht nur in Ehrfurcht bereit sind zu hören, sondern auch selbst zu machen. Einmal hatten sie ja schon Musik des Weltalls, "Wie Sonne und Erde", passend dazu gibt's auf der Titelbildgestaltung BravoHits 91 einen Querverweis zu dem berühmten Weltraummärchen (Oh ja, in ein paar Wochen...), also Weltall, also ganz ganz ganz entfernte Schleichwerbung für Glasperlenspiel.
    Hehe!
    Die ist aber gar nicht so weit entfernt, die Schleichwerbung! Vergleicht man nämlich den Rücktitel, wo der Bravoschriftzug nicht stört, mit dem "Tag X"-Rücktitel, sieht das doch verblüffend ähnlich aus: hügelige Wüstenlandschaft mit der Titelliste, sogar mit drei Sandhügeln!
    Ich find diesen Zufall total witzig, da freu ich mich als Glasperlenspielfan schelmisch!)


    Ja, HUCH!
    Was ist denn jetzt kaputt!
    Jetzt passiert ja wirklich was!
    Ein erfolgreicher Einstieg auf Platz 45, -im Gegensatz zu "Paris"-, dann Platz 13, 15, 12 (deutsche Top100) und jetzt Platz 5, Platz 4!
    Sofern Wikipedia sich auf MediaControl bezieht, haben Glasperlenspiel ihre bisherigen erfolgreichsten Singles platzmäßig übertrumpft!
    Super!
    Das ist ja fantastisch!
    Und das mit einer Downloadsingle? Hab ich da irgendwas verpaßt?
    Wahnsinn!
    Das freut mich!

    Da scheinen ja toll Zeiten anzubrechen!

    Auch anderweitig!
    Ich hatte ja geschrieben, dass ich mir das Konkurrenzdenken abgewöhnen möchte, wenn also neue Lieder von irgendwelchen Musikerinnen/ern mich begeistern, erweitert das einfach im besten Fall meine Lieblingsmusikfamilie. Cousinen hat Glasperlenspiel ja schon: Kiesza, Lorde, Christine and the Queens, vielleicht noch Lindsey Stirling und Tove Lo...
    Justin Bieber schummelt sich gerade dazu! Möchte wohl Cousin werden. Sein neues Lied ist ja unheimlich gut! Gemein!
    Frida Gold wäre eine Schwester (deren zweites Album hab ich immer noch nicht angehört), nach meiner Logik dann schon die einzige, denn alle Musikerinnen/er, die nach diesem Geschwisterpärchen kommen, können ja nur noch Kinder sein; und nach Kiesza usw. Nichten und Neffen...

    Dusslig, gell!

    Was es bedeuten soll:
    Richtig tolle Synthiepopzeiten scheinen da anzubrechen; denn ich hab schon ein paar "Kinder" entdeckt!


    Aber auch noch was anderes: Tut sich da was?
    Zum Beispiel Sarah Connor.
    Als ich Sarah Connors "Wie schön du bist" zum ersten Mal hörte, erweckte es deswegen meine Aufmerksamkeit, weil es drei oder vier Mal "noch die Kurve kriegte", es an drei oder vier Stellen eben nicht so peinlich wurde, wie man es im ersten Moment hätte erwarten können. Was ich dagegen nicht so gelungen find, ist, dass der Refrain nach Rosenstolz klingt. Doch weswegen ich sie mit Glasperlenspiel in Verbindung bringe, ein "Kind", eigentlich eher eine Schwester Glasperlenspiels zu sein, ist die Tatsache, dass Sarah Connor nun nach so vielen Jahren englisch singend ein Album auf deutsch aufgenommen hat, das sie dann auch noch "Muttersprache" nannte.

    Nun ja, natürlich kann Sarah Connor etliche andere Inspirationsquellen gehabt haben, ein deutschsprachiges Album zu machen, doch wer weiß, vielleicht waren doch Glasperlenspiel maßgeblich ausschlaggebend? Vielleicht war Sarah ja doch davon beeindruckt, wie engagiert und selbstbewußt Glasperlenspiel deutschsprachigen Elektropop machten und damit auch noch über mindestens zweieinhalb Alben Erfolg hatten: zwei Mal Platz 9 und Grenzenlos/Grenzenlos in diesem Moment bis Platz 8. Vielleicht dachte sie sich: Stimmt eigentlich, warum eigentlich nicht deutsch singen, wenn man schon deutschsprachig aufgewachsen ist. Und solche Musik wie Glasperlenspiel, Elektropop, hab ich ja selbst schon auf englisch gemacht. Könnt ich ja wirklich mal auf deutsch machen.

    Da wäre es dann auch, was ich mir von Sarah Connor noch wünschen würde, denn ihr neues Lied gefällt mir -natürlich- nicht so gut. Wenn sie nun aber deutschsprachig singt, das aber auch noch zu Klängen wie "From zero to hero", -das fänd ich interessant!
    -Mit so einem Lied wäre sie für mich irgendwie doch ein "Kind" Glasperlenspiels.

    Auch beim Bundesvisiondingsbumsähm... (Grand prix federal de le lied; warum immer nur denglisch?) (Ja, "lied"!) war ich erstaunt zu hören, dass die Rockband, die für Nordrhein-Westfalen antrat, nach sieben(?) englischsprachigen Alben nun ein deutschsprachiges aufgenommen hatten...
    Tut sich da was?

    Wenn man nun noch unser ESC-Goldmariechen Lena überreden könnte, deutsch zu singen, das wär was. Ich hab ja schon bei "Stranger" gestaunt, wie sehr sie meinem Musikgeschmack entgegenkommt und "Traficlights" hatte so eine schöne Synthesizerklangfarbe, die leider viel zu kurz kommt: "mau"!
    (schnurr!)


    Bei Andeas Bourani von "Kind" zu sprechen, wäre insoferne unpassend, weil sein Werdegang verlief, meine ich, relativ zeitlich parallel zu Glasperlenspiel, sogar sein Weltverbesserertum. Laut Tageszeitung (oh, gemein, über Glasperlenspiel las ich noch keinen Artikel, hmpf) entwickelte er seine "...uns're kleine Welt könnte schöner sein"-Ambitionen erst im Verlauf seines zweiten Albums; so wie Glasperlenspiel; damit wäre er dann eher ein Bruder, oder sogar treffender ein Bruder seelenverwandt. Für meine Musikgeschmack jedoch nicht musikalisch, sondern nur von der Lebenseinstellung her, denn auch er ist vom Ehrgeiz beseelt, diese Welt eine bessere machen zu wollen, weswegen ich ihn dann mit Glasperlenspiel in Verbindung bringe. Ich kann mich spontan nicht erinnern, dass irgendeine/n Interpretin/et es mal so deutlich und wörtlich besungen hätte wie Glasperlenspiel, Andreas Bourani scheint sich dieser Idee prompt anzuschließen.

    Und wie überwältigend! Zusammen mit Sido (wenn ich 's mir richtig gemerkt hab):

    "Hier würd ich gern für immer bleiben,
    doch ich bin nur ein Wimpernschlag,
    der nach fünf Milliarden Jahren nicht viel mehr zu sein vermag"

    Das ist... Wahnsinn!
    Denn ich seh ja die Welt mit anderen Augen, deswegen habe ich für einen kleinen Moment dieses Liedes die unglaubliche, verblüffende Sinnlosigkeit des menschlichen Daseins (zum wiederholten Male) gesehen: Denn in weiteren fünf Milliarden Jahren, vielleicht sogar schon in 500000 Jahren ist dieser Wimpernschlag schon weit mehr als bereits schon wieder vergessen, weil es dann vermutlich niemanden mehr geben wird, der sich noch an irgendeinen Wimpernschlag erinnern könnte...

    Damit bringe ich Andreas Bourani sogar noch mehr mit Glasperlenspiel in Verbindung. Im Zusammenhang mit "Wie Sonne und Erde" meinte ich ja, sie hätten die Leere und Einsamkeit des Kosmos mit Musik eingefangen. Neben der unbegreiflichen, unendlichen Weite des Universums hatte ich da auch schon solche Gedanken im Sinn, wie sie Andreas Bourani nun ausgedrückt hat: Diese Leere und Einsamkeit, wenn man sich der absurden Sinnlosigkeit dieses Wimpernschlages bewußt wird, der das eigene Leben ist.

    Deswegen finde ich es so sehr traurig, was aus der Menschheit geworden ist. Wenn das Leben schon so frustrierend sinnlos ist, dann sollte man doch nicht auch noch mit Fortschrittswahn und Götzen-, Wohlstands- und Geldverherrlichung sich gegenseitig das Leben zur Hölle machen, sondern vielmehr versuchen, sich diesen Wimpernschlag gegenseitig so angenehm und kostbar wie nur irgendwie menschenmöglich zu machen; schon allein zum Trost: Wenn das Leben schon sinnlos ist, dann soll es wenigstens schön sein.
    -Sonst wäre es doch noch viel sinnloser, als es ohnehin schon ist.


    MoTrip f. Lary: "So wie du bist"

    Fantastisch! Was für Musik!
    Diese wehmütigen, schwebenden Klänge! Stark!
    Bester deutschsprachiger Synthiepop! (mit Gitarre!) -Fast! Der Bruch, die Überleitungen von den Strophen zu den Refrains finde ich schon störend und ich finde es schade, dass die beiden ersten Strophen gesprochen werden.
    (Diese gesprochenen Strophen hatten mich auch schon bei "Wolke 7"(nicht 4!) und "Lila Wolken" gestört, aber die Musik war halt so super!)
    Aber diese Klangatmosphäre!
    Eine echte Entdeckung! Nur... wen hat man jetzt entdeckt? MoTrip? Lary? Beide? Ginge man davon aus, dass die Musik von MoTrip ist und Lary nur mitsingt, schöben/schöbe sich MoTrip (einer oder 'ne Band?) vor, doch mit dem, mit dem Lary in einem Online-Portal zum "Gesangswettbewerb" zitiert wurde, -ihre Musik ist Future Deusche Welle; das klingt für mich nach Science-fiction, also nach Synthesizer-, damit und mit der Tatsache, dass sie anscheinend lieber singt, also "richtige Musik" macht, dränge sie sich dann doch vor MoTrip.
    Und mit ihrem Aussehen...

    Zufällig lief mir das Video über den Weg. He! Das ist ja echt...!
    Ich mußte fast lachen! Und wenn einem das Lied nicht gefällt, dann soll er wenigstens vor dem Fernseher/Bildschirm schmachten!
    -Es erstaunt mich schon, wie treffsicher, mitreißend, gar überrumpelnd (geheime) Sehnsüchte bedient werden.
    Ich finde das Video echt nicht ohne:
    Da scheint jemand etwas von möglichen Abgründen der Seele verstanden zu haben. Für mein Empfinden irgendwie eine innerseelische, surreale Abenteuergeschichte.


    Herzdame

    Oho!
    Sie mausert sich echt zu einer Entdeckung! Mit ihrem ersten Lied ("dunkle Seite") erweckte sie schon meine Aufmerksamkeit, mit dem zweiten noch mehr. Ich konnte es leider nicht mehr hören, aber ich hatte mir gemerkt, dass es recht synthesizerlastig war, also schon: Synthiepop!
    Und auf deutsch!
    Und gut!
    Ein Kind Glasperlenspiels...
    Carolin und Daniel haben schon "Kinder gekriegt".


    Was ich damit meine ist Folgendes:
    Vielleicht sind Glasperlenspiel bereits schon Vorbild!
    Ich hatte es ja anfang August betont (nachdem ich es mir selbst bewußt geworden war), dass Glasperlenspiel tatsächlich schon etwas besonderes sind (wenn man von Xavier Naidoo absieht, denn seine Musik sollte doch wohl deutschsprachiger Soul sein, aber mit teilweise viel Synthesizer), da sie die erste Musikgruppe seit Kraftwerk sind, die Synthesizer-Elektropop mit DEUTSCHEN Texten so erfolgreich gemacht haben, dass sie keine Eintagsfliege geblieben sind, sondern vor zwei Jahren eine Single aus ihrem bereits zweiten Album in der HItparade, und dies sogar in den Top10, platzieren konnten (und nun sogar eine aus ihrem dritten Album).

    Ich frage mich, ob dies möglicherweise doch Eindruck bei anderen oder werdenden Musikerinnen/ern hinterlassen hat. Natürlich muß man fairerweise zugestehen, dass auch Frida Gold eventuell Anteil daran haben, wenn mindestens zwei Musikformationen nach vielen Jahren englischsprachiger nun ein deutschsprachiges Album veröffentlicht haben.

    Doch vielleicht wird Glasperlenspiel ja doch eine Ehre des Vorbildes zuteil, wenn es nämlich nicht einfach nur um deutschsprachige Popmusik geht, sondern ganz speziell um deutschsprachigen Synthiepop!

    Wer weiß, vielleicht war es ja doch der Erfolg Glasperlenspiels, der Musikerinnen/er dazu ermutigt hat, es ihnen gleichzutun und deutschsprachigen Synthiepop zu wagen.

    MoTrip mit Lary und Herzdame klingen schon danach.
    Eigentlich ganz besonders MoTrip und Lary, wie glasperlenspielig sie die Gitarre einsetzen!
    Mit diesem Gedanken wären sie Kinder Glasperlenspiels!

    Das bedeutet aber auch, dass tolle Synthipopzeiten anzubrechen scheinen: Vor allem, wenn sich zukünftig noch mehr werdende Musikerinnen/er dazu ermuntern ließen.


    ---

    Insgeheim würde ich mir wünschen, dass dieses Sprachbewußtsein (zusammen mit der Interesse zu elektronischer Popmusik) auch auf andere (europäische) Nationen überspringen würde, denn im Vergleich zur "Bundesländermusikschau" ist mir so deutlich bewußt geworden, was ich am ESC einfach bescheuert, schon fast abstoßend finde:
    Der Künstler aus Schweden singt englisch, die Interpretin aus Spanien singt englisch, die Sängerin aus Polen singt englisch, die Band aus Bulgarien singt englisch, die Formation aus Aserbeidschan singt englisch, die Musikgruppe aus den Niederlanden singt englisch... heee! Sag mal, gehts noch! Was soll denn der Blödsinn! Da kann ich doch gleich Hitparade hören, da brauch ich doch nicht meine Zeit vor dem Fernseher verschwenden! Wo bleibt das Selbstbewußtsein? ECHT sein!...

    Wegen dieser "Muttersprachenverachtung" standen mir schon ein anderes Mal die Haare zu Berge, ich hätte Shakira am liebsten so dermaßen ungespitzt in den Boden gestampft:
    Da hat sie ein sensationelles Synthiepopstück gebracht mit spanischem Text, ENDLICH mal ein spanisch gesungenes Lied, das NICHT nach Sombrero, Poncho, Torrero, Acapulco, Copacabana oder Ibiza klingt, sondern richtig toller, bester Synthiepop ("Loba"!) und was macht sie?!
    -Für den europäischen und nordamerikanischen Musikmarkt hat sie es neu auf englisch eingesungen. Ja, ich dacht', ich werd nicht mehr, als ich das gehört hatte.
    -Wenigstens war auf der Single die spanische Version! Sehr gut! Ich hör mir nur die an!

    Genauso Medina und Tatu. So fürchterlich enttäuschend!
    Wie gern würde ich noch mehr Popmusik in anderen Sprachen hören!

    Elaiza hatten da eigentlich eine ganz verrückte Chance beim ESC vertan. Die Sängerin hat doch ostmittel-, osteuropäische Wurzeln:
    Was wäre das für eine Schau gewesen, wenn der deutsche Beitrag auf polnisch oder ukrainisch gesungen worden wäre.
    Hätte, glaube ich, auch gar nicht schlecht zur Musik gepaßt.

    Insoferne: Wie wäre es, wenn beim Bundesländerwettbewerb Brandenburg oder Sachsen mal mit einem Lied auf sorbisch antreten würden?
    Oder vergleichbar Schleswig-Holstein mit einem auf dänisch?
    (Minderheitensprachen)


    Elaiza hatten mich damals wirklich enttäuscht:
    Ich hatte im Vorfeld mitbekomen, dass sie ja... ist das der richtige Begriff?... Etnopop machen wollten, Popmusik mit volksmusikalischen Wurzeln, weswegen sie sich, so wurde gesagt, mit klassischen Instrumenten wie Akkordeon und Kontrabaß auf die Bühne stellen würden. Doch in diesem Lied waren noch diese zarten, spitzen Saitenklänge und irgendwie war ich auf den Trichter gekommen und wollte es sehen, ob die Sängerin noch zusätzlich HACKBRETT spielt! Ich hätte das so irre toll gefunden... Aber es war doch nur eine Gitarre.

    Doch was für eine! Wie Anna Naklab: "Supergirl"! Diese spitzen Gitarrenklänge, ich werd da schwach und zwar deswegen, weil es so klingt, als könne es wirklich funktionieren: Popmusik mit Hackbrett! Diese beißend melancholischen, schwer- und wehmütigen Popmusikklänge mit Hackbrett gespielt, das wär doch traumhaft! Da fällt mir wieder Lindsey Stirling und diese Idee mit der Kirchenorgel ein und macht mich ganz unruhig, so, als könne es doch möglich sein, Popmusik mit klassischen Instrumenten richtig überzeugend, gut und ausgewogen zu kombinieren, sogar mitreißend, zum Beispiel das neue Lied von Felix Jaehn: mit Holzxylophon ("Book of love")!
    Echt super!

    Vielleicht tut sich ja doch noch was sehr interessantes: Nachdem in den 1950ern der Rock 'n' Roll, in den 1960ern der Rock, in den 1970ern Disco, in den 1980ern der Synthiepop, in den frühen 1990ern HipHop und in den späten 1990ern der Techno erfunden bzw. populär gemacht wurde und jetzt tatsächlich seit fünfzehn Jahren niemandem mehr etwas grundlegend Neues eingefallen ist, könnte man doch nun sich intensiv der Intstrumenten- und vor allem Sprachwahl widmen:

    Noch mehr HipHop auf italienisch ("Serenata Rap"!) oder mal auf polnisch, eine Ballade auf finnisch, rotziger Rock auf rumänisch oder russisch, Synthiepop auf slowakisch, norwegisch oder letzeburgisch(!), mal Disco auf portugiesisch, Techno auf baskisch, ukrainisch oder baschkirisch, Pop mit Orgel auf litauisch, Düsterpop mit Klarinette oder Oboe auf tschechisch, wehmütiger Depripop mit Hackbrett auf niederländisch oder oder oder...

    Traumtänzer...! Gell?
    Warum? Zimbeln und Xylophon gibt's schon; wenn Felix Jaehn sich halt eine deutschsprachige Sängerin geholt hätte... z.B. Lary (hach!)
    Außerdem bin ich ja der Traumwaldschrat!
    Ich träum schon lange von so einer vielfältigen musikalischen Zukunft, besonders natürlich von noch mehr deutschsprachigem Synthiepop, noch mehr Glasperlenspiels Kinder; oder Glasperlenspiel selbst.
    Und vor allem träum ich vom großen Erfolg Glasperlenspiels!

    He, da sind wir ja schon nah dran! Platz vier! (schon wieder)
    Super!


    Traumwaldschrat

    (#67)



    [Wenn hier in meinen Beitrag (im unangemeldeten Zustand) eine Werbung erscheint, dann habe ich damit nichts zu tun, sie gibt keinesfalls meine eigene Meinung wider, was ich als beachtenswert erachte]

  3. Nach oben   #36

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    Silber für Glasperlenspiel!

    Mann, jetzt hatte ich mich gerade darüber ausgelassen, dass Glasperlenspiel schon "Kinder gekriegt haben", und mich ganz entspannt zurückgelehnt, dass nun anscheinend tolle Synthiepopzeiten anbrechen, und jetzt mußte ich doch unbedingt umgehend ins Internetcafe rasen, weil... ich hätt ja nie damit gerechnet!
    -Ich gehöre halt doch zum alten Eisen, denn ich hätte nie gedacht, dass nur mit einer Downloadsingle so was möglich ist.

    Boa, das war 'ne Hitparade, was für ein Krimi!
    Ich bin fix und fertig!

    Justin Bieber gleich auf Platz 20. Ooh, schade!
    Platz 17, von Platz 9: "So wie du bist". Ooh, sehr schade!
    Neueinstieg auf Platz 14: "Book of love" Super! Das Lied ist echt stark!

    Nach Platz 13 bin ich unruhig geworden, denn ein Abstieg um vier Plätze hätte ich jetzt nicht ungewöhnlich gefunden und auch nicht dramatisch.
    Aber nein, auf Platz 12: kein Glasperlenspiel, sondern "Shut up and dance"
    Gut, dann ist das Lied schon mal weg; gefällt mir eh nicht so gut.
    Platz 11...? Wieder kein Glasperlenspiel! Sehr gut! Immer noch Top10!

    Platz 10: "Ghost town" Stark, wieder rauf von Platz 14! Das Lied ist echt... magisch! Gespenstisch...? Mitreißend! Hat zwar seine Macken, aber, so super! Eben diese surreale Atmosphäre, paßt zum Gespenstischen!
    Platz 9! JAA! Immer noch kein Glasperlenspiel! Sie sind nicht abgesiegen, sondern mindestens immer noch auf Platz 8!

    Platz 8 wurde vor dem Überblick über die britische Hitparade, mit "...eine Frau..." vorangekündigt, also immer noch nicht Glasperlenspiel, sondern mindestens Platz 7!
    Platz 7: "Avenir" Von Platz 13. He, nicht schlecht!

    Platz 5: Ooooh! Immer noch kein Glasperlenspiel!
    Platz 4: "Sugar" Uaaah! Sogar dieses gute Lied haben sie geschlagen!

    Platz 3, Namika: "Lieblingsmensch" WAAS! Sogar dieses Lied haben sie übertrumpft!

    Das finde ich in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert, denn ihren Erfolg finde ich enorm! Wochenlang ist sie schon in den Top5.
    -Zuerest natürlich beneidenswert, denn es ist ja ihre Debütsingle, da werde ich schon neidisch, denn so einen Erfolg hatten Glasperlenspiel damals mit ihrer Depütsingle nicht. Aber ich gönne es ihr, auch wenn ich solche Musik nicht so gerne mag, denn sie ist echt was besonderes. Schon allein, weil mir das Lied immer besser gefällt, denn es ist gar nicht so simpel balladenhaft, nönö, da steckt ja richtig was drin, denn es klingt zwar recht fröhlich, aber, durch ein paar Hintergrundkänge bin ich darauf aufmerksam geworden, das Lied ist ja in Moll! Und das macht mich dann doch neugierig: Wenn man es schafft, mit Mollklängen fröhliche Musik zu machen, das ist... erwachsen, da sag ich mal ganz hochgestochen, das ist echte Popmusik, so wie sie sein soll; und dann noch auf deutsch!

    Da hab ich gleich ganz wilde Gedanken im Kopf, schon seit Wochen hatte ich es mir gedacht:
    Namika ist unsere Rache für all das übermäßige englischsprachige Balladenkrempelzeug. Ich will es nicht gänzlich verteufeln, es gibt englischsprachiger auch gute Balladen, aber ich hab halt diesen leisen Verdacht, dass viele deutsche Musikhörer gar nicht merken, was für einen Kruscht sie vielleicht manchmal hören. Ich bemängel einfach diese blindwütige Begeisterung für "echte", englischsprachige Popmusik, unreflektiert einfach alles gut finden, was "'n richtig coolen sound hat, yeah!" Ich hab auch lange gebraucht, um es zu verstehen, aber ein Problem bei dieser Begeisterung für die internationale Popszene ist, dass man als jemand, der Englisch nur in der Schule als Fremdsprache gelernt hat und darin meistens auch kaum Übung hat, die sprachlichen Nuancen des Englischen nicht kennen kann, die aber vielleicht wesentlich sind, um quasi zwischen den Zeilen lesen oder hören zu können. Diese Fähigkeit hat man bestimmt nur in der Muttersprache.

    Zum Beispiel Unheilig:
    Ich hatte es hier im Forum schon einmal erwähnt, ursprünglich wollte ich Unheilig echt eine Chance geben, mir zu gefallen, so gut wie ich es konnte, hatte ich mir die ersten Lieder möglichst unvoreingenommen angehört, auch, weil sei recht schön düster klangen, also vielleicht irgendwie Gruftiepop, aber es half alles nichts, ich hab es nicht geschafft: Unheilig klingt einfach nach Schlager!
    Genauso Helene Fischer:
    Sogar der Hitparadenmoderator hatte es erwähnt, das "Atemlos" eigentlich recht poppig, gar synthesizerpoppig ist, was ich zustimme, aber ich vermute, jemand, der dieses Art Musik von Haus aus nicht mag, wird wahrscheinlich sehr schnell dieses Lied dem Schlager zuordnen. Und die anderen Lieder von ihr sind dann doch wohl sehr offensichtlich Schlager, zum Beispiel "Marathon".
    -Und für "uns" sind Andrea Berg, Beatrice Egli und andere sowieso Schlager.

    Doch... was würde eigentlich passieren, wenn man dem britischen und amerikanischen Musikmarkt deutschen Schlager "aufs Auge drücken würde", zum Beispiel Roland Kaiser: "Santa Maria"? Das ist Schlager, ja, aber eigentlich klingt es gar nicht so schlecht, sehr düster, melodramatisch. Aber die Briten und Amerikaner kennen halt die Nuancen der deutschen Sprache nicht, weswegen sie es vielleicht auch nicht heraushören könnten, das das kein Düsterpop ist, sondern Schlager. Vielleicht wäre Roland Kaiser damals der Popstar in Großbritanien und den USA gewesen, wenn irgendein Werbestratege so hartnäckig gewesen wäre, ihn dort bekannt zu machen.

    Deswegen:
    Wissen wir eigentlich, was wir in der internationalen Popszene wirklich vorgesetzt bekommen.
    Wenn wir dieses Muttersprachengespür für die englische Sprache haben könnten, vielleicht könnten wir so manches Lied als Schlager entlarven.
    Schon sein Jahren denke ich mir deshalb, ob Elton John eigentlich Schlager ist (bis auf "Nobody wins"). Mir zumindest gefällt Elton John fast gar nicht, ich kann diese Begeisterung für seine Musik nicht nachvollziehen, vielleicht liegt's ja daran.
    Oder ganz aktuell Ed Sheeran: "Photograph".
    Zum Schluß kommt doch die Refrainsequenz mit den "...uuuh uuuh..." im Hintergrund.
    Ich weiß nicht, wie es anderen geht, aber mir fiel auf, das es durch diese "Uuuh"s sehr ähnlich klingt wie Howard Carpendale: "Hello again [...ich sag einfach hello again]" oder irgendetwas anderes von ihm.

    Ich fände es irgendwie absurd, wenn gerade die Jugend (wie ich ja früher auch) mit größter Überzeugung sich für internationale Popmusik begeistert, auch um sich ganz deutlich von diesem "popeligen" Schlager abzugrenzen, aber gar nicht wissen, dass sie mit so mancher Ballade dennoch Schlager hören, weil durch die Fremdsprache Englisch es nicht herauszuhören ist, weil's einfach total cool klingt, nach "echter" Popmusik.

    Doch nun haben wir Namika, um zu meinen wilden Gedanken zurückzukommen:
    Denn nun bekommen wir von ihr Balladen in Reinform, wo wir auch direkt hören, spüren können, dass das kein Schlager ist, sondern "echte" Popmusik! Jetzt brauchen wir keine englischsprachigen Balladen mehr, -oder nicht mehr alle, -oder viel weniger, -kömma (können wir) alle wieder Heim schicken...

    ---

    Ich hab ja noch ganz ichtypisch geschmunzelt über ihre Textwahl:
    Wie kommt sie zu einem Stau auf der A2, wenn die A3 fast direkt vor ihrer Haustüre liegt und sich genauso auf "vorbei" reimt; oder ging es noch um das Z von Zwei, um mit "blitzschnell" einen Quasi-akustischen-Reim zu haben "-z- -ei".
    Und die "Plörre" von der Tanke find ich witzig, "Plärre" war nicht schlecht genug, oder?

    Was ich aber ganz besonders bemerkenswert bei ihr finde, ist ihre Stimme:
    Die ist einzigartig!
    Denn sie ist ungewöhnlich, schwer zu beschreiben, weil ich Namika auch nicht beleidigen will, also wirklich, nicht böse sein, auch nicht fünf Minuten, denn es soll eine Anerkennung sein:
    In irgendeiner Art klebrig, korrekt gesagt mit ausgeprägt verschlossenen Schnalz- und Knacklauten, jedoch trotzdem samtig weich, und trocken.
    Vielleicht versteht man dies, wenn man auf die Wörter "grau" und "Streit", vielleicht noch "Area 51" achtet.
    Ich finde diesen Klang so ungewöhnlich, aber so schön, es ist eben diese außergewöhnliche Stimme, die an diesen Stellen besonders deutlich hörbar ist. Namika hören ist wie Kuscheln.


    Eine echte Entdeckung, von daher, ihr Erfolg mit ihrer Debütsingle ist absolut berechtigt. Und vielleicht gibt es ja auch noch was für meinen Musikgeschmack, vielleicht sollte ich mir ihr Lied von der "Bundesländermusikschau" noch mal anhören, dieses... ähm nee, nicht "drei Tage wach", aber so'n ähnlicher Text, glaub ich.

    Vielleicht mausert sie sich ja auch noch für meinen Musikgeschmack zu einem "Kind" Glasperlenspiels.



    NEIN! WAHNSINN!
    Ich faß es echt nicht: Glasperlenspiel sind auf Platz 2!
    Und damit sogar besser platziert als bundesweit, nochmal Platz 4!
    Ja, ich komm aus dem Staunen nicht mehr raus, und das mit einer Downloadsingle!
    Also echt, irgendwas hab ich doch da verpaßt! Das gibt's doch gar nicht!
    Vor allem auch der Verlauf:
    Mark Forster in der Bayern3-Hitparade wochenmäßig schon lange überrundet, wenn mich nicht alles täuscht, und platziert auf Platz 17, 15, dann der Aufsteiger der Woche auf Platz 8 und jetzt Platz 2, in den deutschen Top100 war es ja ähnlich merkwürdig!
    Wie haben sie das nur geschafft!
    Da tut sich echt was!
    Jetzt kommt endlich mal Schwung in die Geschichte!
    Fantastisch!

    Nur ein bißchen traurig finde ich es, dass demgegenüber "Paris" so unerfolgreich war.

    Oh Mann, wie wird das die nächsten Wochen, nächste Woche, he, ich flipp ja aus, ich bin ja wahrscheinlich bei Platz 5 schon ganz halbtot!
    Außerdem hab ich nicht vor, wöchentlich zum Kommentieren ins Internetcafe zu rasen.
    He, das wird was!

    Glasperlenspiel auf Platz 2! Das ist für mich sogar ganz besonders, denn in meiner Schulzeit hatte ich auch einmal eine Silbermedallie errungen.
    Glasperlenspiel sind jetzt auch endlich erfolgreich!
    Der Stern am Synthiepophimmel...
    Spitze! Einfach fantastisch!


    Es grüßt und beglückwünscht

    Traumwaldschrat

    (#68)



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  4. Nach oben   #37

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    Schlager-der-Woche-Gold für Glasperlenspiel

    Mich erstaunt, wie sehr die dieswöchige Ausgabe der Schlager der Woche meinen "Wünschen" entsprach.
    In meinem vorletzten Beitrag hatte ich ja meine Träumereien ausgebreitet, dass Popmusik doch auch mal anders als "immer nur" englischsprachig sein könnte, die Hitparadenplatzierungen diese Woche kommen dieser Idee erstaunlich weit entgegen:
    Darauf wies auch der Moderator hin,
    Platz sechs war diese Woche der höchstplatzierte englischsprachige Titel,
    die Restlichen, Platz fünf bis eins, waren spanisch, französisch und deutsch!
    Erstaunlich!

    Ab Platz fünf wurde es für mich gestern auch wieder spannend:
    Glasperlenspiel? Vielleicht doch so weit abgerutscht?
    Und? ...Und? ...Und?
    Nein!
    Platz fünf: "El perdon".
    Gut!

    Platz vier?
    Namika!
    Oh, schade!
    Aber Glasperlenspiel waren auch letzte Woche direkt vor Namika.
    Uuuh! Sind sie vielleicht zusammen abgestiegen?
    ...na? ...na?
    Nein!
    Platz drei ist Louane mit "Avenir".
    Laut Moderator nach fünf Jahren und Stromae wieder ein französischsprachiger Titel in den Top3!
    Interessant!

    Und wer ist Platz zwei?
    Uaah!
    Ja? ...Ja? ...Ja? ...Ja?
    Boa, stark!
    Sido und Andreas Bourani nicht mehr auf Platz eins, das heißt:

    Glasperlenspiel sind auf Platz eins der Schlager der Woche!
    Wahnsinn! Ich kann's schier nicht glauben!
    Glasperlenspiel sind die besten!
    Fantastisch!

    Und damit schon wieder schon besser platziert als bundesweit, MediaControl, deutsche Top100: Älläbäätsch!
    Aber, genauso fantastisch: Platz zwei! Die zweitbeste Single in Deutschland! Nur noch ein einziges Lied, das besser ist!
    Echt stark!


    Mittlerweile fand ich auch heraus, was ich verpaßt hatte:
    "Geiles Leben" wurde ja mittlerweile doch noch als CD veröffentlicht!
    Aber glaubst'es, du hättest es auch mal bei Universal-music erfahren? Nix! Noch am 10.10.15 lautete der Veröffentlichungsstatus: "Track"
    Erst vier Mausklicks später hatte ich dann durch Zufall im Tagebuch Carolin mit einem CD-Schächtele "Geiles Leben" 'zum Anfassen' gesehen.
    Ich weiß nicht, wollen die bei Univesal-music nichts verdienen?
    Werbung!

    (Und glaubst'es, ich hätte sie hier in diesem "Kuhkaff" schon kaufen können? Ausverkauft? Oder nur die Regale nicht aufgefüllt? Auf alle Fälle: äußerst mager!)


    Trotzdem reibe ich mir noch recht ungläubig die Augen... ähm ...Ohren...?...!
    So spitzenmäßig platziert!
    Denn ich sehe es halt so, dass "Geiles Leben" genauso wie "Paris " als Downloadsingle angefangen hatte, aber im Gegensatz dazu schon auf Platz 45 einstieg und sich dann bis auf Platz 12 oder sogar 5 (je nachdem, wann die CD genau veröffentlicht wurde) hocharbeitete, während "Paris" nicht über Platz 90 hinauskam.
    Also hat sich seit dem irgendetwas getan!
    Bundesländermusikschau, vielleicht! Wahrscheinlich...?
    Auf jeden Fall: Ist das jetzt der Durchbruch für Glasperlenspiel?
    Sind sie jetzt: ein neuer Stern am Synthiepophimmel!
    Uuuh! Spannend!


    Carolin,
    Daniel,
    ich gratuliere Euch aus dem Schlager-der-Woche-Land für euren Platz eins!
    Und für Platz zwei in Deutschland!


    Euer

    Traumwaldschrat

    (#69)



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  5. Nach oben   #38

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    Geiles Leben

    Nun ist es mir doch noch gelungen, "Geiles Leben" zu kaufen

    Auf dem ellenlangen Weg quer durch den halben Stadtkreis kam ich dabei mehrmals an Litfaßsäulen vorbei, die fürs Radio ein Promiquiz bewarben. Zwar nett gemacht aber doch reichlich billig, zum Beispiel:
    Eine Hand hält im Grünen ein Schild mit der Aufschrift "Conchita", darunter auf einem Holzstecken aufgespießt eine Bratwurst.
    Es gab noch zwei andere Varianten dieser Werbung.

    Als Glasperlenspielfan kam mir natürlich sofort der Gedanke, ob man Glasperlenspiel auch als Bilderrätsel darstellen könnte.
    -Schon!
    Noch bevor ich wieder daheim war, hatte ich auch schon einen ganz niedliche Idee:
    Man nehme ein Netz Murmeln und verteile sie möglichst unregelmäßig, aber relativ dicht auf einer Unterlage. In diese Menge hinein stelle man dann zwei "Mensch ärger dich nicht"-Spielmannschgerle.
    Jetzt kommt's:
    Schon allein, weil Carolin bestimmt wieder sauer sein würde, schon wieder ein "Es" sein zu müssen ("Mädchen"), müßte man noch aus einem der beiden Mannschgerle ein Frauschgerle machen, indem man einem einen Pferdeschwanz an den Kopf bappt, aber so, dass man die Klebestelle nicht sieht. Besonders exklusiv und bestimmt zum Schreien komisch, wenn man diesen Pferdeschwanz aus einem Büschel Wollefäden oder dickem Nähgarn macht.
    Deswegen, blondgelb, würde ich zwei gelbe Mannschgerle nehmen.
    Fotografiert werden müßte es so, dass die beiden Mannschgerle richtig groß zu sehen sind, vermutlich am besten in etwa "in Augenhöhe" und so groß , dass nur noch wenige Murmeln ganz ins Bild passen (also 'ne extreme Nahaufnahme).
    Ich stell mir das so NIEDLICH vor!
    Süüß!

    (Warum ich das Bild nicht schon längst gemacht und im Internet veröffentlicht habe?
    He, Leute, wo denkt ihr hin, ich bin voll der Offliner!)

    Vielleicht wäre diese Gestaltung ja auch etwas für ein möglichst unzweideutiges Glasperlenspiel-T-shirt: Entweder die Fotografie einfach aufs T-shirt oder das Bild zu einem Piktogramm umarbeiten: das Schattenbild der zwei Mannschgerle mit und ohne Pferdeschwanz am Kopf zwischen mehreren Kreisen mit so einem typischen Wellenmuster des Inneren einer Murmel.
    Ach, niedlich!

    Tja, und wenn wir gerade bei 'niedlich' sind...
    ...da ich ja der Traumwaldschrat bin, habe ich schon längst davon geträumt, wie es wäre:
    Für ein Musikvideo Carolin und Daniel als Comic-/Zeichentrickfiguren! Aber nicht so perfekt wie in Ahas "Take on me", sondern so richtig typisch comichaft und niedlich, je nachdem auch mit den typischen emotionalen Ausschmückungen, der gestreckte Körper mit sichtbar zu Berge stehenden Haaren, wenn sie durch etwas erschreckt werden, oder die rotierenden Beine, wenn sie panisch vor etwas davonlaufen, -so in der Art.
    Das wäre bestimmt sooo süüß!
    Carolin und Daniel als Comicfiguren!

    Ich wüßte auch schon, welches Lied ich dafür nehmen würde und worum es in diesem Zeichentrickvideo gehen sollte... (auch wenn beides eigentlich nicht zusammenpaßt)
    Aber, nunja, lassen wir das...

    [Irgendwie auch eine Form von sinnlosem Leben. Ich hätte so viele und bestimmt noch mehr Ideen (hatte ja schon welche), aber was will ich damit, ich bin nicht Glasperlenspiel. Aber dann wenigstens ihnen diese Ideen mitteilen... ,geht ja auch nicht, weil... die beiden sind die unerreichbaren Stars da oben und ich der [unerreichbare(!)] Fan da unten...
    Irgendwie auch recht entmenschlicht, das Ganze...]
    [die ganze Musikbranche und damit -notwendigerweise- verbunden das ganze Brimborium drumrum]


    Daheim hatte ich dann endlich bemerkt, dass die "B-Seite" der Single noch ein Lied aus dem Album ist. 'ne gute Auswahl, diese beiden Lieder passen, gehören zusammen. Auch wenn ich diese Anwandlungen, wie sie in "Unser letztes Lied" besungen werden, nicht so gesund finde, wird damit aber die Aussage des Liedes "Geiles Leben" noch mal unterstrichen: Gelegentlich ist es doch nötig, einen Schlußstrich zu ziehen.

    Diese "B-Seite" bietet mir noch einmal die Gelegenheit, etwas über "Unser letztes Lied" zu sagen. Ich bin zwar nach wie vor von diesem Lied enttäuscht, trotzdem komme ich nicht umhin, meine Anerkennung zu zollen. Zwar sind die zwei Brüche vor den Refrains für mich schier "unerträglich" schlimm, wenn ich aber davon mal absehe, bauen sich die beiden Refrains, und in der Folge die zweite Strophe, richtig rund und fließend, gar mitreißend auf, deswegen hatte ich auch schon einen ganz "schlimmen" Ohrwurm. Doch, von dem Aspekt her ist das Lied nicht schlecht!

    Und die zweite Strophe ist eigentlich genau so, wie ich es mir nach der ersten Strophe beim ersten Mal hören gewünscht hatte, echt gut, die Klamgatmosphäre in etwa gehalten und mit einem flotten Rhythmus und mehr Klangvolumen ausgebaut. Nur dass für meinen Geschmack eben die Refrains und die Brüche nicht so ideal dazupassen.


    Bei der Singleversion "Geiles Leben" fiel mir noch auf, dass die beiden Strophen besser aufeinander abgestimmt sind: Neben Daniels rauher, leicht rotziger, lässiger Strophe klingt Carolins Strophe jetzt ein bißchen zickig! Gefällt mir gut!

    Man könnte vielleicht noch leicht bemängeln, dass dafür, dass die beiden sich als Elektropopduo definieren, diese Version nur ein kleines bißchen zu zaghaft elektronisch geworden ist, aber wie gesagt, vielleicht macht das ja die Qualität aus, ich meinte ja schon mal, dass Glasperlenspiel keine Musik zum Berieseln ist, sondern zum Zuhören, da gibt es viel zu hören, viele Feinheiten, viele elektronische Feinheiten, deswegen ist "Schlager der Woche"-hören zur Zeit so herrlich, deutschsprachiger Elektropop, endlich, Glasperlenspiel in der Hitparade und auch diese Woche auf Platz eins! Spitze!

    Deswegen wird Glasperlenspiel eine besondere Ehre zuteil:
    Denn Bayern3 hat seinen Internetauftritt gerade erst komplett umgekrempelt. Find ich jetzt nicht so lustig, mir wäre eine verläßliche Informationsquelle lieber als ständiger Designwechsel, so muß ich jetzt erst mal wieder von Neuem anfangen zu suchen. Als Neuerung scheint in der Hitparadenliste jetzt der erste Platz die Ehre des Seitentitelbildes zu haben. Glasperlenspiel sind damit soger doppelt geehrt, weil sie die Allerersten sind, die dieses Titelbild zieren:
    Und wie hübsch!
    Gerade Carolin! (hab ja nur Augen für hübsche Mädchen!)
    Mir fiel es schon bei ihrem Auftritt im Morgenmagazin auf, das ich noch in der Mediathek sehen konnte, und bei diesem "Schlager der Woche"-Titelbild, ("Großaufnahme", [in der Themenauswahl ist das Bild eine Halbtotale und im Hintergrund erahnt man ein Senderlogo und noch etwas, das wie eine Flagge (nämlich Bremens) aussieht, da sagt mir mein "kriminalistisches Genie", dass das Bild wohl von der "Bundesländermusikschau 2015" ist]), und bei diesem "Schlager der Woche"-Titelbild sehe ich es schon wieder; in den letzten Monaten scheint sich bei Carolin etwas Positives verändert zu haben:
    Carolin ist nicht nur hübsch, Carolin leuchtet ja!
    Vor Stolz?
    Vor Selbstbewußtsein?
    Wirklich im wahrsten Sinn des Wortes: blendend hübsch!

    Schmelz!


    Traumwaldschrat

    (#70)



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  6. Nach oben   #39

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    Geburtstag!

    Hallo, Daniel,
    alles Gute zu Deinem 27. Geburtstag!

    Und, wie fühlt es sich an, mit 27 als Sängerin Glasperlenspiels, hihi?
    Ja, ich hab's im Tagebuch auch mitbekommen, diesen Patzer! Etwas schade fand ich die Reaktionen mancher, die gleich auf dem ZDF rumgehackt haben, eine andere Reaktion gefiel mir wesentlich besser: Tja, mei, kann halt mal vorkommen.

    Meine spontane Reaktion war, ob das vielleicht Absicht war! Denn mir viel sofort wieder die Politsatiresendung "Die Anstalt" ein, eben jene Folge im April, die das Thema Feminismus behandelte. Darin führte die personifizierte Feminismus mir ihrer Mitstreiterin an, dass als Entschädigung für unzählige Jahrzehnte männlicher Berufsbezeichnungen in Zukunft die weiblichen Bezeichnungen die geschlechtsübergreifende Grundform sein sollten, was Max Uthoff sogleich gespielt ablehnend mit einem imitierten oberbayerischen Oberbazi kommentierte:
    "Ja, und wie soll das gehen? 'Jo, olso, i bin da Hintahuaba Säpp und soit droiafierzg Joar Busfohrarin in Rosnhäim...' ...Ne, das geht ja gar nicht!"
    -Ich hatte die verwegene Idee, ob dieser Anzeigepatzer im Morgenmagazin vielleicht doch sich auf diese Folge "Anstalt" bezieht: "Sängerin" als beispielhafte, neue, geschlechtsübergreifende Grundform der Personenbezeichnung.

    Tatsächlich scheint sich in dieser Richtung etwas zu tun, wie ich zufällig in der Jugendsendung "Puls-TV" im bayerischen Dritten gesehen hatte. Es wurde ein Interview gezeigt mit jemanden, der sich für die sprachliche Gleichberechtigung einsetzt und deswegen auch die Idee einer neuen geschlechtslosen Personenbezeichnungs-Endung "-ix" befürwortet.

    Würde ich auch, aber für mich erscheint erstmal die Idee mit "-ix" nicht gut durchdacht. Schon allein, wie wird sie angewendet:
    Sängix, Musikix, Bäckix, Verkäufix?
    Klingt ja ganz schön sperrig!
    Oder doch:
    Sängerix, Musikerix, Bäckerix, Verkäuferix?
    Nein, diese Idee finde ich nicht gut, weil sie eine Feinheit übersieht:
    Die Personenbezeichnungen bleiben männlich, weil neben der weiblichen Form, die durch Anhängen einer Endung "-in" an die männliche Bezeichnung entsteht, somit auch die geschlechtslose aus der männlichen entsteht, nämlich durch einfaches Anhängen einer Endung "-ix" an die männliche Form. Sowohl die weibliche als auch die geschlechtslose Form beziehen sich auf die männliche Form, also bleiben die Personenbezeichnugnen im Grunde männlich.

    Nee, so wird das nix!

    Wenn schon gleichberechtigt, dann muß man es auch gleichberechtigt machen:
    Wenn die weibliche Form durch Anhängen einer Endung entsteht, muß dies auch für die männliche Form gelten und die bisherigen Berufs- und Personenbezeichnungen (Sänger, Musiker, Bäcker, Verkäufer,...) müssen fortan als geschlechtslos angesehen, definiert werden.
    -Was wir also brauchen, ist eine neue, männliche Endung!


    Das wird kniffelig! Ich hab schon öfters darüber geknobelt.
    Besonders, weil sie ja auch zur deutschen Sprache passen sollte:
    Einfach nur "-er" ist in vielen Fällen zu holprig und ist auch wenig kreativ, ziemlich plump.
    "-or" klingt vielleicht zu südländisch, spanisch, z.B. Matador, und die Umkehrung "-ro" erst recht, z.B. Torrero.
    "-ix" ist sowieso gewagt, weil damit vielleicht doch die deutsche Sprache ins Lächerliche gezogen wird, weil die Assoziationen doch eher in Richtung Comics gehen.
    "-ik" klingt vielleicht zu osteuropäisch, ich habe in einem Russischlehrbuch gelesen (die kyrillischen Buchstaben kann ich schon, mehr werd ich wahrscheinlich eh nie lernen), das der Bolschewist (altes Buch) im Russischen der "bolschewik" ist und der Grundbesitzer "poljeschtschik", nicht zu vergessen, dass früher, um den kommunistischen Wahnsinn zu bespötteln, besonders linientreue Sowjetfunktionäre gerne als Apparatschik bezeichnet wurden und ganz bekannt "sputnik", was ja Begleiter heißt.

    Doch bevor man sich allzu sehr darin verliert, welche von den unzählig möglichen Buchstabenkombinationen wohl nicht gehen, kam mir heute Nacht vor dem Einschlafen DIE Idee, ganz neckisch schelmhaft aus verschiedenen abenteuerlcihen Inspirationsquellen eine ganz wunderbar, bildlich deutsch männliche Endung zu konstruieren und zwar "aus der weiblichen heraus"!

    Ich werde jetzt hier also ganz lustig wild rumspinnen (dafür bin ich im Netz ja glaube ich schon bekannt...)


    Du, Daniel, kannst es auch in gewisser Weise als Geburtstagsständchen sehen, wie ich jetzt als Gaukler oder Hofnarr die Erfindung einer männlichen Endung vorführe!


    Mein Ausgangspunkt ist die weibliche Endung "-in" und ein Zeitungsartikel über Balian Buschbaum.

    Mich würde interessieren, wie es überhaupt zu dieser Endung "-in" kam. Ich weiß es aber nicht, deswegen hab ich mir selbst etwas zusammengereimt, warum "-in" eine gute Wahl ist:
    Das i ist ein offener, heller Buchstabe, N eine sehr weicher, zusammen, "-in", klingt es sehr hell und weich, freundlich, strahlend, abgerundet, gar vollendet; wie Frauen nunmal sind, von vollendeter Schönheit. "Sängerin", da kann man schon hören, dass da eine grazile Schönheit auf der Bühne steht und nicht so ein rauher Haudegen.

    Mit dieser Gegenüberstellung gäbe es schon einen Hinweis, wohin es gehen soll:
    Die männliche Endung sollte auch männliche Eigenheiten widerspiegeln. Dazu hilft mir der Zeitungsartikel über Balian Buschbaum.

    Dieser Mensch hatte ein besonderes Schicksal, denn obwohl er sich, seit er denken kann, als Mann fühlt, wußte, dass er ein Mann ist, hatte er einen weiblichen Körper, weil ihm mit der Geburt der falsche Körper gewachsen ist, wie er es im Zeitungsinterview auch angedeutet hatte, ich hab's mir in etwa so gemerkt: Damit aus dem weiblichen Fötus ein mänlicher wird, braucht er drei Chromosomensätze männlicher Homone, bei dreien ist er ein richtiger Mann, bekommt er nur zwei, ist er ein Mann mit sehr femininen Charaktereigenschaften, bekommt er jedoch nur einen Satz, dann wird damit nur das männliche Gehirn ausgebildet, für die Ausbildung des männlichen Körpers ist dann kein Chromosomensatz mehr zur Verfügung, weswegen der Körper weiblich bleibt; so interpretierte er sein Schicksal, warum er ein Mann mit einem weiblichen Körper war. Vor Jahren ließ er sich operativ geschlechtlich angleichen, heute ist er eine stolzer Mann.

    Doch was mich an diesem Zeitungsartikel wahnsinnig verblüffte, war das, was ich nie gedacht hätte, dass er durch sein Schicksal in der absolut einzigartigen Situation war, das Frau- und das Mannsein direkt miteinander vergleichen zu können. Er wurde folgendermaßen zitiert:

    "Durch das Östrogen durfte ich die ersten Jahrzehnte meines Lebens einen Blick in die Gefühlswelt einer Frau werfen, auch wenn ich immer mit einem männlichen Gehirn gedacht habe"

    Durch dieses Bewußtein konnte er zwischen dem Frau- und dem Mannsein vergleichen, was er auch sehr anschaulich machte, wie er zitiert wurde:

    "(Das weibliche) Östrogen ist ein Zweiflerhormon, darum wägen Frauen immer ab und denken so viel nach. (Das mänliche) Testosteron dagegen macht geradlinig, nicht rechts, nicht links gucken, einfach durch und fertig. Und beide Geschlechter haben beide Anteile, aber Frauen eben ein Östrogenüberschuß, Männer einen Testosteronüberschuß."


    Das nutze ich jetzt, um ganz neckisch in Richtung männlicher Endung weiterzuspinnen!
    Denn treffenderweise paßt die Endung "-in" wie geschaffen zu den eben beschriebenen hormonellen Eigenheiten der Frauen, Zweiflerhormon, zweifeln, eine Östrogenendung, z.B.:
    "Ich bin Sängerinnnnnnnnja, nein, ähm, ich glaub doch nicht...!"

    (Mal wieder frech, gell!)

    Aber so kommt man der männlichen Endung näher!
    Wir brauchen also eine Endung, die die hormonellen männlichen Eigenheiten berücksichtigt, also eine Testosteronendung! Z.B. abgeleitet aus dem, was auch Balian Buschbaum über das Wesen des Mannes sagte, nämlich geradlinig:
    "Zack und durch, fertig!"

    Diese Geradlinigkeit wird wohl durch "zack" am besten zusammengefaßt.

    Nun kommt als Überlegung noch hinzu, dass die Endung "-in" deswegen so gut an alle Personenbezeichnungen paßt, weil man eine mit dem Vokal i beginnende Endung fast problemlos, vor allem aber rund und flüssig an alle Personenbezeichnungen anhängen kann, deswegen wäre es wohl gut, wenn auch die männliche Endung mit einem Vokal beginnt.
    -Also nehmen wir vom "zack" erst mal: "-ack".

    Als weiteren Gedanken führe ich an, dass der Mann im Zuge der Gleichberechtigung sich zukünftig mehr zurücknehmen sollte, 2000 oder sogar mehr als 7000 Jahre lang hat er mit seinem maskulinen Gehabe die Welt versaut, jetzt wäre es dringend an der Zeit, mal wieder ein ganzes Stück zurückzurudern und mehr Miteinander mit Frauen zu pflegen. Deshalb soll er aber nicht gleich seine männlichen Eigenheiten komplett über Bord werfen, sondern einfach ein bißchen runterfahren und zurückschrauben, ganz explizit: etwas weicher werden!

    Das geschiet sprachlich, wenn man anstelle des K den weichen k-Laut, das G hernimmt, das CK zu einem einfachen G umwandelt, also: "-ag".

    "Zagg, zagg, auf geht's"
    Klingt immer noch männlich, aber schon besser, weicher!

    Fehlt noch, dass sich der Mann im Zuge der Gleichberechtigung nicht nur zurücknimmt, sondern auch sich der Frau mehr öffnet, sich ihr annähert. Das geht auch mit Buchstaben, indem man das A zum i hin öffnet und daraus ein E macht; wäre dann also: "-eg"

    "Zegg, zegg, auf geht's, Gleichberechtigung!"
    Schon geschehen! Die neue Endung für männliche Berufs- und Personenbeschreibungen lautet:

    "-eg"


    Wenn man sie gleich am Astronauten oder Kosmonauten ausprobiert, hört man sofort, wie überzeugend männlich sie geworden ist:
    Astronauteg, Kosmonauteg.
    Daß Raumfahrt viel mit Technik zu tun hat und Männer sich am liebsten mit Technik beschäftigen, kann man sogar aus dieser neuen, männlichen Berufsbezeichnung heraushören:
    Astronauteg, Kosmonauteg,
    klingt fast wie, Astronaut-Teck, Kosmonaut-Teck, und das beschreibt ja die Technikbegeisterung der Männer sogar im Wort, wenn man es gedanklich noch ausfüllt mit Astronaut-Teck-nik, Kosmonaut-Teck-nik.

    Da haben's wir! Geschafft! Trotz Gleichberechtigung können Männer Männer bleiben!
    Das geht, gerade bei den Berufen auf "-er", auch ohne Bezug zur Technik, wenn man sich an den Begriff "der Recke" erinnert, man muß sich ja nicht an der kriegerischen Bedeutung festhalten, es genügt, es mit Rittern in Verbindung zu bringen, was dann sehr männlich ist:
    Bäckereg, Metzgereg, Musikereg,
    das klingt ganz maskulin nach
    Bäcker-Reck(e), Metzger-Reck(e), Musiker-Reck(e).
    Beim letzen Beispiel ist es sogar recht trefflich mit einem romantischen Anklang:
    der Musiker-Reck(e) als der Musikritter, musikalischer Ritter (schmelz! gell?)
    (Ja, so kinderkrieglich ist die neue Maskulinendung!)
    Da zeigt sich, das diese neue Endung vielleicht eine echte Bereicherung der deutschen Sprache sein könnte, nicht nur, dass es das Selbstbewußtsein der Männer positiv beeinflussen könnte, sondern auch, dass für Frauen die Männer in ihren Berufen vielleicht noch reizvoller erscheinen, weil ja nun mit der Berufsbezeichnung die hinreißend anziehend männliche Wesensart, seine -ganz kinderkriegliche- geradlinige Rauheit betont wird.

    Das ist doch was!


    Und paßt auch wunderbar zu anderen Berufen:

    Busfahrer: Busfahrerin, Busfahrereg
    Lokführer: Lokführerin, Lokführereg
    Lehrer: Lehrerin, Lehrereg
    Verkäufer: Verkäuferin, Verkäufereg
    Schneider: Schneiderin, Schneidereg
    Schuster: Schusterin, Schustereg
    Schreiner: Schreinerin, Schreinereg
    Kanzler: Kanzlerin, Kanzlereg
    Minister: Ministerin, Ministereg

    Das geht auch mit Berufen, die nicht auf "-er" enden:
    Jurist: Juristin, Juristeg
    Diplomat: Diplomatin, Diplomateg
    Olympionik: Olympionikin, Olympionikeg
    Komponist: Komponistin, Komponisteg
    Gitarrist: Gitarristin, Gitarristeg
    Astronom: Astronomin, Astronomeg
    Fotograf: Fotografin, Fotografeg

    Gleichberechtigt würde dann für die männliche Berufsbezeichnung auch die Umlautung gelten:
    Arzt: Ärztin, Ärzteg
    Anwalt: Anwältin, Anwälteg
    Graf: Gräfin, Gräfeg
    Landrat: Landrätin, Landräteg

    Ebenso die Verschiebung der Betonung:
    DirEktor: DirektOrin, DirektOreg
    ModerAtor: ModeratOrin, ModeratOreg

    Eine kleine Ausnahme bilden die Begrifffe auf "-e", weil da ein E wegfällt, aber das entspricht ja letztlich der weiblichen Form:
    Biologe: Biologin, Biologeg
    Ornithologe: Ornithologin, Ornithologeg
    Pate: Patin, Pateg

    Nicht zu vergessen die Pluralformen, die wie die weiblichen gebildet werden können mit Verdoppelung und Pluralendung "-en":
    Tänzer: Tänzerinnen, Tänzereggen
    usw.


    Man kann beliebig weitermachen:
    Reiter: Reiterin, Reitereg
    Schwimmer: Schwimmerin, Schwimmereg
    Bogenschütze: Bogenschützin, Bogenschützeg
    Sänger: Sängerin, Sängereg
    ...


    Na, Daniel, Du Glasperlenspielsängereg, was hälst Du von dieser Idee?

    Ich hoffe, dass ich Dich mit diesem "Geburtstagsständchen" heute wenigstens ein bißchen amüsieren konnte!

    Wenn Dir die Idee aber gefällt, dann nimm sie doch und trag sie in die Welt hinaus, denn "Wir woll'n was verändern..." und auf Dich hört man jetzt eher als auf mich, schließlich bist Du im Gegensatz zu mir jetzt eine erfolgreiche, immer berühmtere Persönlichkeit, in den deutschen Top100 bisher zweimal auf Platz drei und zweimal auf Platz zwei (welches ist denn jetzt die "offizielle", mittlerweile geistern da ja fünf Wertungen rum?) und hier hinten im Süden in der "Schlager der Woche" sogar zwei Wochen auf Platz eins! Und das fast direkt zu Deinem Geburtstag!
    Das ist doch ein Geburtstagsgeschenk!
    Dazu gratuliere ich Dir und ich wünsch Dir alles Gute zum Geburtstag, feiere noch schön!

    Dein

    Traumwaldschrat

    (#71)



    [Wenn hier in meinen Beitrag (im unangemeldeten Zustand) eine Werbung erscheint, dann habe ich damit nichts zu tun, sie gibt keinesfalls meine eigene Meinung wider, was ich als beachtenswert erachte]
    Geändert von Traumwaldschrat (08.11.2015 um 20:27 Uhr)

  7. Nach oben   #40

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    Was haben Glasperlenspiel, was Adele (vielleicht) nicht hat...!

    Hmmm?
    Soso!
    Adele ist schon seit drei Wochen "Schlager der Woche" / vier Wochen Deutsche Top100 auf Platz eins.
    Gutes Lied?
    Doch, schon, kann man nichts sagen!
    In den "Schlager der Woche" kurioserweise ja mit einer Woche Verspätung (oder die Deutschen Top100 eine Woche verfrüht?), ich konnte in den Deutschen Top100 lesend schon erahnen, welches Lied jene nächste Woche, den 6.11. von Null auf Eins einsteigen würde.
    Tatsächlich!
    Der Hitparadenmoderator kommentierte dies damit, dass Adele weltweit auch in acht, zehn, zwölf anderen Nationen auf Platz eins eingestiegen sei.

    Meine erste Reaktion darauf war: Das glaub ich nicht!
    So ein grandioser Erfolg, weil es ein gutes Lied ist? Nein, das glaub ich in diesem Fall nicht, tut mir leid! Das hinterläßt für mich einen zu künstlichen Eindruck.

    Zu dieser Künstlichkeit trägt auch die Tatsache bei, dass in den Deutschen Top100 der Platz zwei vermutlich durchschnittlich 80 - 95% des Platzes eins ausmacht (die relativen Verkaufszahlen zueinander), mit dem Einstieg Adeles aber plötzlich auf 34% abrutschte.

    Tut mir leid, das sieht für mich nicht nach Erfolg aus, sondern nach einer ausgeklügelten, bis ins Kleinste durchgeplanten Marketingstrategie. Eben das, was ich anfang Juli meinte, eine solch brachial-penetrante Werbemaschinerie in Gang gesetzt, bis auch der letzte Trollo und Dödel im hintersten Bayerischen Wald und der entlegensten brandenburgischen Heide, oder australischem Busch, neuseeländischem Fjord, kanadischen Wäldern, endlich gefressen hat, dass er unbedingt Adele haben muß, sonst... sonst... sonst... fällt er tot um!

    Ich hab nicht generell etwas gegen Werbung, für so manche deutschsprachigen, oder nicht-englisch-singenden europäischen, Künstlerinnen/eggen wäre mehr, bessere, gezieltere Werbung bestimmt hilfreich, aber das, was mit Adele jetzt passiert, -sofern es so den Tatsachen entspricht-, geht entschieden zu weit, das hat mit Musik nichts mehr zu tun, das ist nur noch ein berechnendes, wirtschaftliches, auf Erfolg getrimmtes Kalkül.


    Die Tageszeitung schien mir meine negative Einstellung zu Adeles Erfolg noch zu bestätigen. Zwar wurden handfeste Tatsachen zu Adeles erfolgreicher Karriere genannt, dennoch bliebt ein bißchen der Eindruck, als würde nicht über eine Star geschrieben, sondern versucht, eine Star zu erzeugen. In diesem Sinne fand ich den Artikel dann auch ein wenig entlarvend: Adele wurde musikalisch mit acht weiteren Künstlerinnen verglichen. Ich weiß nicht, ob das übertrieben streng ist, aber wenn man eine Musikerin mit etlichen anderen vergleicht, scheint ihre beachtenswerte Besonderheit doch recht weit hergeholt zu sein, ich hatte gedacht, dass ein richtiger Star eigentlich für sich selbst steht...

    Was mich an diesem Artikel schmerzte, war die mögliche Einsicht, dass Künstlerin nicht gleich Künstlerin ist, offenbar werden manche Künstlerinnen deutlich bevorzugt behandelt, und somit auch beworben. Das beschreibt so bedrückend deutlich eine Schieflage, mit der ich meine, dass Glasperlenspiel bisher kämpfen mußten.
    -Adeles Musik wird beschrieben als schonungslos ehrlich, echt, unverfälscht. Gleiches läßt sich doch auch zu Glasperlenspiel sagen?
    Das jetzige ist Adeles drittes Album, "Tag X" ist auch das dritte Album.
    Ganz kurzsichtig könnte man daraus schließen, dass bei so viel Gleichheit auch der Erfolg irgendwie recht ähnlich sein müßte.
    Aber das ist es halt nicht, während Adele ihre erste Single daraus förmlich aus der Hand gerissen wird, dümpelte "Paris" drei klägliche Wochen auf den untersten Rängen der Deutschen Top100 rum, -zumal es ja nicht mal als CD zu kaufen war. Mit dem Album wird es wohl vergleichbar verlaufen: Im Gegensatz zu Glasperlenspiel wird das Album bestimmt die nächsten Wochen auf Platz eins festkleben.

    Das ist eben die Schieflage, die ich so zermürbend finde:
    Warum werden internationale Künsterlinnen/eggen so bevorzugt behandelt, beworben, sogar so massiv bevorzugt, dass die Verkaufszahlen nationaler Künstlerinnen/eggen denen gegenüber fast bedeutungslos erscheinen?
    Anders herum könnte man fragen, warum die nationalen (also bei uns deutschen) Musikfans so ungebremst hauptsächlich auf die internationalen Künstlerinnen/eggen anspringen. Sind die wirklich um so Vieles besser? Oder liegt es nur daran, dass die internationale Musikbranche eben so penetrant ist, ihre Künstlerninnen/eggen zu bewerben, sodass die einheimischen Musikfans so betüddelt sind, dass sie gar nicht mehr wahrnehmen können, dass es auch noch deutschsprachige (nationale) Künstlerinnen/eggen gibt?


    Teilweise scheint es mir sogar, als wären manche deutschsprachigen Künstlerinnen/eggen eigentlich sogar besser als manche internationalen, trotzdem sind sie weniger erfolgreich. Weil alle so betüddelt sind...
    Zum Beispiel: Glasperlenspiel!
    Vielleicht ist Adele ihnen erstaunlich ähnlich.
    Sowohl Adele als auch Glasperlenspiel wollen aufrichtige, ehrliche, echte, unverfälschte Popmusik machen. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber vielleicht gibt es einen kleinen Unterschied, warum Glasperlenspiel doch besser als Adele sind: Adeles Musik läßt sich mir mindestens acht Künstlerinnen vergleichen. Und Glasperlenspiels Musik? Kann man deren Musik mit anderen vergleichen?
    -Kann ich nur schlecht beurteilen! Zwar habe ich bereits Glasperlenspiel mit zwei anderen Bands verglichen, wenn ich mir aber alle drei Alben auf einmal blitzhaft in Gedanken revuepassieren laß, kommt es mir schon so vor, als wäre Glasperlenspielmusik von einem ganz besonderen, eigenen Klang. Jugendliche drücken es wohl am schmissigsten aus: ein ganz spezieller Glasperlenspielsound!

    Trifft das vielleicht zu:
    Im Gegensatz zu Adele machen Glasperlenspiel nicht nur aufrichtige, ehrliche, echte, unverfälschte Musik, sondern obendrein ganz EIGENE, unvergleichliche, unverwechselbare Musik!

    Das wäre noch ein Grund, den ich mir bisher noch gar nicht bewußt gemacht hatte, warum Glasperlenspiel etwas besonderes sind.
    Schmelz!
    Mein Glasperlenspiel!

    Tja, warum sind sie dann weniger erfolgreich?

    Wenn man es ganz platt betrachtete, bräuchten die deutschen Musikfans eigentlich keine Adele, denn genau die gleiche Musikmotivation und sogar etwas mehr bekommen sie von Glasperlenspiel, zudem dass man keine Übersetzungen braucht. Dennoch haben es Glasperlenspiel bislang nur wenig geschafft, die deutschen Musikfans für sich zu gewinnen.
    Hmm?
    Da komm ich als Traumwaldschrat gleich wieder ins Träumen:
    Was wäre das für eine Schau geworden, wenn Adele in etlichen Nationen auf Platz eins stehen würde, nur in Deutschland nicht, weil da Glasperlenspiel auf Platz eins stehen.


    Aber mittlerweile sind Glasperlenspiel ja auch erfolgreich!
    "Geiles Leben" ist bestens platziert, und das Album "Tag X" hat sich auch gerappelt. Zwar nur zwischen Platz 50 und 20, wenn man aber bedenkt, dass es geschlagene zehn Wochen in den Deutschen Top100 Albencharts überhaupt nicht erschien, ist das schon bemerkenswert. Irgendwas hat sich verändert. Natürlich: die "Bundesländermusikschau", hat wohl viel ausgemacht, der Auftritt war anscheinend sehr wichtig für sie, kam vielleicht grad im rechten Moment, aber das ist eventuell doch noch nicht alles, was sich verändert hat, denn die ist mittlerweile auch schon wieder elf Wochen her und trotzdem sind sie weiterhin mit dem Album so gut platziert. Glasperlenspiel konnten anscheinend doch noch mehr Musikfans für sich gewinnen!

    Und dies bestimmt ohne die Hilfe einer brachial-penetranten Werbemaschinerie, sondern: das haben sie sich selbst erarbeitet!
    Vielleicht hätte es da eine Berechtigung zu sagen, dass sie damit eigentlich einen größeren Erfolg verbuchen können als Adele!

    Eigentlich neige ich dazu, Adele zu bemitleiden, dass sie sich zu so einem Vorgehen mit einer ÜBERMÄSSIGEN Werbung hat verführen lassen. Da hat sie zu wenig auf ihre Fähigkeiten vertraut. Deswegen wäre ich sehr neugierig, wie sie ohne die Werbemaschinerie platziert gewesen wäre. Das wär wirklich interessant gewesen. Und eine gute Platzierung hätte ich ihr wirklich gegönnt, dann auch vor Glasperlenspiel.
    -So aber verleitet mich es zu der Sichtweise: Wenn man die Werbemaschinerie aus Adeles Erfolg herausdividiert, wären vielleicht Glasperlenspiel zur Zeit die Allerbesten. Oder anders: Unterhalb des werbemaschineriegenerierten Erfolges sind sie am besten platziert, vor allen anderen, schon seit drei Wochen; Glasperlenspiel sind tatsächlich die besten!

    Schmelz!


    Traumwaldschrat


    (#72)



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  8. Nach oben   #41

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    Noch ein paar nachdenkliche Gedanken

    Mensch! Ich staune! was für ein Erfolg!
    Schon seit Wochen auf den Treppchenplätzen, in der "Schlager der Woche" sogar zwei Wochen auf Platz eins!

    Ich bin ja davon ausgegangen, dass die Benefiz-Single "Nur ein Lied" ähnlich erfolgreich einsteigt wie "Schrei nach Liebe" (wenn ich mich richtig erinnere); war aber nicht so: Platz drei (Platz 34). Noch nicht bekannt genug? Ach, nicht so schlimm!
    Auf jeden Fall wird das Lied gehört, womit Alex Diehl die Möglichkeit hat, in die Welt hinauszusingen, was wichtig ist; das zählt!

    Für mich selbst eine schöne, melodiöse Abwechslung zu "staubtrockenem" Kabarett, denn mein Favorit an gesellschaftlicher und vor allem politischer Kritik ist und bleibt das Kabarett, allen voran "Die Anstalt" im ZDF! Diese Woche wieder von brillantem Witz und verblüffendem Wortspiel, aber auch letzten Monat, gerade ein paar Tage nach den tragischen Ereignissen in Paris, überwältigend gut! Die Sendung wurde eingeleitet von (Puschel-TV-)Alfons, was ja schon bestechend gut arrangiert ist, da er ja Franzose ist, der einen wunderbaren Leserbrief aus der New York Times vortrug. Daraufhin traten Max Uthoff und Claus von Wagner an ihn heran mit der Sorge, unsicher zu sein, ob sie diese Sendung wirklich machen sollten, nachdem was in Paris geschehen war. Und Alfons mit seinem unnachahmlichen französischen Akzent meinte:
    "Natürlich! Natürlich macht ihr die Sendung! Natürlich macht ihr weiter! Wir machen alle weiter! Denn wenn wir aufhören zu lachen, dann haben die doch gewonnen!"
    Brillant!
    Dem kann man nichts hinzufügen!

    Oder doch! Dies vielleicht:
    Denn für einen kleinen, aber intensiven Moment dachte ich an diejenigen Freundinnen, Freunde, Ehefrauen und -männer, Eltern, Großeltern, Verwandten, Freunde,..., die an diesem Tag einen kostbaren, wichtigen und unersetzlichen Teil ihres Lebens verloren haben und nun vor einer großen, schmerzenden Leere stehen.
    -Ich glaube, diejenigen können nicht mehr lachen! Zumindest lange Zeit nicht mehr!

    Vielleicht meinte das dieser zitierte Leserbrief, aber ich möchte es noch deutlicher formulieren:
    Wir dürfen nicht nur nicht mit dem Lachen aufhören, sondern wir müssen obendrein noch zusätzlich für diejenigen MITLACHEN, die einfach nicht mehr lachen können. Das könnte auch so gehen, dass wir sie so lange mit Lebensfreude umarmen, bis sie den Schmerz überwinden konnten und wieder lachen können!



    --------------



    Glasperlenspiel sind jetzt sehr erfolgreich!

    Ich finde das nach wie vor erstaunlich: Im Sommer noch unter "ferner liefen" versandet und nun so ein Erfolg, eine Single mit Bestplatzierungen und das Album über Wochen auch nicht schlecht platziert. Das freut mich natürlich, trotzdem finde ich es verwunderlich, was sich da innerhalb weniger Monate verändert hat.

    Da ich mich aber als Waltschrat sehe, denke ich schon wieder bereits einen Schritt weiter und möchte ganz vorsichtig, aber dennoch unnachgiebig bestimmt, ja waldschratstreng anmahnen, sich auf diesen Lorbeeren nicht allzu gemütlich auszuruhen. Nein, vielmehr fände ich es sehr wichtig zu versuchen, gleich an diesen Erfolg anzuknüpfen, was für mich nicht weniger bedeutet als: noch mindestens zwei CD-Single-Veröffentlichungen aus den Album "Tag X". Nicht gleichzeitig, aber jetzt dann eine und noch eine vielleicht zum Tourende hin; mindestens!

    Das wäre nämlich insoferne wichtig wegen denjenigen, die sich nur selten oder kaum Alben kaufen, so wie ich es von mir kenne, es gab etliche Bands und Musikerinnen/eggen, von denen mir manchmal sogar fast alle je veröffentlichten Singles gefielen, dennoch habe ich nie ein Album von denen gekauft, weil sooo sehr haben sie mich dann doch nicht interessiert.

    Um es mal betriebswirtschaftlich auszudrücken: Für meine Vorstellung wäre das noch ein Markt, den sie sich noch besser erschließen müßten (sofern dieser "seltsame" Plattenvertrag dies zuläßt). Man könnte es auch so ausdrücken: Durch die CD-Single-Veröffentlichungen noch mehr mögliche Glasperlenspielfans zu erreichen, nämlich die, die sich trotzdem keine Alben kaufen.

    Und es gäbe noch einen weiteren Grund, warum CD-Single-Veröffentlichungen wichtig wären, was ich aber mit einem Bild umschreiben müßte:
    Einzelne Lieder aus der "Gefangenschaft" des Albums zu "befreien", denn nur als CD-Single werden sie auch von den Radiostationen gespielt und insofern "befreit", als dass sie durch die Rundfunkwellen übers Land gestreut werden und so von jedem mit einem Empfangsgerät auch ohne Album gehört werden können; -und so einen durch den Alltag begleiten können!


    Außerdem könnte man noch anführen, Adele Paroli zu bieten; denn so "heulerisch", um es mal so negativ zu beschreiben, oder positiv, so melodramatisch wie Adele können Glasperlenspiel auch! Zwei dementsprechende Lieder gibt es auf dem Album, vielleicht nicht so bombastisch, dafür aber mitreißend!



    Diese Idee, Adele Paroli zu bieten, verleitet mich Traumwaldschrat wieder zu Träumereien:
    Solche "heulerischen" Lieder, solche bombastisch melodramatischen Lieder, wo der Seelenschmerz förmlich hinausgeschrien wird oder ein (nicht vorhandener) Gegenüber angeschrien, da kann man echt nichts sagen, so etwas kommt einfach enorm gut!
    Gab es ja schon öfters!
    Mir fällt zum Beispiel Sinead O'Connors "Nothing compares to you" ein, die ihre zerbrochene Liebe anschreit, oder ein paar Jahre später dieses "Stay with me" (fantastisches Lied!), eines der wenigen Musikvideos, die ich kenne, in dem die Sängerin mit einer bösen Hexe um die Seele ihres bewußtlosen Freundes kämpft ("...and when you sleep at night, they won't here your cry in your own world..."), die eben ihren bewußtlos kranken(?) Freund anschreit, nicht von ihr zu gehen, oder aktuell Adele, die ihre alte Liebe um Vergebung anschreit (oder?)

    Da kam mir folgende Idee:
    Das Leben ist ja unglaublich schön, kostbar, prachtvoll! Aber es ist eben auch sehr grausam, schon allein, weil es die Natur so bedingt, dass Lebewesen nur überleben können, wenn sie sich gegenseitig auffressen, aber auch, weil es doch irgendwie grausam ist, wenn junge Menschen so sehnsüchtig gerne das erste Mal erleben wollen würden, aber, bestimmt nicht wenige, doch so sehr Angst oder irgendwie Ekel davor haben, oder weil es so grausam ist, wenn die hoffnungsvolle Zuneigung enttäuscht wird, oder eben ganz besonders grausam, wenn man seine Liebe verliert, oder oder...

    Aber diese Grausamkeiten sind halt kosmisch naturbedingt, es geht nicht anders, man kann nichts dagegen machen, sie gehören unweigerlich zum Leben dazu.
    -Man könnte doch mal als Lied bombastisch und laut schreiend beweinen, beklagen, dass dieses kostbar schöne Leben so entsetzlich grausam ist, und diese Klage vielleicht auch im Sinne der unsinnigen Frage, warum muß das so sein, das ist so gemein!
    -Man könnte doch mal deswegen den Kosmos anschreien! Bringt zwar nix, aber vielleicht wäre es ein irre tolles Lied!

    Oja, ja! Die Musik des Weltalls... fällt mir da wieder ein:
    Wenn Carolin mal den Kosmos anschreien würde...

    Träum!


    Traumwaldschrat

    (#73)


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  9. Nach oben   #42

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    Krieg der Sterne / Silvesterauftritt

    Ach, herrje!
    Schon wieder Querelen, weil manche erst im Dezember bemerkt haben, dass Carolin eine recht schmächtig gewachsene Person ist.

    Warum gab es eigentlich eine solche Aufregung um ihren Gesundheitszustand nicht zu ihrem MorgenMagazin-Auftritt im August oder September?
    Ein kleines Detail, das mir mehr Sorgen bereitete als ihr (zu) eng geschnalltes Gürtelband: Während Daniel nur einen Ohrstöpsel hatte, weswegen ich es mir zusammenreimte, dass dies eine Art Monitorlautsprecher im Ohr ist anstatt der herkömmlichen, trapezquaderförmigen an der Bühnenkante, hatte Carolin zwei Ohrenstöpsel, die aber auch anders aussahen.
    Hat sie schon ein Problem mit den Ohren?
    Schlimm, wenn's so wär!

    Schön, dass sie im Tagebuch so viel Rückendeckung bekam, und...
    Moment, halt!
    Was las ich da?!
    "Ich durfte schon öfters mit ihr sprechen"...?
    He, was?
    Mit Carolin kann man auch ÖFTERS sprechen?
    Ja, Hilfe!
    Ich wär ja schon froh, ÜBERHAUPT MAL mit ihr zu reden, schon allein...
    tja!...
    schon allein, weil ich doch sehr neugierig wäre, was sie und Daniel eigentlich zu all dem, was ich hier schreibe, sagen. Ich meine, ich schreibe ja quasi in ihrem Namen, oder zumindest beziehe ich mich bei meinen Gedanken auf sie und ihre Musik, aber ich würde doch endlich gerne mal wissen, ob das eigentlich überhaupt in ihrem Sinne ist, was ich alles an Gedanken mit ihnen in Verbindung bringe. Zwar hätte ich Indizien, dass sie sehr angetan sind, ebenso könnte ich aber befürchten, dass ich es bei ihnen schon verscherzt habe. Oder irgendwie sowohl als auch, -aber ich täte es irgendwann halt gerne mal wissen wollen...
    ...tja...?


    Außerdem sah ich im Tagebuch, dass sie das Glück hatten, bei der Krieg-der-Sterne-Premiere gewesen sein zu können.
    Boa, da bin ich aber schon neidisch!
    Was hat jemand als den treffensten aller Kommentare dazu im Tagebuch geschrieben:
    Züüüüsch!
    Hihihihi, stark!
    Dem kann ich mich nur anschließen: ebenso züüsch!

    Ist das eigentlich der Fangruß untereinander?
    Ich glaub, die Trekkies haben doch irgendeine eigene Grußformel, Krieg-der-Sterne-Fans könnten sich doch mit: "Züsch!" grüßen!

    Ja, ich bin vor lauter Weltraummärchen auch schon ganz dappig! Obwohl ich ja recht ratlos bin, was ich von dem Film halten soll. War der jetzt gut oder schlecht oder wo und wie dazwischen?
    Tja?
    Aber halt die ganze Magie drumrum, weil es halt einfach nicht nur ein Film ist, sondern viel viel mehr, -Zum Beispiel diese faszinierende Technikgigantonomie!- Im Internet fand ich ein paar Sachen, dass man sich ja auch viele eigene Gedanken dazu machen kann, was bei meiner blühenden Fantasie natürlich sofort einschlug! Deswegen habe ich eigentlich das Glück, gar nicht so neugierig auf Episode 8 zu sein, auf die man ja noch sooo lange warten muß, da ich schon längst eigene Ideen habe, worum es in den beiden letzten Filmen gehen könnte. Weil ich aber wohl davon ausgehen kann, mit meinen Spekulationen ganz gut daneben zu liegen, ich aber von diesen so begeistert bin..., können sie mich doch nur noch enttäuschen...? -Ja, ich hab mir da so ein Detail überlegt, dass ich wahnsinnig faszinierend fände, wenn es das wäre, aber... naja, die Filmszenen passen glaub ich doch nicht dazu...
    Aber, ich denke, ich bin nicht der einzige, der davon ausgeht, dass wohl Rey diese vollendete Überjedi, weder-Sith-noch-Jedi wird, die laut der Prophezeiung aus Episode 1+2 das Gleichgewicht der Macht wieder herstellen soll.
    Oh, wenn ich mir das vorstelle: Rey wird das mächtigste Wesen des Universums! SCHMELZ!
    (Aua! Nein, nicht!...aua!...Carolin...aua!...aufhören!...aua!)
    Ich las, dass die Schauspielerin sich während der Dreharbeiten recht musikalisch gab, deshalb dachte ich mir, ob sie unter Umständen eine hübsche, musikalische Cousine Carolins hätte werden können...


    (Ich glaub, ich bleib dabei, das ist ein blöder Plattenvertrag:
    Weit und breit keine neue Singleauskopplung, obwohl ich es so wichtig fänd. Auch aus einem weiteren Grund. Zumindest die Radiosender im Internetcafe orgeln "Geiles Leben" rauf und runter: Nichts, dass die zur Abwechslung vielleicht auch mal "Echt", "Ich bin ich" oder "Nie vergessen" spielen würden, nee, immer nur die Nummer-2-Single (MediaControl, laut Tagebuch bei iTunes auf Platz 1, vier Plätze vor Adele!). Da könnte doch eine neue Singleveröffentlichung für Abwechslung sorgen.)


    An Silvester hatte ich tatsächlich Glasperlenspiel im Fernsehen nicht verpaßt!
    Und war begeistert!
    Denn, man könnte es so sagen, Carolin hat den Auftritt nicht verpatzt!
    An Silvester im Fernsehen zu spielen, das ist natürlich was ganz besonderes, das möchte man feiern! Was Carolin auch versuchte, ihre Strophe vor Begeisterung hinauszuschreien. Die Tonlage gibt dies aber nicht her, über dieses Problem hatte ich ja schon geschrieben. Carolin hat aber sofort und perfekt darauf reagiert: Nach diesem drohenden Unheil in der fünften Verszeile hat sie sofort zurückgeschaltet und die sechste Verszeile "beruhigt" gesungen. Und dann wenigstens ein Begeisterungs-Kiekser am Anfang der siebten Verszeile, aber dann sofort wieder die Tonlage getroffen!
    Klasse!
    Schmelz!

    Und ich hatte zu diesem Auftritt schon wieder 'ne Idee! Obwohl ich überhaupt nicht zu Glasperlenspiel gehöre...! (tja, sag ich doch, irgendwie sollt ma doch mal miteinander reden...). Am Brandenburger Tor hatte es ja geregnet. Einige Bands, sah man, durften zwei Lieder spielen, weswegen ich gespannt war, ob Glasperlenspiel auch zwei Lieder spielen würden und vor allem welches. Wo mich dann das Wetter drauf brachte, dass ich mir ein Lied wünschen würde, das so perfekt zu diesem besonderen Auftritt gepaßt hätte: "Tanzen im Regen". Das wäre doch das perfekteste Lied des Abends gewesen, oder!

    Und mir kam die Idee, warum sie nicht, oder ob sie, dieses Lied in ihr Festivalkonzertrepertoire aufnehmen, aber nur dann spielen, wenn es auf irgendeinem Festival tatsächlich regnet. Das wär doch die Schau, wenn Glasperlenspiel (als einzige Band?) ein Schlecht-Wetter-Bonus-Lied hätten, mit dem sie ihren Fans etwas ganz passend besonderes bieten könnten:
    "Was stört uns der regen, wir feiern trotzdem und haben sogar das passende Lied dabei"
    (Das wär doch was, wenn dadurch Glasperlenspiel die erste Band wären, wo sich die Fans einen verregneten Festivaltag wünschen würden...hihihi)


    Traumwaldschrat

    (#74)



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  10. Nach oben   #43

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    Science-fiction und Kosmos

    [Ja, sagamol, wer schiebt'n "mein" Glasperlenspielthema in der Themenliste so weit nach unten? -Sind Glasperlenspielfans doch noch in der Unterzahl?]


    AKTUELLE MUSIK

    Daisy Ridley wird also doch kein Cousinchen Glasperlenspiels, bei all ihrer Musikbegabung wurde sie nun doch Schauspielerin. Es wäre sowieso fraglich gewesen, ob ich je auf sie aufmerksam geworden wäre, wenn sie mit John Boyega in der Wüste hauptsächlich gerappt hatte. Ich glaube, mit Hiphop hab ich es nicht mehr so. Früher fand ich das toll, aber das hat sich stark gelegt, vielleicht auch deswegen, weil die Sprache viel zu selten rhythmisch eingesetzt wird, sondern meist in viel zu geradlinigem Versmaß, anstatt den Sprechrhythmus zu synkopieren, gegen den Rhythmus zu sprechen; so wie einst die Fantastischen Vier: "...denn ich sabbel und babbel (wie im geilen Sprechgesang)".

    Mein Interesse liegt nunmal bei Synthiepop (oder Pop). Da gibt es zur Zeit ja wieder einiges:

    ->Justin Bieber: "Sorry". Doch Cousin? Ganz schön elektronisch verspielt!

    ->Matt Simons: "Catch & Release (Deepend Mix)". Mal wieder ein etwas unabgerundetes Lied, aber klingt toll!

    ->Zara Larson & Mnek: "Never forget you". Das Lied hat was!

    ->Zara Larson: "Lush life". Das gefiel mir schon gut!

    ->Alan Walker: "Faded". Auch ein bißchen unabgerundet, aber gut! Mal wieder etwas Fantasy, ganz entfernt Gruftie im Radio.

    ->Coldplay: "Adventure of a lifetime". Einfach schön!

    ->X-Ambassadors: "Renegades". Echt gut! Vor allem zum Schluß mit der Geige, da läuft das Lied so schön davon!

    ->Mike Posner: "I took a pill in Ibiza". Ich muß es mir noch ein paar Mal anhören, ich glaube, auch sehr unabgerundet, aber die quäkende Melodie! Stark!

    ->Gestört aber geil f. Sebastian Hämer: "Ich & Du". Nach zehn Jahren doch noch mal Sebastian Hämer? Ich dachte, der war 'ne Eintagsfliege (One-hit-wonder)? Auf ihn wurde ich damals aufmerksam, weil es eines der ganz wenigen deutschsprachigen Synthiepoplieder war: "Sommer uns'res Lebens". Spitze, dieses Lied!

    ->Jonas Blues f. Dakota: "Fast car". Coverversionen von Liedern, die ich kenne, finde ich meistens schlimm. Es gibt aber auch (manchmal sogar herausragende) Ausnahmen, zum Beispiel: "Fast car". Find ich gut gemacht! Die Coverversion von Glasperlenspiels "Nie vergessen" dagegen konnte bei mir gar nicht punkten.

    ->Twenty one pilots: "Stressed out". Doch mal wieder Hiphop? Das Lied gefällt mir! Zufällig sah ich das Video: witzig und faszinierend! Mit Dreirädern kommen sie angecruised, totaal cool, hihi! Aber bemerkenswert finde ich den Schlagzeuger, wie er schlagzeugspielend auf seinem Hocker rumhüpft. Diese Szene hat Magie: Nicht nur Musik machen, sondern selbst Musik werden! Eine faszinierende Idee! Und die elektronisch pfeifende Melodie finde ich verblüffend: Klingt wie ein Gespensterfilm!

    ->Phillip Dittberner: "Das ist den Leben". Guut! Depripop auf deutsch mit tollen wehleidig ziehenden Klängen! In den "Schlager den Woche" war dieses Lied genau die zwei Wochen platziert, die ich mit Hitparadehören aussetzte! Toll...! -Find ich schade, dass es nicht mehr Erfolg hatte.
    [Ich bin mal gespannt, wie lange der Bayerische Rundfunk damit durchkommt, die legendäre Bayern3-Hitparade nicht mehr "Schlager der Woche" zu nennen...
    Irgendwie scheint es sich der Bayerische Rundfunk mit Fleiß mit seinen Hörern verscherzen zu wollen: Er stößt die Klassikliebhaber vor den Kopf, weil B4-Klassik zukünftig nicht mehr über UKW zu empfangen ist, er verprellt Liebhaber der Umtata-Musik, weil die jetzt nicht mehr auf Bayern1 gespielt wird, der Verkehrsfunk heißt jetzt so neunmalgscheit "Update", genauso wie's Wetter (So'n Quatsch!) und die legendäre(!) Hitparade heißt jetzt nicht mehr "Schlager der Woche"!
    (Do-och!)
    {Und ich bin mir nicht sicher, ob ich die Umstrukturierung der "Schlager der Woche" wirklich in Ordnung finde}.]

    ->Dua Lipa: "Be the one". Super! -Nur könnte ich an diesem Lied im Sinne eines meiner Beiträge im Herbst "rumnörgeln": Wenn sie schon Albanischer Abstammung ist, könnte sie doch (sofern sie es kann) auf albanisch singen. Das wär doch mal interessant!

    ->Era Istrefi: "Bonbon". Grad red ich davon! Leider war die Anmoderation diesbezüglich nicht aufschlußreich und ich konnte es nicht heraushören, ob es wirklich NICHT auf englisch war. Das wäre interessant, wenn es auf serbisch oder albanisch ist, weil das Lied gar nicht schlecht ist, auch Elektropop!

    ->Nena: "Genau jetzt". Hoihoi? Was passiert denn da? Das klingt ja richtig gut! Zwar finde ich den Text etwas lasch, aber die Musik macht einen sehr guten Eindruck, das ist ja schon Synthiepop! Bei Nena erstaunt mich das, denn sie machte ja ursprünglich Neue Deutsche Welle und ihr Comeback ging ja eher in Richtung Balladen, doch jetzt Synthiepop? Wobei ja Neue Deutsche Welle und Synthiepop nicht so weit auseinander liegen. Trotzdem spekuliere ich schon wieder ganz verwegen, ob sich das nicht auch wieder ein bißchen auf Glasperlenspiel zurückführen ließe, so wie ich es schon einmal gemunkelt hatte: Glasperlenspiels Erfolg hatte vielleicht auch Nena beeindruckt, sodass sie sich sagte: Ja, stimmt, Elektropop auf deutsch, das mach ich jetzt auch mal!


    DIE INNERE STIMME

    ->EFF: "Stimme".
    Ich schmunzel: Ist EFF Mark Forster für Synthiepopfans? (EFF: E-lektropop von F-elix und F-orster). Für meinen Geschmack ist auch dieses Lied unabgerundet, so eine schöne, fiepsige Hintergrundmelodie, die zu dem knackigen Rhythmus einsetzt, aber der darauffolgende "Vorrefrain" bricht schon fürchterlich die Stimmung. Nur ab der dritten Strophe, dem ruhigen Zwischenteil, das ist dann richtig toller deutschsprachiger Pop!

    Aber der Text bereitet mir Bauchweh! "Hör auf die Stimme". Hmmm, ich weiß nicht...?
    So gut es auch gemeint ist, aber ich habe sie Befürchtung, dass mit dieser Strategie allzu oft der Schuß nach hinten losgehen könnte. Wie zum Beispiel bei der von Stefan Bonner und Anne Weiss in ihrem humoristischen Buch über die "Generation doof" beschriebenen Frau mit ihrem Karrierewunsch als Model, die aber auch nach einem Jahrzehnt nur an der Supermarktkasse arbeitete und hoffte, entdeckt zu werden, weil jedes bisherige Modelangebot sie als zu schlecht bezahlt empfand und deswegen ablehnte. Für Stefan Bonner und Anne Weiss ist dies die Bestätigung: Generation doof! Zu doof, zu bequem, um zu kapieren, dass man sich eventuell hocharbeiten muß.

    Ist bestimmt richtig, aber ist es nicht vielleicht auch ein Beispiel dafür, dass die innere Stimme, auf die man laut EFF hören soll, auch tückisch trügerisch sein kann? Vielleicht hat diese Frau ja auf ihre innere Stimme gehört, die ihr sagte, sich nicht unter Wert zu verkaufen oder sich nicht ausbeuten zu lassen, mit dem Ergebnis, dass sie ihre Karriere in den Sand gesetzt hat, weil es eben so nicht funktioniert. Bestimmt gerade in dieser Branche muß man sich eben seinen Wert erst erarbeiten und lange Jahre sich durch geringe Entlohnung durchkämpfen.

    Mir scheint EFFs Ratschlag, auf die innere Stimme zu hören, doch sehr tückisch zu sein, denn man darf ja nicht vergessen, dass die innere Stimme KEINE unfehlbar schlaue, unabhängige, unbeeinflußte Entscheidungsinstanz von außen ist, sondern NIE etwas anderes sein kann als immer nur man selbst (sonst wäre es ja eine Psychose: Stimmen hören), und wenn man selbst von falschen Tatsachen ausgeht, gibt die innere Stimme einem falsche Ratschläge.

    Da würde ich mich lieber Carolin anvertrauen: "Ich geb dir Auftrieb!"
    Das klingt für mich einfach tröstlicher! Das Gefühl, nicht auf sich allein gestellt, allein gelassen durchs Leben irren zu müssen, sondern jemanden zu haben, dem man vertrauen kann, der einen spüren läßt, geschätzt, angenommen zu sein, der mit einem gemeinsam nach der bestmöglichen Entscheidung sucht, wodurch sich vielleicht auch die Gefahr von Fehlentscheidungen verringert, weil anstelle einer inneren Stimme eine konkrete, eigenständige, zweite Gegenmeinung da ist, wodurch sich ein neues Licht auf die Sache ergibt.

    Das einzige Problem, so jemanden zu haben...


    WIMPERNSCHLAG

    Andreas Bourani hatte ja gesungen, dass das Leben nur ein Wimpernschlag sei (womit ich ihn mit Glasperlenspiel in Verbindung brachte). Lukas Graham verleitet mich mit seinem "7 years" zu einem Gedankenspiel, wie man sich die Wimpernschlaghaftigkeit des Lebens musikalisch, akustisch vor Augen führen kann!

    Man stelle sich vor, man könnte ein Jahr in absoluter Stille verbringen...
    Klingt langweilig, gell? -Jaja, schon! Aber ist ja ein Gedankenspiel!
    Ein Jahr als Universum.
    Also: 1. Januar, am Anfang des Universums, alle vierundzwanzig Stunden Stille, genauso wie am 2. und 3. Januar und den folgenden Tagen, nichts als Stille, auch die folgenden Wochen, nichts als Stille, Monat um Monat, immer nur Stille, auch zum Beispiel am 29. April den ganzen Tag, die ganze Nacht nur Stille, und am 30. Mai nichts anderes als Stille, nur an einem einzigen Tag irgendwann im Frühsommer wird Lukas Grahams "7 years" eingeschaltet, die Glockenspielmelodie erklingt und Lukas Graham singt: "Once I was 7 years old" und "Once I was 11 years old" und "...20 years old" und weiter "Soon we'll be 30 years old" und "Soon I'll be 60 years old" und zum Schluß noch einmal: "Once I was 7 years old", quasi ein ganzes Menschenleben in Zeitraffer innerhalb drei, vier Minuten, die Kindheit, die Jugend, Freunde, eine Freundin, ein Beruf, eine Familie mit Kindern, die einen dann hoffentlich ein- oder zweimal im Monat besuchen kommen, wenn man selbst so alt ist wie einst der eigene Vater vor seinem Tod und man dann vor seinem eigenen Tod noch einmal über sein Leben sinniert: "Once I was 7 years old", bevor man selbst wieder Kosmos wird, und so wie das Leben vorbei, so ist nach dreieinhalb Minuten das Lied "7 years" wieder aus und es ist wieder Stille, genauso wie an allen darauffolgenden Tagen, am 24. Juli und am 29. Juli, im August und im September, Tag für Tag, Woche für Woche nichts als Stille, auch jeden Tag im Oktober nur Stille und ebenso am 8. November und am 21. und am 29., 30. und 31. Dezember, am Ende des Universums, absolut nichts anderes als Stille.

    So, male ich mir aus, könnte man sich die akustische Darstellung des Wimpernschlags, der ein Leben ist, vorstellen. Vom Anfang des Universums am 1. Januar bis zum Ende des Universums am 31. Dezember, 365 Tage jede Stunde, jeden Moment nur Stille, bis auf die dreieinhalb Minuten Musik / das eigene Leben von der Kindheit bis zum Greis und danach wieder nur Stille. Lediglich dreieinhalb Minuten Musik in einer Unendlichkeit von 365 Tagen Stille.

    ...Das klingt ganz schön gespenstisch, deprimierend, gell?
    So bedeutungslos wenig Leben im unendlichen Nichts.
    So frustrierend sinnlos ist das Leben? -Ja, ich bin davon überzeugt, so ist es!
    Da möchte man eigentlich nur noch heulen, gell!
    Tja, genau das meinte ich letzten Dezember: Ob Carolin mal Lust hätte, den Kosmos anzuschreien...


    COUSINEN UND SCIENCE-FICTION

    Im Dezember kam ich endlich mal dazu, mich um Glasperlenspiels Cousinen zu kümmern, zumindest einmal hatte ich mir alle drei Alben angehört, Lorde, Christine and the Queens und Kiesza. Erstaunlich fand ich, wie sich mein Eindruck umkehrte: Bisher war ich von Kiesza begeistert, gefolgt von Christine and the Queens, auf die ich sehr neugierig war, und schon allein durch ihre zaghafte Zurückhaltung, auch musikalisch, war Lorde die abgeschlagene Nummer drei. Doch mit den drei Alben sieht es ganz anders aus, hat Kiesza mich sehr enttäuscht, während Christine and the Queens und Lorde mich angenehm überrascht haben.

    Ich dachte, Kiesza sei vollauf von 1990er-Eurodance begeistert und mache deswegen auch ein ganzes Album solche Musik. Leider nicht! Etwa die Hälfte der Lieder ist Soul oder R 'n' B oder sowas. Gefällt mir spontan nicht. Da denk ich mir auch, für solche Musik gibt's Whitney Houston und Maria Carey, da brauch ich keine Kiesza. Und vom Rest blieb erst mal nichts in Erinnerung. Schade!

    Christine and the Queens und Lorde haben mich da schon mehr begeistert! Durchgehend weltläufiger Elektropop! Wird bestimmt überall auf der Welt gerne gehört. Nur dass vielleicht bei beiden ein bißchen die Musik fehlt, um es mal so zu sagen. Mich haben beide Alben an OMD erinnert: Sehr interessante Klänge, aber fast nix, worauf man tanzen könnte oder immer nur sequenzweise. Wunderschöne Klanggemälde, aber unzusammenhängend in bruchstückhafter Liedstruktur. -Naja, jetzt nicht ganz so extrem, aber beide Alben, Christine and the Queens und Lorde, sind eher ruhig zum Zuhören und mir fällt es immer noch nicht leicht, solche Popalben von der Jean-Michel-Jarre-Seite her zu betrachten.
    -Da, muß ich sagen, haben Glasperlenspiel mit ihren ersten beiden Alben (mit denen ich sie kennenlernte) schon kräftiger zugelangt!


    Ich muß mir von allen drei Glasperlenspielcousinen das Album noch mal in Ruhe anhören, und auch öfter.
    Bei Lorde und zwei Lieder von Christine and the Queens kam ich schon dazu: Es hat mich überwältigt! Aber in einer ganz anderen Weise als musikalisch: Ich sah meinen eigenen Science-fiction-Film vor dem geistigen Auge!

    Während meiner Schulzeit entdeckte ich das berühmte Weltraummärchen für mich, war ich fortan von Filmtechnik, Kameraführung, Special effects begeistert, so sehr, dass es schon in die nähere Berufsauswahl kam. Nur realisierte ich doch recht bald, dass mir für die Filmbranche die Ellenbogen fehlten. Also doch nicht. Aber dieser Traum blieb: Noch ein faszinierender Science-fiction-Film, mit riesigen Raumschiffen, noch größeren Raumstationen, fernen Welten, bizarren Lebensformen und... tja, das Ganze hatte keine Handlung, oder, eine andere Idee, nur eine sehr lasche.

    Mit Krieg der Sterne Episode 7 ist diese alte Leidenschaft natürlich sofort wieder aufgeflammt, war diese diffuse Idee eines eigenen Science-fiction-Films wieder da, und als ich dann das Lorde-Album und zwei Christine-and-the-Queens-Lieder hörte..., hätte ich heulen können: Die Musik paßte so perfekt als Soundtrack, dass ich spontan fast den ganzen Science-fiction-Film vor dem geistigen Auge sah! Plötzlich schien es mir sprichwörtlich wie Schuppen von den Augen zu fallen, als hätte ich aus heiterem Himmel die Fähigkeit erlangt, erfolgreich Drehbücher zu schreiben, kam es mir so vor, als wisse ich mit einem Mal, wie ich den Film gestalten müsse, damit er legendär gut würde! Mir kam es so vor, als wisse ich auf einmal, wie ich die Handlung mit den Szenen strukturieren und ineinander verweben müsse, um die Zuschauer in den Bann zu ziehen, zu fesseln, zu begeistern, so sehr, dass es schon schmerzt! ("Kann etwas viel zu schön sein, so schön, dass es fast schmerzt?", Glasperlenspiel) Oh ja, schmerzen sollte der Film, ich wollte den ganzen Seelenschmerz Jugendlicher und den ganzen Weltschmerz der gesamten Menschheitsgeschichte in den Film packen, aber ohne zu langweilen, sondern zum Mitheulen schön und zusammen mit einer Auflösung, mit Antworten, spannend wie ein Abenteuer, die ich gefunden habe, wo aus meiner Sicht der Seelen- und Weltschmerz eigentlich herkommt und wie der Seelen- und Weltschmerz vielleicht zu beheben wäre, wie ich mir eine bessere Welt vorstellte! Ich hörte die Musik und mir kam es so vor, als könne ich dies mit Leichtigkeit zu einem mitreißenden, überwältigenden Science-fiction-Film verarbeiten, als müßte ich mich nur noch an den Schreibtisch setzen und losschreiben, das Drehbuch verfassen!

    -Natürlich würde ich bei Glasperlenspiel anfragen, ob sie am Soundtrack mitarbeiten wollten.

    Aber, nunja, mir fehlen halt die Ellenbogen, denn auch ein Drehbuch will an den Mann gebracht sein. Außerdem, ob meine Ideen wirklich so gut sind? Vielleicht versteht sie gar keiner.

    Eventuell bin ich für "den großen Wurf" eh schon zu spät dran, flimmert eine meiner Antworten bereits in dreieinhalb Jahren über die Leinwand. Schließlich fand ich meine bislang neueste, aber verblüffend grundlegende Antwort in einem Forumbeitrag über Rey, eine kostbare Internetbegebenheit, ich bin derjenigen Forumteilnehmerin unglaublich dankbar: Für sie war es ein amüsanter, interessanter Gedanke zu spekulieren, dass Rey bis Episode 9 vielleicht doch noch zur dunklen Seite wechselte. Ein Gedanke, der sich bei mir festhakte, weil er etwas Faszinierendes ausstrahlte, so, als könne der Sieg des Bösen ein ebenso schönes Filmerlebnis sein! Vielleicht ja auch deswegen, weil das Böse eigentlich gar nichts Böses ist..., sondern... ?... !
    Ich glaube, nicht einmal zwei Abende später hatte ich die Antwort!
    Auf welche Frage?
    Woher kommt eigentlich die Gewalt, das Böse in der Welt?


    URSPRUNG DER GEWALT

    Gibt es die Antwort eigentlich schon?
    Wurde eigentlich überhaupt mal die Frage gestellt?
    Ich ging ja bisher davon aus, dass die Gewalt aus der Geschlechtlichkeit kommt, aus dem unüberwindbaren Fortpflanzungsdrang, so wie ich es ja schon angedeutet hatte:

    Zitat Zitat von Traumwaldschrat Beitrag anzeigen
    ...und für diesen Zweck muß das Leben jeweils zwei dieser Lebewesen irgendwie zusammenbringen und zwar unbedingt, ohne dass die sich wehren dürfen, sonst bestünde die Gefahr, dass das Leben doch nicht überlebt.
    Hmm, ganz schön... rücksichtslos, ja brutal, gewalttätig, dieses Leben, aber...
    ohne Fesseln, ohne Schläge, ohne Schmerzen, überhaupt ohne Gewalt, ohne überhaupt die beiden Lebewesen anzufassen, sondern einfach nur dadurch, dass es so wahnsinnig toll rund ist!
    Rücksichtslos, brutal, gewalttätig.
    Ich denke, jeder Mensch kennt das, nicht nur männliche, weil jeder Mensch einmal jugendlich war oder ist: Wenn man schier nicht mehr von sich selbst lassen kann, weil es halt so wahnsinnig toll ist...! Es immer wieder machen müssen, obwohl man sich dafür schämt und auch deswegen immer mehr seine Selbstachtung verliert, weil man dem einfach nicht widerstehen kann, es nicht lassen kann. Ich gehe davon aus, es sind nicht wenige, die dies als brutal erleben, weil es da eine unbezwingbare Macht gibt, die ihnen ihren Willen brechen kann, etwas zu tun, was man so / erst einmal / eigentlich / im Moment nicht tun wollte. Und ich gehe davon aus, dass es von denen auch nicht wenige sind, die auf diese vermeintliche Brutalität mit Haß reagieren und von denen wiederum nicht wenige, die sich dann auch zusätzlich noch unbewußt ganz fatal einem Trugschluß hingeben: Da es daher kommt, weil Frauen so wahnsinnig toll rund hübsch sind, müssen auch Frauen an dieser Brutalität, die ihnen den Willen bricht, Schuld sein. Frauen sind an der ganzen Misere Schuld! Ein ganz schlimmer Denkfehler, denn der führt bestimmt häufig zu Rachegelüsten, sich an Frauen rächen zu wollen, ihnen ebenso ihren Willen zu brechen (oder durch Unterwerfung ihnen gleich den Willen ganz zu rauben, um so das Problem vermeintlich vollständig aus der Welt zu schaffen), wodurch dann der Haß in Gewalt gegen Frauen umschlägt.

    (Ich glaube, die Menschheitsgeschichte ist voll davon!)

    Bisher ging ich davon aus, dass dieser Denkfehler den Stein ins Rollen brachte, dass durch diesen Denkfehler die Gewalt in die Welt kam, die sich mit der Zeit in Mord und Totschlag, Unterdrückung und letztlich Kriege weiterentwickelte. Aber dank Rey und der Forumteilnehmerin vermute ich nun, das stimmt so nicht, das ist nur eine Erscheinungsform der Gewalt, ein "Anwendungsgebiet" der Gewalt, um es mal so unpassend zu formulieren, aber der Ursprung der Gewalt ist ein anderer. Denn ich vermute, bei der Frage, woher die Gewalt kommt, darf man eine kleine Feinheit nicht übersehen: Woher kommt die FÄHIGKEIT ZUR GEWALT.

    Ich bin ja über mich selbst erstaunt, dass ich nicht schon in meinem Beitrag "Das grausame kostbare Leben" [(#48)] draufkam, obwohl es da eigentlich schon drinsteckt:

    Lebewesen können sich nur von Lebewesen/Lebendigem ernähren;
    das ist der Ursprung der Gewalt!

    Die Notwendigkeit, ein (kleines) Lebewesen zerkauen zu müssen, bevor ich es zur Ernährung verschlucken kann, die Notwendigkeit, ein (großes) Lebewesen t*ten zu müssen, damit es nicht wieder wegläuft, davonfliegt oder davonschwimmt, bevor ich es verspeist habe, DAHER kommt die Gewalt, vermute ich, daher kommt die Fähigkeit zur Gewalt. Und diese Gewalt kommt nicht von ungefähr und ist auch nicht erlernt, sondern diese Gewalt ist angeboren, weil diese Fähigkeit zur Gewalt überlebensnotwendig ist, um nicht zu verhungern. Hunger macht uns gewalttätig. Wir MÜSSEN gewalttätig sein, weil wir sonst vor Hunger, wegen Nährstoffmangels sterben würden.
    (Vielleicht noch ein weiterer Grund, einmal den Kosmos anzuschreien...)


    Doch diese Gewalttätigkeit ist ja nicht grundsätzlich etwas Böses, sondern eigentlich, wenn man ganz ehrlich ist, etwas sehr hilfreiches, weil erst diese Gewalttätigkeit es uns ermöglicht zu leben, zu überleben, ein Lebewesen zum Essen zu t*ten, um den Hunger zu stillen, den Körper mit Nährstoffen zu versorgen!


    Nur ist diese Gewalttätigkeit vielleicht irgendwann doch schlecht geworden, weil sie mißbraucht, zweckentfremdet wurde, weil damit Mord und Totschlag, Massaker und Kriege "erfunden" wurden. Wie es dazu kam, kann ich mir sogar ganz einfach vorstellen, nämlich dass in der Urzeit ein Urmensch, oder mehrere unabhängig voneinander, sich bewußt geworden sind:

    Was mit Kuh, Schwein, Huhn, Reh, Hase, Vogel, Fisch... geht, funktioniert bestimmt auch mit Mitmenschen. Dadurch würde ich einen ungeheuren Machtgewinn erhalten, denn dann bin ich nicht nur Sippenhäuptling, sondern gleichsam Herrscher über Leben und Tod und außerdem kann ich meine Widersacher, Feinde und Rivalen ausschalten, wenn ich sie t*te.

    -Und daraus entwickelten sich im Laufe der Zeit Mord, Hinrichtung, Massaker, Sippenkriege, Eroberungskriege, Weltkriege und vielleicht könnte es sich tatsächlich sogar bis zu Sternenkriegen hinentwickeln, denn ich bin sehr davon überzeugt, diese Entwicklung ist eine kosmische Grundkonstante: Wo auch immer im Universum sich bewußt denkendes Leben entwickelt, aufgrund der Notwendigkeit zu essen, wird es zu Gewalt fähig sein.
    (siehste, den bösen Kosmos anschreien...!)


    Man könnte auch ganz flapsig sagen: Die Gewalt in der Welt kommt aus dem Mund!
    Denn im Mund haben wir kleine, weiße Steinchen, die nicht nur uns beim Lächeln hübscher machen, sondern mit denen wir die Nahrungsmittel, also Lebewesen auf Schluckgröße zerkleinern, zermalmen können, wodurch kleinere Lebewesen, darunter auch Pflanzen, Pflanzenteile, Früchte, Samen, Samenträger, sofort tot sind, und mit denen wir im Extremfall sogar ein großes Lebewesen zum Essen erst mal t*ten können, siehe Mietzekatze! Zwar sind unsere Eckzähne zurückentwickelt, sodass wir sie zum t*tenden Reißen nicht mehr richtig verwenden können, aber ich denke, die Gewalt der Kiefermuskulatur reicht immer noch aus, um tötliche Verletzungen zuzufügen. Denn laut Giulia Enders ("Darm mit Scharm") kann die Kiefermuskulatur eine Kraft von 80kg auf jeden Zahn entwickeln. Sie vergleicht dies damit, dass wir bei besonders zähen oder harten Speisen mit den Zähnen beim Kauen quasi eine ganze Fußballmannschaft auf unserem Essen rumtrampeln lassen...

    Ich finde diesen Vergleich pfiffig! Verblüffend, was der Körper für Kräfte entwickeln kann!
    ...Bestürzend, wenn ich daran denke, dass ich gerade darüber schreibe, woher die Gewalt kommt!

    Dieses Bild der Fußballmannschaft, die auf unserem Essen rumtrampelt..., war sich Giulia Enders eigentlich bewußt, wie bestürzend offensichtlich es den Ursprung der Gewalt darzustellen scheint, wie bestürzend ähnlich es realer Gewalt in der Welt ist? Denn dieses Bild ist so unheimlich, so unheimlich ähnlich den Bildern, die mir zum Thema Gewalt in den Sinn kommen: Eine Gruppe Männer, die auf einen am Boden liegenden eintreten; ein Gefängniswärter in einem diktatorischen Staat, der auf einen Häftling eintritt.

    Die Gewalt in der Welt scheint tatsächlich aus dem Mund zu kommen...
    ...von der Fähigkeit, ein Lebewesen zum Essen zu erlegen!


    Vielleicht könnte man mit diesem Gedanken sehr viel besser Frieden in der Welt stiften.
    Man sagt, die Gewalt kommt von religiösem Fanatismus, die Gewalt kommt von rassistischer Verblendung, die Gewalt kommt von sozialer Ungerechtigkeit und was man sonst noch für unzählige Gründe für Gewalt aufführen könnte. Dem widersprechen ich nicht, bis auf die kleine Feinheit, dass all diese Gründe nicht der Ursprung der Gewalt sind, sondern nur der ursprüngliche Auslöser, Gewalt anzuwenden. Doch der Ursprung der Gewalt kommt aus meiner Sicht allein daher, aufgrund der unausweichlichen Notwendigkeit, essen zu müssen, die angeborene Fähigkeit zu haben, Lebewesen t*ten zu können.

    Ich finde, dieser Gedanke hat etwas verblüffend Allgemeingültiges, man könnte damit vielleicht tatsächlich weltweit Frieden stiften, weil das Mittel, um Gewalt zu bekämpfen, die Maßnahmen, um Gewalt einzudämmen, die Voraussetzungen, um Gewalt "abzuschaffen", absolut unabhängig von Kultur, Glaube, Gesinnung, Orientierung, Hautfarbe, Bildung, Intelligenz, Herkunft und sozialem Status sind:

    Nur t*ten, um etwas zum Essen zu haben!
    Um lebendig zu sein, um zu leben, ist es absolut unnötig, einen anderen Menschen zu t*ten,
    um zu leben, muß ich nur Lebewesen zum Essen t*ten, das reicht völlig aus!

    Da ich mich voll und ganz Glasperlenspiels Idee: "Wir woll'n was verändern, wir sind nicht allein, uns're kleine Welt könnte schöner sein" verpflichtet fühle, frage ich mich, ob man mit diesem Bewußtsein vielleicht tatsächlich etwas verändern und die Welt schöner werden könnte. Veränderung dadurch, sich bewußt zu werden, dass es viel wichtigere Probleme gibt als Gesinnung, Glaube, Orientierung, Hautfarbe und Herkunft eines anderen Menschen und erst recht wesentlich wichtigere Probleme als das billigste Schnäppchen, das umfassenste Angebot, die größte Auswahl oder das einzigartigste Erlebnis, nämlich Probleme, die unsere grundlegende Existenz betreffen:

    1) Um zu leben, muß der Mensch etwas essen, sonst muß er sterben,
    2) der Mensch kann nur Lebewesen/Lebendiges essen,
    3) um Lebewesen zu essen, muß er sie t*ten.

    Und völlig unabhängig von Kultur, Glaube, Gesinnung, Orientierung, Hautfarbe, Bildung, Intelligenz, Herkunft und sozialem Status ergibt sich daraus, wie diese Probleme zu lösen sind:

    3) Nur t*ten, um etwas zum Essen zu haben,
    2) Lebewesen/Lebendiges gedeiht in einer gesunden, intakten Umwelt am besten,
    1) jeder Mensch braucht etwas zu essen (und zu trinken!).

    [ Zu 1)
    Dieser Punkt ist besonders tückisch, weil sich ungeahnte Folgeprobleme ergeben:
    "Jeder Mensch braucht etwas zu essen uns zu trinken", das ist ein unausweichliches Abhängigkeitsverhältnis, absolut kein Mensch auf dieser Welt kommt drumherum, jeder Mensch ist davon abhängig, etwas zu essen und zu trinken, sonst muß er sterben. Das Problem ist aber, dass man jedes Abhängigkeitsverhältnis auch zu einem Machtgefüge mißbrauchen kann, das dann genauso oder sogar noch verheerender sein kann als Gewalt selbst. Ich denke da zum Beispiel ganz speziell an Gentechnik oder Handelsabkommen. Aber das ist eine anderes Thema, jedoch aus meiner Sicht nicht zu unterschätzen.]


    Ich kann nicht beurteilen, ob meine Ansichten über den Ursprung der Gewalt richtig und ernst zu nehmen sind, trotzdem bin ich für mich davon überzeugt, die Antwort, oder eine Antwort, gefunden zu haben. Ich finde sie schlüssig und ich finde, sie wirft ein ganz verblüffend anderes Licht auf diese zerrüttete Welt.



    MUSIKALISCHES GESAMTKUNSTWERK

    Diese Antwort ist für mich auch ein Anlaß, mein "Wie Sonne und Erde"-Gemälde zu erweitern.
    Neben der Feier der Kostbarkeit des Lebens und der weisen Weitsicht, nicht für fragwürdige Ideale und blindwütigen Fortschrittsglauben die Menschlichkeit zu verschmeißen, bin ich mir sicher, dass meine "Wie Sonne und Erde"-Menschheit auch die alles entscheidenden, grundlegensten Probleme ihrer Existenz erkannt und darauf ihr Handeln ausgerichtet haben:

    Dafür zu sorgen, dass jeder etwas zu essen hat (und zu trinken!), aber so, dass aus dieser unausweichlichen Notwendigkeit kein Machtgefüge entsteht, auch dadurch, dass jeder Teil der Menschheit, zum Beispiel Volksgruppe, Land, Region, Gebiet, Bezirk, Kulturkreis oder was auch immer, sich größtenteils selbst versorgt, also nicht ganz so unsinnig viel Welthandel. Sie haben erkannt, dass eine gesunde, intakte Umwelt Lebensgrundlage ist, weil darin Lebewesen/Lebendiges zum Essen am besten gedeiht. Und sie haben eben erkannt, dass Gewalt etwas naturgegeben Lebensnotwendiges ist, etwas, das das Überleben sicherstellt, wenn man ein Lebewesen zum Essen t*tet, um den Hunger zu stillen, aber dass Gewalt gleichzeitig etwas Gefährliches, Zerstörerisches sein kann, wenn es in falsche Bahnen gerät, für andere Zwecke mißbraucht wird, als den Hunger zu stillen (z. B. Macht, Unterdrückung, Einschüchterung).

    Ein schönes Gemälde!
    Vielleicht habe ja nicht nur ich dies in das Lied "Wie Sonne und Erde" hineininterpretiert, sondern vielleicht haben Carolin und Daniel selbst, auch wenn Carolin von etwas anderem zu singen scheint, ihren Ehrgeiz "Wir woll'n was verändern, wir sind nicht allein, uns're kleine Welt könnte schöner sein", ihren Traum einer besseren Welt in dieses Lied eingearbeitet. Denn im Gegensatz zu den physikalischen Gesetzmäßigkeiten wie Schwerkraft, Fliehkraft, Hitze, die eine Annäherung Erde-Sonne unmöglich machen, da die Erde verbrennen würde, sind es ja im Text möglicherweise lediglich gesellschaftliche Zwänge, warum Carolin an den besungenen jemand nicht herankommt. Doch gesellschaftlich Zwänge können prinzipiell auch beseitigt werden, was dann auch eine Variante einer schöneren Welt wäre, eine bessere Welt, in der es diese gesellschaftlichen Zwänge nicht gibt. Aber wenn schon schönere, bessere Welt, warum dann nur diesen einen Aspekt, warum nicht gleich eine grundlegend bessere Welt, die diesen Aspekt und etliche andere automatisch mit einschließt. Vielleicht haben Carolin und Daniel nur den einen Aspekt im Text ausgearbeitet, aber diesen großen Traum einer grundlegend besseren Welt in die Musik eingearbeitet.

    Und ich haben diesen Traum herausgehört und gleich dazu konkrete Ideen gehabt.
    Mein Gemälde.


    Dieses Gemälde wird jetzt sogar noch einmal erweitert: zu einem popmusikalischen Gesamtkunstwerk!
    Ich hatte ja gemunkelt, ob Carolin und Daniel in New York sich mit Kiesza getroffen hatten (und insgeheim hatte ich schon gegrübelt, wie da noch Lorde und Christine and the Queens dazukommen könnten). Diese Idee kam nicht von ungefähr, ebenso wie die Idee mit den Geschwistern und Cousinen, diese Idee, sich das Konkurrenzdenken abzugewöhnen.

    Konkurrenzdenken schränkt doch nur ein. Würde ich nur noch Glasperlenspielmusik hören, würde ich doch was verpassen, und wenn ich andere Musikerinnen/eggen auch gut finde, wertet das Glasperlenspiel doch nicht ab. Jede Musikerin, jeder Musikereg hat ihren/seinen eigenen Musikstil, Stile, die nicht in Konkurrenz zueinander stehen, sondern sich einfach ergänzen, zu etwas noch Besserem, zum Beispiel zur Superelektropopparty oder Superelektropopkonzert oder Elektropoppartyfamilie oder Elektropopfamilienparty, -das klingt doch gut, da kann man sich musikalisch daheim fühlen!

    Ich muß mir die Alben nochmal anhören, aber ich glaube, Glasperlenspiel, Lorde, Christine and the Queens und bestimmt auch Kiesza ergänzen sich ganz wunderbar zur Superelektropopparty, vor allem aber hat es sich ganz zauberhaft gefügt, dass Lorde mein Gemälde ergänzt:

    Denn "Buzzcut season" aus ihrem Album hat sich in meinem Ohr ganz besonders festgebissen, weil es etwas hat, was Glasperlenspiel in "Moment" besingen: "Kann etwas viel zu schön sein, so schön, dass es fast schmerzt?" Schon! "Buzzcut season" ist zwar nicht perfekt, nicht abgerundet, etwas unvollendet, aber es geht schon sehr weit in diese Richtung! Deswegen haben diese zauberhaften Melodien dieses Liedes sich plötzlich für mich so angehört, als wäre Lorde auf dieser "Wie Sonne und Erde"-Welt mit einem Raumschiff gelandet, würde diese Welt nun in einer Abenteuerreise entdecken und dabei verblüfft, fasziniert und zu Tränen gerührt begeistert sein, sodass sie im Refrain singt: "and I'll never go home again". So überwältigt von dieser fast schmerzenden Schönheit dieser besseren Welt, dass sie gleich dableibt!

    Fast so, als hätte Lorde auf Glasperlenspiel geantwortet!
    Vielleicht könnte Christine and the Queens mein Gemälde auch noch ergänzen, "iT" aus ihrem Album klingt für mich so, als könnte es zu meinen (weitergehenden) Ansichten über Gewalt passen, aber daran müßte ich noch feilen.

    Meine Elektropopfamilie!


    Traumwaldschrat

    (#75)



    [Wenn hier in meinen Beitrag (im unangemeldeten Zustand) eine Werbung erscheint, dann habe ich damit nichts zu tun, sie gibt keinesfalls meine eigene Meinung wider, was ich als beachtenswert erachte]

  11. Nach oben   #44

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    Ritter Daniel und Hexe Carolin

    Die letzten Monate bekam ich gar nicht so viel Aktuelles über Glasperlenspiel mit, teilweise auch wegen facebook, denn facebook hat ja mal wieder ganz schön rumgezickt, zweimal war ich vom Tagebuch ausgeschlossen. Glücklicherweise kam mir doch mal die Idee, es zu versuchen, auf Instagram auszuweichen! Ging sogar! Wenn auch bei Instagramm es ein reines Tagebuch ohne Eigenwerbung ist (z.B. neue Konzerttermine [und kein Datum!]), dafür wurde jetzt endlich, gerade passend, bei Instagram (auch im unangemeldeten Zustand?) der Text weiß unterlegt, sodass er auch lesbar ist. -Aber, sieh mal einer guck, als hätte facebook davon Wind bekommen, läuft das facebookTagebuch jetzt wieder ganz brav! Brav! Naja, fast!

    Dennoch bekam ich irgendwann mit, dass Glasperlenspiel konzerttechnisch schon wieder durchstarten! Vom Herbst her kannte ich die Terminvorschau mit der Konzerttour bis Mai, im Winter dann sah ich, dass die Konzerttour bis Oktober verlängert wurde, mit einer Festivalkonzerttour, wie ich nun noch erfuhr. Find ich schon erstaunlich!

    Trotzdem bin ich etwas betrübt, weil sie nicht so mitmischen, wie ich es erwartenswert fände, denn erst kürzlich hörte es sich in der "Schlager der Woche"(!) an, als wäre deutschsprachiger Pop ganz gut im Kommen: Nena, Christina Stürmer, noch irgendjemand oder sogar zwei und Max Giesinger (welch Überraschung, als Glasperlenspielfan kennt man ihn ja). Es ist zwar nicht durchgehend mein Geschmack, aber ich finde, richtig gut gemachter, überzeugender deutschsprachiger Pop.

    Sogar Prince Damien finde ich beachtenswert, frage ich mich, ob da tatsächlich ein Superstar gefunden wurde, denn verkaufen kann er sich, er kann posieren, als wäre er schon ein Vollprofi, dass sogar ich mir denke: So ein süßes Schnuckelchen! Wenn ich ein Mädchen wär...

    Doch das Lied finde ich auch wieder kritisch, wie EFFs "Stimme": "Hör auf dein Herz..." Naja, mag prinzipiell schon richtig sein, dass es nicht lügt, aber wenn sich die Gesellschaft durch den Fortschrittswahn und die Kapitalismushörigkeit schon so weit entmenschlicht hat wie unsere, dann kommt man damit vermutlich leider nicht mehr allzu weit, dann droht man damit eher, auf der Strecke zu bleiben und unter die Räder zu kommen...


    Und Mark Forster ist mit "Wir sind groß" in der "Schlager der Woche". Gefiel mir das erste Mal gar nicht so gut, aber mittlerweile sogar sehr, interessant getextet und mit so schön wehleidigen Klängen, echt gut, das Lied ist einfach schön!

    Tja, aber Glasperlenspiel mischen da nicht mit! Mark Forster jetzt schon mit der zweieinhalbten Single seit dem Bundesvision...dingsbums, aber Glasperlenspiel, immer noch keine neue Single. Wirklich ein komischer Plattenvertrag.


    Überhaupt sieht es für mich so aus, als würden Glasperlenspiel vernachlässigt:
    Seit dem Artikel über Andreas Bourani fanden sich in der Zeitung noch ein paar andere zu Musikerinnen/eggen oder Bands der aktuellen Popszene, ich hab mir nicht gemerkt, über wen alles, ich glaub auch international, eventuell Nena und Mark Forster, aber auf jeden Fall Sarah Connor und sogar über die Killerpilze aus Donauwörth (oder Dillingen a. d. Donau oder Nördlingen?), aber ich fand noch keinen über Glasperlenspiel. Ich hoffe, ich habe keinen verpaßt, ich lese nämlich nicht regelmäßig Zeitung.

    Ein Artikel war über Sarah Connor, weil sie eine Auszeichnung bekam für selbstbewußten Gebrauch der deutschen Sprache, da sie eben ihr erstes deutschsprachiges Album veröffentlicht hatte. -Nunja, ich will Sarah Connor jetzt nicht kleinreden, aber Juli, Wir sind Helden, Rosenstolz, Silbermond, Christina Stürmer, Jupiter Jones, oder auch Glasperlenspiel, hätten wohl weit aus mehr diese Auszeichnung verdient, weil sie alle von Haus aus und nicht erst mit einem Album von vielen ganz selbstbewußt deutschsprachige Popmusik machen/machten. Find ich jetzt ein bißchen unpassend.

    -Und der Hinweis auf den ZDF-Fernsehgarten war wohl nicht die Sendung, in der Glasperlenspiel auftraten, denn es wurde nur von Sarah Connor und drei weitere geschrieben.

    -Wie sieht es eigentlich in der Bravo aus?

    Doch auch wenn Glasperlenspiel so "vernachlässigt" werden, dafür gab es letzte Woche Glasperlenspiel im Supermarkt in der Hausgeräteabteilung, mei, ich war ja total aus'm Häuschen (hoffentlich hat es keiner gesehen), "Echt" mit Video auf acht Fernsehern, das leider kurioserweise einen Bruchteil der Sekunde der Tonspur hinterherhinkte.
    -Mei, süüß!
    Und mitreißend! Danach bin ich durch den Supermarkt geschwebt...


    AUS DEM TAGEBUCH

    22.1.:
    Im Januar schon fiel mir im Tagebuch das Bild der Straßenkreuzung auf. Ich wäre neugierig, wo das ist! In welchem Land gibt es weiß-gelbe Dreiecke vor den Zebrastreifen? -Und sogar eine Straßenbahn gibt es! Wenn das Foto zur Fototour in Kalifornien, -war doch L.A., oder?-, gehört, würde ich trotzdem auf San Diego tippen, -oder, wie war es, L.A. hat doch jetzt wieder eine Straßenbahn, -aber dafür sieht es so kleinstädtisch aus!
    -He, wart mal!
    Was entdecke ich da für ein Detail? Cablecar? S.F.?

    1.2.:
    Da bin auch ich verblüfft: Platz eins in der Schweiz!
    Schon in Deutschland so ein großartiger Erfolg und nun sogar in der Schweiz! Da wäre es wohl nicht verkehrt zu sagen, dass Glasperlenspiel jetzt auch international erfolgreich sind! Und wer weiß, vielleicht strahlt es ja über die Schweiz aus, sodass auch italienischsprachige und französischsprachige Elektropopfans auf Glasperlenspiel aufmerksam werden.

    14.3.:
    Ach, jezat! Jetzt bemerke ich es erst! Das ist ja ein Fototrick! Die zwei haben sich in einer spiegelnden Fensterscheibe fotografiert!

    31.3.:
    Jetzt ist es sogar "amtlich", dass Glasperlenspiel erfolgreich sind: mit Auszeichnungen!
    -Wäre interessant, wer da alles zu sehen ist, auch Verwandtschaft?

    5.4.:
    Auf diesem Bild ist Carolin so...

    ...

    uuuh!

    ...

    Schmacht!

    Mit fiel es die letzten Jahre schon auf, dass entgegen meiner Erwartungen ein Kleid unheimlich verführerisch aussehen kann, Carolin setzt dem mit diesem Bild die Krone auf. Ich finde es echt unglaublich, wie geheimnisvoll verlockend, ganz fürchterlich gemein spannend, dezent zurückhaltend, verspielt, natürlich, unaufdringlich, selbstverständlich kinderkrieglich Carolin mit dem etwas abgewendeten Arm und der tänzelnden Beinpose in diesem Kleid aussieht!

    Schmelz!


    12+13.4.:
    Und gleich noch einmal, ganz dezent verlockend kinderkrieglich hübsch, das kribbelt gleich, sodass man soooo gerne mal um die Kurve spitzeln würde. Darf man aber wieder nicht (oder hätte ich mir dazu den Fernsehgarten ansehen müssen?), auch nicht am folgenden Tag, wo es aber dafür ein Bilderrätsel gibt:
    Ist es wirklich die selbe Hose? Gar nicht so eindeutig, wie man es vermuten könnte, aber ich habe zwei Musterelemente gefunden, die es zu bestätigen scheinen, dass es die selbe Hose ist.

    19.4.:
    Erst bei diesem Bild fiel es mir auf, was man auch auf den anderen Konzertbildern sehen kann: Die zwei stressen mich schon wieder! Es sollte ja bekannt sein, dass ich von deren Bühnenkonzept mit Gitarren und Bühnenversionen bisher nicht so begeistert war und jetzt kommen sie auch noch mit einer Hintergrund(Background)Sängerin an, och je oje! -Wobei ich es aber eventuell gar nicht so schlecht finde, denn zweistimmig oder im Chor singen klingt einfach gut und so würde Carolin dies, zumindest auf der Bühne, nicht mit sich selbst tun (was ja auch nicht geht, weil es nur eine Carolin gibt [und Daniel eine ganz andere Stimmlage hat]).
    -Oje, was bin ich schon wieder für 'ne Transuse, von wegen Hintergrundsängerin, einfach mal den Kopf des Tagebuches genauer anschauen!

    22.4.:
    Boa, stark! Daniel sieht ja ganz schneidig schick aus! (ist das für Mädchen kinderkrieglich hübsch?)

    6.5.:
    Mensch!
    Klasse!
    Dieses Bild ist stark!
    Vielleicht eines der besten überhaupt!
    Carolin von bestechender, fast schon überwältigender, geheimnisvoller Schönheit! Mit der schwarzen Kleidung, den roten Lippen mit dem kühlen Lächeln, den gebundenen Haaren mit abstehenden Strähnen und dem fordernden, stechenden Blick könnte ich mir Carolin als extrem umwerfend böse Hexe in einem Kinderfilm vorstellen, oder passend zu ihrem Leben als Musikerin/Sängerin und in Anlehnung an die griechische Mythologie Carolin als Hexe, die mit betörend verlockendem Gesang ins Verderben reißt (müßte dann vielleicht nicht einmal ein Kinderfilm sein) [oder in zehn Jahren in der Rolle der zweitbösesten Antiheldenfigur nach Darth Vader, oder, das Gegenteil, als dritte Lara Croft oder so eine Figur...].
    -Oh, wenn ich mir das vorstelle: Ich schmelze dahin!
    ))
    Besonders beachtenswert finde ich an diesem Bild, dass es nicht nur gegen gesellschaftliche Normen verstößt, sondern sie widerlegt:
    Normalerweise steht auf (Portrait-)Fotos eines Paares die Frau VOR dem Mann, das hat kulturelle und anatomische Gründe, doch schon sehr lange will ich nicht wahrhaben, dass es nicht auch anders ginge. Ich denke, man müßte es nur mit neuen, modernen Ideen arrangieren und neue Posen ausprobieren, dann könne es vielleicht doch gehen.
    Siehe da, Carolin und Daniel: Es geht!
    ))
    Was mich an diesem Bild noch begeistert, dass Daniel (endlich) wieder zu alten Qualitäten zurückgefunden zu haben scheint, denn im letzten dreiviertel Jahr schien er mir etwas hinter Carolin zurückgefallen, wirkte er so manches Mal blaß neben Carolin, so wie auf dem Bild zum ersten Platz in der Schweiz, mehr Grimasse als Verblüffung.
    Doch auf diesem Bild strahlt auch er wieder von markanter, lässiger Schönheit und vor allem mit passender Gestik, sodass man in dieses Bild eine kleine Abenteuergeschichte hineininterpretieren könnte:
    Der ritterliche Edelmann Daniel mit seiner weithin als Hexe gefürchteten Frau Carolin vor deren herrschaftlichen Anwesen, wobei sie so gefürchtet ist, dass sie nicht einmal hingerichtet wurde, aus Angst vor ihrem noch böseren Geist, der sich vielleicht nach ihrem Tode rachelüstern über die Bevölkerung hermachen würde, weswegen er mit ihr zusammenleben darf, ja muß, deswegen, weil auf geheimnisvolle Weise er der einzige ist, der ihre launische, verheerende, unberechenbare Boshaftigkeit zügeln, im Zaum halten und so zumindest ein wenig die Mitmenschen vor ihr schützen kann, auch deswegen, was sein Geheimnis ist, weil er weiß, dass Hexen nicht grundlegend böse sind, sondern einfach nur verständige Menschen, die die Zusammenhänge des Lebens erkannt und verstanden haben, und sie nur deswegen so böse ist, weil sie sieht, wie diese Zusammenhänge, -teilweise unbewußt, aber viel zu häufig-, zum Machtgewinn und (schamlosen) Vorteil mißbraucht werden.

    ...Schmelz!
    Brillant, dieses Bild!

    Sehr inspirierend, dieses Bild!


    Traumwaldschrat

    (#76)



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  12. Nach oben   #45

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    Geburtstag!

    Alles Gute zum Geburtstag, Carolin!

    Zwar hat es auch dieses Jahr nicht hingehauen mit einer Hitparadenplatzierung um Deinen Geburtstag herum, aber Du kannst auf ein erfolgreiches 26. Lebensjahr zurückblicken! Jaja, wird schon!
    Feiere schön!

    Bis Freitag!
    [Ich hoffe, es klappt]


    Dein

    Traumwaldschrat

    (#77)



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  13. Nach oben   #46

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    Carolin als Hydrahexe

    ...UM DEIN LEBEN ZU RENNEN

    Letztes Jahr hatte ich ja recht ausführlich das Album "Tag X" besprochen, doch auf einen Aspekt war ich gar nicht näher drauf eingegangen, obwohl er mir doch wichtig ist.

    "Und wenn sie dich zwingen um dein Leben zu rennen, dann kannst du danach einfach jeden abhängen"

    Ich kann die Motivation zu diesem Lied schon verstehen und es ist ja auch lobenswert anzuregen, auf die eigenen Kräfte zu vertrauen, aber wenn man mal genau hinschaut: In was für einer Welt leben wir eigentlich, dass wir es einfach so selbstverständlich hinnehmen, dass Menschen gezwungen werden, um ihr Leben zu rennen? Wenn Katniss gezwungen wird, um ihr Leben zu rennen, dann ist das ja ganz hübsch anzuschauen, weil es eben auch nur ein Film ist. Aber in Realität?

    "Ich geb dir Auftrieb": Wäre das nicht die bessere, menschlichere Variante, miteinander umzugehen, zum Beispiel Auftrieb dadurch, unbeschwert und befreit von diesen Todesängsten, um das Leben rennen zu müssen, leben zu können, anstatt relativ teilnahmslos darauf zu hoffen, dass derjenige, der um sein Leben rennt, daraus auch noch gestählt hervorgeht, dass er zukünftig allen davonrennt...

    Vor allem, ob das auch immer so hinhaut: Ich denke da zum Beispiel an das Wenn-sie-träumt-Mädchen. Dieses Mädchen wurde schon in Kinderjahren dazu gezwungen, (mental) um ihr Leben zu rennen. Doch ist es wirklich berechtigt anzunehmen, dass sie daraus gestärkt hervorgeht? Oder ist es nicht doch eher wahrscheinlich, dass sie während ihrer Schulzeit und weit darüber hinaus immer die sonderbar Andere sein wird, die Verschlossene, die Schweigsame, die In-sich-gekehrte, die irgendwie Komische, und daran früher oder später zugrunde gehen wird?

    "Denn morgen in der Schule schaun sie wieder alle an, das ist der Grund, warum sie nachts nicht schlafen kann". Ich meine, diese Schlaflosigkeit, die mit den Jahren wahrscheinlich nicht besser wird, ist keine gute Voraussetzung, um "danach einfach jeden abhängen" zu können.

    "...Und wünschte irgendjemand käm und würde sie befrei'n". Ist es nicht das: "Hilfe, ich versinke!" -ich habe keinen eigenen Auftrieb mehr-, "Hilfe, ich verdurste!" - in Anlehnung an das Lied "Tag X"-.

    Wie gesagt, so ermutigend dieses Lied auch gemeint ist, aber warum ist es für uns so selbstverständlich, dass Menschen gezwungen werden, um ihr Leben zu rennen. Warum hat das Helfen keinen höheren (gesellschaftlichen) Stellenwert? -Ich bleibe dabei, helfen ist nicht nur Schufterei und für andere die (Drecks-)Arbeit machen, nein, helfen strahlt auch auf einen zurück, zum Beispiel nicht das Gefühl zu haben, umsonst zu leben, sondern für jemanden wesentlich zu sein: Helfen kann glücklich machen!

    Vor allem aber wäre damit armen, verlorenen, resignierten, zerbrochenen, versunkenen, verdursteten Seelen geholfen!


    --------------

    ...EINFACH SO IN DEN SCHOß

    "...denn nichts auf der Welt, was sich zu haben lohnt, fällt einem einfach so in den Schoß"

    Auch diese Textzeile gefällt mir nicht ganz, denn sie übersieht ein wenig, daß, wie es mir scheint, die Gesellschaft viel zu häufig und recht großzügig sich selbst noch absichtlich Steine in den Weg legt. Außerdem meine ich, gibt es Dinge, die einem tatsächlich nur in den Schoß fallen können: zum Beispiel Zuneigung. Mit ihrem in sich gekehrten, verschlossenen Verhalten wird das Wenn-sie-träumt-Mädchen wahrscheinlich immer geächtet sein, so, als gäbe es eine geheime Absprache: "Iiih, die ist komisch, die meiden wir, mit der reden wir nicht!". Und ich vermute, sie wird sich anstrengen könne wie auch immer, sie wird sich nicht beliebt machen können.

    Nein, es bräuchte jemanden, der quasi freiwillig und mit Fleiß ihr in den Schoß fällt...


    ----

    (Nunja... ähm...
    Nur so 'ne Überlegung...
    Michael Moore ("Stupid white men") behauptet, dass er einst völlig verblüfft war, als in einem entlegenen mittelamerikanischen Dorf eine Bande zwölfjähriger Jungs ihm erklärte, warum sie so Angst vor der Weltbank(!) hätten.
    -Nun ist es so, dass seit einem Jahr Hunderttausende aus eventuell vergleichbaren Weltregionen wie Mittelamerika zu uns nach Europa strömen. Wie wäre es, wenn wir, anstatt lediglich nur Integration zu fordern, wenn quasi wir freiwillig und mit Fleiß ihnen in den Schoß fallen, nicht nur aus Menschenwürde heraus, sondern auch, um eventuell von ihnen, wie von diesen mittelamerikanischen Jungs, die (wahren) weltpolitischen, vielleicht sogar turbokapitalistischen Gründe für die verheerenden Zustände, die sie zwangen, ihre Heimat zu verlassen (um ihr Leben zu rennen), zu erfahren. Vielleicht bekämen wir so wichtige Hinweise, wie man eventuell doch noch gegen diesen ganzen weltpolitischen, globalisierten, turbokapitalistischen Wahnsinn anrennen könnte...
    -Wirklich nur mal so 'ne ganz vage Überlegung...)


    --------------


    TAGEBUCH

    ->Das Fähre-Bild finde ich interessant:
    Für mich stellt das Bild einen Verbindung her zur Hochzeit des Synthiepop. Zu dieser Zeit gab es den Begriff "New Romantics", der sich, wenn ich mich recht erinnere, so beschreibt, mit Hilfe zum Beispiel des Synthesizers auch aus völlig unpassenden Konstellationen (Sinuswellen, Schrott, Industriegelände, technische Anlagen, Armaturen, ...) romantische Momente zu gewinnen. Zum Beispiel hatten Depeche Mode für eine Albumhüllengestaltung ein Hochzeitspaar auf einem nächtlichen Industriegelände fotografiert.
    ))
    Glasperlenspiel haben diesen Gedanken aufgegriffen (zum wiederholten Mal(!), siehe Textheft "Tag X" oder die Modeschau auf der Kellertreppe [Tagebuch, dieses Jahr]):
    Carolin hat sich in ihrer Pose nicht vor einen Springbrunnen oder der Blütenpracht einer Parkanlage gestellt oder sonstwie die Überfahrt romantisch schön in Szene gesetzt, sondern sie hat sich vor der Absperrleine und vor dem schiffsschraubenverquirlten Wasser an die Laderampe einer Bodenseefähre gestellt.
    ))
    Eben "New Romantics": Auch das Autodeck einer Fähre kann ein romantischer Hintergrund sein.


    ->Das Bild vor Hamburgs Speicherstadt ist für mich wieder, den Körper zum Kunstobjekt zu gestalten: Die Pose mit dem verdrehten Fuß, Zwinkern und dem Haarbuschel auf dem Kopf gefällt mir total gut!


    ->Auf dem Fußballbegeisterungsbild hat sich Daniel so super in Szene gesetzt! "Auja, komm, wir machen jetzt Party und ich fotografier uns alle dabei!"
    Genauso am Geburtstag! Spitze!


    ->Jungejunge, jetzt läßt sie's aber krachen, Carolin hört ja gar nicht mehr auf, ganz kinderkrieglich hübsch zu sein, schon auf der Fähre ein kleiner Hauch, bei der Fußballparty und vor allem im Zuge des Ingolstadt-Shopping-Tages!


    --------------

    DIE SINGENDE HYDRA

    Letzten Freitag fand ich einen Artikel in der Zeitung, der mich sehr beeindruckte:
    Im Reptilienzoo Scheidegg (Westallgäu) war eine Schlange mit zwei Köpfen geboren, mittlerweile schon etwas herangewachsen. Ich weiß nicht, ob es angebracht ist, aber ich fand diese Laune der Natur eigentlich zauberhaft: ein lebendiges Fabelwesen! Und das auch noch quasi daheim! Eine Weltsensation, etwas vermutlich weltweit Einmaliges und nicht irgendwo auf der Welt, wo ich nie hinkomme, sondern grad mal zwei Stunden mit Zug und Bus (ohne Baustelle) von hier!

    Irgendwie mußte ich gleich an Carolin denken, ihren Fotoauftritt als Hexe. Irgendwie drängte es mir, die doppelköpfige Schlange mit der Hexe Carolin in Verbindung zu bringen...
    Oh ja!
    Ich hab schon wieder 'ne Idee!

    Vielleicht ist die Hexe Carolin ja deswegen so gefürchtet gefährlich, nicht nur, weil sie betörend singen kann (griechische Sirenen, Loreley), sondern weil sie einen Zauber hat, mit dem sie drei Köpfe an langen Hälsen bekommt (griechische Hydra), um so ALLEINE mit verheerend umwerfend betörenden DREIKLANGGESANG ins Verderben zu reißen!

    ...Wenn ich es mir recht überlege, vielleicht sollte Carolin mal nach Scheidegg fahren, ob sich da mit zwei zusätzlichen Köpfen nicht was machen ließe. Für ihre Karriere als Musikerin hätte das nämlich den entschiedenen Vorteil, dass sie ganz ohne Tonspurtechnik und ganz in echt(!) und allein mit sich selbst im Chor und mehrstimmig singen könnte!

    Aber zumindest als Musikvideo müßte das doch gehen! Mit entsprechenden Musiktext Carolin als singende dreiköpfige Hydrahexe!
    Ach, das stell ich mir witzig vor!



    Traumwaldschrat

    (#78)



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  14. Nach oben   #47

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    Glasperlenspiel in Füssen und neues...!...T-shirt

    Mei, hätt ich das gewußt, dass die Veranstalter die Bühne schon fast in den See hineinbauten, hätte ich letzte Woche meine Späßle mit Carolin als dreiköpfige singende Hydrahexe weitergesponnen!

    Weil die griechische Hydra eine Wasserschlange ist, hatte ich mir ja schon überlegt, ob da nicht irgendetwas Lustiges entstehen könnte, Gerüchte von einem dreiköpfigen, betörend singenden Seeungeheuer im Forggensee, im Hopfensee, im Weißensee oder im geheimnisvollen Alatsee! (vgl. Loch Ness). Aber erst seit diesem Freiluftkonzert in Füssen! Keine zwei Monate, nachdem hoch über dem Bodensee eine zweiköpfige Klapperschlange (klappern: Musik, Rhythmus) geboren wurde! Sehr geheimnisvoll!

    So, wie die Bühne aufgebaut war, hätte es so gut gepaßt, hätte Carolin als Hydrahexe direkt aus dem Forggensee auf die Bühne steigen können. Vielleicht hätte sie dann Sarah Connor mit ihrem Dreiklanggesang ins Verderben gerissen, weil Carolin das Publikum so verzaubert hätte, dass nach dem Glasperlenspielauftritt alle nach Hause gegangen wären... -Obwohl, so sehr Verderben wäre es für Sarah Connor gar nicht geworden, denn die Eintrittskarten waren ja schon bezahlt, -nur hätte sie halt nix mehr zu tun gehabt!

    -So, wie bei mir: Ich habe Sarah Connor knapp vierzig Eurotaler geschenkt, weil ich mir ihr Konzert gar nicht ansah, ich kam doch nur wegen Glasperlenspiel!


    Hat ja gerade so eben hingehauen, irgendwas ist immer, ich hatte den Zug früher nicht mehr geschafft. Zwar hatte ich bereits in der Zeitung gelesen, dass die Sicherheitsvorkehrungen verschärft wurden, aber dass sie es so genau nahmen und dabei scheinbar trotzdem sich nicht auf die veränderte Situation eingestellt hatten, indem sie den Eingang vergrößert hätten, damit trotzdem mehr Leute gleichzeitig durch den Eingang kämen, -oder das Konzert etwas später angefangen hätten-, das hatte mich schon überrascht, weil es für mein Empfinden viel Unruhe ins Konzert brachte. Nicht nur, dass ich gerade erst durch den Eingang war, als schon die Wölfe aus ihren Höhlen gesprungen kamen, sondern auch, weil das Gewusel von wegen Sitzplatzfinden ja den ganzen Glasperlenspielauftritt über anhielt. Ich weiß nicht, ob das bei bestuhlten Freiluftkonzerten normal ist, aber ich fand es ein bißchen daneben und vor allem gegenüber Glasperlenspiel unhöflich.


    Also konnte ich mich wieder nicht so recht auf das Konzert einlassen, dabei hatte ich extra die besseren Ohrenstöpsel genommen. Das einzige, was mir sofort auffiel, was mir meine Stehplatzkarte vor Augen führte, war, dass ich zukünftig wohl leider keine schönen Glasperlenspielkonzerte mehr erleben werde, denn es soll ja mit ihnen in ihrer Bekanntheit und Beliebtheit weiter bergauf gehen, was aber bedeutet, dass zukünftig die Konzerthallen immer größer und immer voller werden. Da ich aber gewiß nicht zu denen gehöre, die bereits vierzig Sekunden nach Kartenvorverkaufsfreischaltung eine Karte haben und zusätzlich vor der Konzerthalle kampieren, um auch ja als erster reinzukommen, werde ich Carolin und Daniel nur noch so erleben wie in Füssen, als kleine Mannschgerle ganz weit da vorne, nicht mehr so lebendig groß wie in Ulm, Memmingen oder Kempten.

    Aber gut, dass ich Carolin und Daniel nur in Klein sehen würde, wußte ich ja.

    Dafür kam ich den Genuß richtigen Konzerterlebens. Bisher konnte ich immer weit vorne stehen, diesmal ganz hinten, wodurch ich einmal sehen konnte, wie beeindruckend es ist: Die Laolawelle und alle Hände in die Höh! Irre! Schon fast berauschend!

    Tatsächlich haben Glasperlenspiel "Geiles Leben" mit dem Kitty-Kat-Zwischenspiel eingeleitet, doch absolut überraschend war, weil ich es als Instrumentalteil erwartet hätte, dass die Hintergrundsängerin den Text sprechen durfte. Fand ich stark! Ist das am Ende sogar Kitty Kat? Nö, gell?

    Dagegen haben sie mich mit der Zugabeversion von "Geiles Leben" total irritiert: Diese hölzerne Baßmelodie mit den pfeifenden Klängen, das... kennt man doch... von woanders...
    Komisch!
    Oder hat mir da irgendetwas 'nen Streich gespielt?
    Ach, das macht mich immer ganz gfuxig, wenn ich nicht draufkomme, woher ich etwas kenne!

    Aber dieses letzte Lied des Abends, "Freundschaft" mit den beiden Zugabeversionen von "Geiles Leben" und "Echt": Die beiden können es echt krachen lassen! Echt stark! -Die Strophentexte der "Geiles Leben"-Zugabe so frei gegen den Rhythmus gesungen und dennoch im Takt! Enorm!
    Und natürlich die "Echt"-Zugabe: Phantastisch!


    Tja, trotzdem, irgendwie war auch dieses Glasperlenspielkonzert für mich nicht ganz das Wahre. Was für mich aber etwas mehr zählt, ist, dass es überhaupt möglich war, -diesmal mit Hilfe eines veranstaltungstechnischen Kniffs: Glasperlenspiel waren Vorband! Somit war eindeutig kalkulierbar, dass allerallerspätestens um halb Zehn das Konzert vorbei ist und ich somit auf jeden Fall und sogar noch einen Zug früher wieder nach Hause kam; sogar trotz Schienenersatzverkehr! (na, supertoll!)

    Somit war das eigentlich ein total lässiger Abend, sogar so sehr, dass ich noch ganz entspannt das Konzert mit Kuchen und Saft in einem Füssener Straßencafe in der Fußgängerzone abrunden konnte! Echt ein Erlebnis!


    -------

    Ich hatte mir doch noch das neue (schon wieder neue) Glasperlenspiel-T-shirt gekauft.
    Als ich am nächsten Morgen aufwachte, dachte ich gleich daran und... weil... he, Moment mal: GLS-PR-LN-SPL! Das ist doch... he, jetzt echt? Ich wär schier aus dem Bett gefallen, also wand ich mich vom Bett aus zu dem Beutel, in dem das T-shirt noch war, zog es raus und betrachtete es mit noch verschlafenen Augen:
    Tatsächlich!
    Wahnsinn!
    Von wegen, nicht einfach nur GLS-PR-LN-SPL.
    Das Bild erfolgreichen Kinderkriegens, wie ich letztes Jahr das Titelbild des Albums "Tag X" interpretiert hatte und wie ich es in ihr dreizeiliges Bandnamenlogo hineininterpretiert hatte.
    Und Glasperlenspiel haben:
    Die Logointerpretation genommen, die Vokale rausgekürzt und exakt zeilenweise in die Titelbildinterpretation eingesetzt, die viel Felder des Xs ausgefüllt und damit verblüffenderweise zufällig weitere absolut dazupassende Interpretationsmöglichkeiten geschaffen!

    Mama GLS und Papa SPL haben drei Konsonanten, weil auch sie eine Grundlage sind, auf/in der Leben stattfindet, wenn PR und/oder LN entstehen, so wie mathematisch gesehen drei Punkte, die eine (ebene) Ebene definieren, eine Grundlage sind, auf der das Leben allgemein stattfinden und entstehen kann (siehe letztes Jahr).

    Nun fügt es sich mit der Anzahl der Konsonanten so treffend, dass man sogar darin eine weitergehende Umschreibung des Lebens hineininterpretieren könnte:

    Die Mädchen und Buben haben zwei, die Frauen und Männer aber drei Konsonanten, weil sie eine lebendige Eigenheit mehr haben als die Kinder: Alle vier leben, indem sie essen/trinken, -ein Lebenselement, ein Konsonant-, und ausscheiden, -zweites Lebenselement, zweiter Konsonant-, also sie erhalten sich am Leben, aber nur die Frauen und Männer haben als drittes Lebenselement, dritter Konsonant, die Fähigkeit, das Lebendigsein am Leben zu erhalten, nämlich Kinder zu machen und Kinder zu kriegen.

    Verrückt, wie sich das mit der Anzahl der Konsonanten in die vier Felder fügt und dies auch zeilenweise genau nach dem dreizeiligen Bandnamenlogo als Bild erfolgreichen Kinderkriegens.
    Das ist echt... total verblüffend!

    Es funktioniert zwar nicht ganz, aber sogar die Sache mit den Chromosomen könnte man noch hineininterpretieren, nämlich dass Frauen nur ein X-Chromosom, Männer dagegen ein X- oder ein Y-Chromosom vererben können.
    Das L steht für das X-Chromosom, das in den Frauen GLS, den Männern SPL und den Mädchen LN vorkommt, das Y-Chromosom dagegen kommt als P nur bei den Männern SPL und den Buben PR vor.
    -Und das S bei den Frauen GLS und Männern SPL steht dafür, dass Mädchen und Buben nur dann entstehen wenn Frauen und Männer miteinander S... ganz unanständige S-achen machen...

    S ist dieses unwiderstehliche Kribbeln, aus dem Mädchen und Buben hervorgehen und das Mädchen und Buben eben so noch nicht erleben können, weil sie noch nicht reif sind, weswegen es bei PR und LN fehlt, nur zwei statt drei Konsonanten.

    \ GLS /
    PR X LN
    / SPL \

    Echt, total verblüffend!


    Traumwaldschrat

    (#79)



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  15. Nach oben   #48

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    Wie macht man die Welt eine bessere

    Langsam krieg ich echt 'nen Koller: Ich versteh es nicht!
    Warum wollen die bei Universal Music eigentlich kein Geld verdienen, warum verweigern sie sich so vehement der marktwirtschaftlichen Vorgabe, Gewinn zu erwirtschaften? Warum immer noch keine neue Glasperlenspiel-CD-Single-Veröffentlichung?

    Mark Forster hat, wie gesagt, bereits die zweieinhalbte Single aus seinem aktuellen(?) Album veröffentlicht, mittlerweile auch Adele die zweite, Felix Jaehn und Robin Schulz hauen einen Single nach der anderen raus... nur bei Glasperlenspiel kommt nix nach!

    Ich bleibe dabei: Auch CD-Singles ist ein nicht zu vernachlässigender Markt! Bestes Beispiel bin ich selbst: Auch weiterhin gibt es viel Musik, die mir sehr gut gefällt, aber mich interessieren trotzdem nur die Singles, ich habe nicht im geringsten vor, die dazugehörigen Alben zu kaufen.

    (Zusätzlich würde ich hoffen, dass Carolin und Daniel sich aus berechtigtem Ehrgeiz nicht selbst bei der CD-Singleauswahl einschränken, weil es nur Lieder sein sollen, bei denen auch Daniel mitsingt.
    Warum denn?
    Es ist doch auch ganz unverkennbar und authentisch Glasperlenspiel, wenn nur Carolin singt.)


    -----------

    GESANGSKUNST

    Ich hatte mich ja hier im Thema schon einmal über meine Antihaltung bezüglich des Tremolos ausgelassen. Eine aktuelle Hitparadenplatzierung gibt mir Anlaß, es noch einmal aufzuwärmen.
    Imany: "Don't be so shy"
    Eben das, was ich am meisten kritisiere: Sogar noch auf der noch so kürzesten Viertelnote ein krampfhafter Versuch eines Tremolos, -he, das ist doch nicht mehr schön, das ist doch nur noch ein jämmerliches Rumgewimmer!

    Ich weiß nicht, könnte man es nicht wirklich dabei belassen, in der Popmusik kein Tremolo zu trainieren, sondern dies denjenigen Musikrichtungen zu überlassen, die auf der Bühne mit Notenständer und Notenheft vorgetragen werden, da gehört es hin (auch: Oper - Orchestergraben, Musikal - Orchesterraum)
    -Wäre natürlich Panne, wenn dann alle Musikkünstlerinnen/eggen einfach irgendwo 'nen Notenständer auf die Bühne stellen...


    Der Sängereg von Disturbed dagegen hat mich positiv überrascht, wenn auch in ganz anderer Hinsicht!
    Ich finde das Lied "Sound of silence" von diesen Hardrockern wirklich gut, wieder eine Coverversion, die ich gut finden kann. Was mich aber begeistert, ist ein kleines Detail:

    Ich bin mir sicher, es fiel mir in der Vergangenheit schon öfters auf, dass Sängerinnen/eggen bei manchen Liedern, wenn Schlußsilben auf langen Tönen gesungen, gehalten werden, die letzten Konsonanten der Silbe verschlucken, doch bei Sarah Connors "Wie schön du bist" fiel es mir zuletzt deutlich auf, zudem, dass ich mich auch noch vage daran erinnern konnte. Mindestens die letzten beiden Male im Schlußrefrain singt sie:
    "...wie schön du biii.i..i...i..."
    Nur wenn man genau hinhört, kann man die Male davor noch ein ganz leises S hören, aber kein T mehr.
    -Gut, ich würde jetzt nicht sagen, dass dies schlecht gesungen ist, das ist einfach die Tücke einer jeden Sprache, wenn sie Liedtext ist, aber ich finde es schade, dass so oft nicht mehr Ehrgeiz darauf verwendet wird, die letzten Konsonanten nicht zu verschlucken. Disturbed beweisen es ja, es geht und klingt auch noch spitze, zudem dass sie sich dazu obendrein ganz forsch und gekonnt über musikalische Regeln hinwegsetzen. Hinwegsetzen deswegen, weil ein gehaltenes, lang gesungenes M oder N unüblich ist (S und F bestimmt absolut, R und L dagegen in den slawischen Sprachen schon üblich) (*). Ich weiß gar nicht, wie Simon&Garfunkel es im Original singen, aber der Sängereg von Disturbed singt ganz gewagt und selbstbewußt ein langes N und(!) schafft es sogar noch, das S (das CE in silence) so dezent, aber trotzdem bestimmt hintenanzusetzen, dass es nicht störend zischt, sondern im Gegenteil das N noch weich abrundet!
    "...the sound of silennnnnn...s."
    Absolute Spitze!
    Das ist perfekt!

    (*):
    Glasperlenspiel machen das sogar auch, es fiel mir letztes Jahr schon auf und ich fand es echt gut und viel besser, wie wenn Carolin gesangstechnisch korrekt den zweiten Vokal lang gesungen hätte, dabei sogar noch ganz lustig, ganz frech sprechtechnisch bedingt sprachlich unkorrekt:
    "Weil wir uns're Träume nicht lebmmmm."

    --------------

    DEUTSCHSPRACHIGER ELEKTROPOP...! FINNISCHSPRACHIGER ELEKTROPOP?

    In noch einem anderen Aspekt wiederhole ich mich schon wieder.
    Letzes Jahr im Herbst hatte ich hier im Thema darüber geschrieben, wie interessant ich es fände, wenn die europäischen (weltweit) Sprachen in der Popmusik mehr zum Zug kämen.
    'Warum denn immer englisch'?
    Felix Jaehn mit "Bonfire" bringt mich zu diesem Gedanken zurück.

    Ich finde zwar auch dieses Lied mal wieder etwas unrund, unflüssig, aber es gefällt mir unheimlich gut, ganz besonders die Refrains mit dieser quäkenden Melodie, richtig toll Elektropop, außerdem klingt es dadurch für mich wie eine bezaubernde Abenteuergeschichte! Nur denke ich mir unweigerlich, was für ein faszinierend tolles Lied es geworden wäre, wenn Felix Jaehn, ein DJ aus Deutschland, eine deutsche Sängerin sich geholt hätte (zum Beispiel Lary...)! Oder aber, wenn er Alma überredet hätte, auf finnisch zu singen! (wenn sie schon aus Finnland kommt)
    Das wäre doch interessant gewesen!

    Mal prinzipiell, wäre das keine interessante Idee:
    Die DJs, die für ihre Musik Sängerinnen/eggen angagieren, bestimmt für jedes Lied eines Albums eine/n andere/n, bringen uns die Welt, die Sprachen der Welt nach Hause...


    --------------

    UNS'RE KLEINE WELT KÖNNTE SCHÖNER SEIN

    Ende Juni, anfang Juli hörte ich ein paar Mal nach der "Schlager der Woche"(!) Puls auf Bayern3, wozu ich mich dann schon ins Bett legte. Bei einem Lied wäre ich aber fast wieder aus dem Bett gefallen, denn... denn... ja?...denn irgendwie... ich könnte es so interpretieren, diese Hiphopband singen eigentlich von meiner Wie-Sonne-und-Erde-Menschheit..., sogar mit ein, zwei Aspekten, auf die ich bisher noch gar nicht eingegangen war. Einziger Unterschied: Sie singen von DER Bombe, die die Menschheit zum Paradies bringt. Aber sie singen von der nahezu gleichen Idee einer besseren Welt wie meine, deswegen war ich total aufgewühlt, auch, weil das Lied trotz Hiphop sehr schön elektronisch war! Ein paar der Textzeilen, die ich auf Anhieb verstand, krallten sich in meinem Gedächtnis fest, besonders: "...Nestle von den Feldern jagten..."
    -"Und wir singen im Atomschutzbunker, hurra, hurra, die Welt geht unter" hatte ich mir noch gemerkt.

    Ich bin dem Lied im Internet sogar auf die Schliche gekommen! "Hurra die Welt geht unter" von K.I.Z. zusammen mit Henning May (das ist doch der: "Zu Hausääää, bist immer nur du..."?) in der Original Video - Version(?).

    Mensch, das Lied gefällt mir gut!

    Den Sängereg Henning May finde ich erstaunlich! Seine Stimme! Die paßt ja scheinbar überhaupt nicht zu seiner bübchenhaften Erscheinung (wird er ein neuer Harry Belafonte?). Doch genau das macht die Faszination aus: Wie er im Video mit dieser Stimme mit strikter und reservierter Ausstrahlung wie ein Atomschutzbunkerleiter, aber dennoch mit einer musikalischen und auch gesellschaftskritischen Leidenschaft zu diesen elektronischen Klängen in die Sprechanlage singt, das ist... irre!


    Was die gesellschaftskritischen Ambitionen angeht, haben aber Glasperlenspiel die Nase vorn, denn K.I.Z. und Henning May brauchen für ihre Vision einer besseren Welt die Bombe. Das finde ich jetzt a bißle unkonstruktiv! Doch ich selbst bin da auch nicht viel besser, denn ich pack meine Ideen einer besseren Welt relativ utopisch-fantastisch und unerreichbar gleichsam in eine Parallelwelt; eine fiktive Vorbildmenschheit auf einem fiktiven Planeten (eigentlich nur Science-fiction). Au ned sonderlich konstruktiv!

    Glasperlenspiel dagegen liefern in "Laßt uns was bewegen" eine greifbare und realistische Idee einer besseren Welt! Zum einen, weil aus ihrer Sicht jeder etwas zu einer besseren Welt beitragen kann, der einfach die charakterliche Stärke, die tatkräftigen Ambitionen oder den leidenschaftlichen Ehrgeiz mitbringt. Zum anderen: "...uns're kleine Welt könnte schöner sein". Ich interpretiere diese Textzeileso dass sie für eine bessere Welt gar keinen Masterplan haben, sondern Stück für Stück, Schritt für Schritt die Welt schöner machen wollen, -oder später dann immer noch schöner, bis... tja, bis?! ...Tja, da zeigt sich, dass eine bessere Welt vielleicht gar kein Ziel ist, keine feste Größe, kein Zustand, den man irgendwann erreichen kann, und dann ist alles gut; -und bleibt alles gut... Vielleicht muß man sich diese bessere Welt ständig neu erarbeiten, -bzw. sie erhalten, jeden Tag aufs neue -oder zumindest jede Generation aufs neue...


    ---

    Ja, und was macht dann eine bessere Welt aus?
    Tjaaa, das könnt kniffelig werden...
    Denn bestimmt kommen gleich die ersten daher, man müsse sich einfach nach Gottes Wort richten, worauf dann die nächsten kommen, das reiche nicht, man müsse die ganze Welt strikt nach den Zehn Geboten ausrichten, worauf die übernächsten kommen, man könne das doch noch dahingehend erweitern, dass der Mensch auch keine Tiere mehr t*tet, sondern sich zukünftig vegetarisch ernährt, worauf dann bestimmt die überübernächsten kommen, dass die Welt noch viel besser wäre, wenn wir uns nur noch vegan, rein pflanzlich ernähren, was aber bestimmt die überüberübernächsten und die überüberüberübernächsten auf den Plan ruft, der Mensch müsse endlich hinter den Tieren zurücktreten und nach den Vorgaben der PETA leben und wenn schon Ernähren, dann auf alle Fälle mit genetisch verbesserten Pflanzen, um die Ernährung auch wirklich sicherstellen zu können, was eventuell das Stichwort für diejenigen ist, dass wir endlich eine echte freie, die wahre Marktwirtschft bräuchten, wo der Markt sich wirklich endlich selbst reguliert, was wiederum diejenigen wachrüttelt, man müsse erst einmal alle Verschwörungen aufdecken und alle Geheimbünde zerschlagen, aber gar nicht bemerken, wie vielleicht schon längst sich eine kleine Gruppe zusammenklüngelt und auspaldowert, wie man die Sache mit der Monopolisierung weitermachen könnte, was auch die nicht bemerken, die "sie sind unter uns!" aufschreien, dass es eine bessere Welt nur geben könne, wenn wir endlich akzeptieren, dass Außerirdische uns einst auf die Welt geimpft hatten, wo dann diejenigen widersprechen, dass es eine bessere Welt gar nicht geben könne, weil wir doch eh nur ein kosmisches Experiment höherdimensionaler Wesen sind, worauf dann noch diejenigen daherkommen, wenn schon Kosmos, dann richtig, indem man den Verlauf von Wasseradern beachtet und das Leben auf kosmische Kraftflußenergiepole ausrichtet, woran diejenigen sich stören, das höchste Bewußtsein des Menschseins sei nunmal das Yin und Yang - Prinzip, das überhaupt erst ein wahres Leben ermöglicht, was darauf für diejenigen Anlaß ist: Warum nicht gleich Jedi... oder die nicht sichtbare, um die Sonne kreisende Teekanne... oder das fliegende Spaghettimonster... Und dann gibt es ja noch die, die meinen, die Welt würde besser sein, wenn man so wie Sepp Holzer (der Agrar-Rebell) landwirtschaften und die Ernährung sicherstellen würde, und die, die (wirtschaftlichen) Wachstum für einen Irrweg halten und deswegen die Vision haben, dass in Zukunft die Arbeitszeiten im Berufsleben sich zugunsten ehrenamtlicher Arbeit immer weiter verringern werden, und dann gibt es auch noch die mit der Idee des bedingungslosen Grundeinkommens...
    Und was weiß ich noch alles...
    -Und mittendrin steh ich:
    "He, Leute, einfach: Kosmos, Leben, Zusammenhänge verstehen, Lebendigsein, Menschsein, Lebensfreude! Das kostbare und doch so grausame Leben!"

    Tja...?
    Und in welche Richtung geht es zu einer besseren Welt?
    Denn das ist jetzt 'n bißle unübersichtlich!

    Man darf mich gerne pessimistisch nennen, aber da bin ich doch ein wenig... ähm, ja... pessimistisch, ob da wirklich mal eine bessere Welt dabei herauskommt. Denn ich bin mir sicher, dass all diese Ideen einer besseren Welt bestimmt absolut unverrückbar und unvereinbar nebeneinanderstehen. Jeder pocht darauf, mit seiner Idee der Wahrheit für eine bessere Welt am nächsten zu sein, weswegen sicherlich Kompromisse größtenteils ausgeschlossen sind, was vermutlich eh nichts bringt, wie jede Klimaschutz- oder sonstige Konferenz hochrangiger Politiker ständig beweist: Der kleinste gemeinsame Nenner als Kompromiß, der sich jedes Mal in Bedeutungslosigkeit verliert.

    Und alles auf einmal, jede dieser Wahrheiten gleichzeitig, um es einfach jedem recht zu machen, bringt auch nichts, vor allem, weil das keine bessere Welt wäre, sondern einfach unsere Welt, wie sie ist; -und so toll ist sie ja jetzt nicht...

    Ich bin bei diesem Gemenge ja leider keinen Deut besser, auch ich meine, DIE Wahrheit für einen bessere Welt zu haben, sogar eine absolute, eine, der sich kein Mensch auf dieser Welt entziehen kann, egal woher er kommt, welche Einstellungen er hat und was er für Ansichten über diese Welt hat, weil jeder diese Wahrheit unweigerlich in sich trägt, eine Wahrheit, die für die meisten bestimmt verstörend oder beängstigend wirkt, die ich jedoch einfach nur verblüffend finde.
    -Aber wer weiß, vielleicht bin ich mit dieser "Wahrheit" auch nur ein verblendeter, engstirniger, unbelehrbarer, utopischer Träumer...


    Ja, Glasperlenspiel haben wirklich die Nase vorn, weil sie nämlich vielleicht nicht nur eine (vage; noch nicht besungene) Idee einer besseren Welt haben, sondern, was eventuell noch viel wichtiger ist, eine Idee, wie man eine bessere Welt überhaupt erst erreichen kann:
    "Wir woll'n was verändern, wir sind nicht allein, uns're kleine Welt könnte schöner sein" (eigentlich das ganze Lied)
    Denn vielleicht kommt es bei dieser Idee einer besseren Welt auch gerade besonders darauf an, diese Idee mit Leben zu füllen, nicht nur auf das Ziel hinzuarbeiten, nicht nur versuchen zu überzeugen, sondern diese Idee zu leben, vor allem auch miteinander zu leben, den anderen dadurch mitzunehmen, vielleicht sogar aus Begeisterung mitzureißen!
    Dann klappt's vielleicht auch...


    --------------

    TAGEBUCH


    Was machen Carolin und Daniel zur Zeit? Nur Unfug...?

    Ne, Daniel macht Unfug, spielt scheinbar gelangweilt mit seinem ipod-dingsbums-keineAhnung rum... aber da kam was richtig Lustiges dabei raus!

    ->Carolin macht auch Unfug? Ne, ich würde eher sagen: Das was nix!
    Ich finde es ja nicht schlecht, wenn Carolin seit längerem eifrig und mit Ehrgeiz daran feilt, für ihre männlichen Fans der Gegenstand schlafloser Nächte zu sein, aber so, wie sie es bei dem Treffen mit Tim Bendzko machte, da meine ich, das ging daneben, das sieht zu provokativ aufgesetzt aus.
    -Aber gut, vielleicht wurde auch nur auf der Kamera einen Moment zu früh oder zu spät abgedrückt.
    ))
    Ich finde das Bild insofern erstaunlich, als dass es scheint, dass für einen Augenblick die Fassade des Showbusiness abgefallen ist und man für einen kleinen Moment die Menschen hinter dieser Fassade sehen kann...

    ->Von wegen Unfug!
    Sie sind erfolgreich!
    Platz eins in der schweizerischen Hitparade (im Winter), und jetzt Platin und Gold in Österreich! Super!
    Wir gesagt, Glasperlenspiel sind nun auch international erfolgreich!
    Und wie!
    Ja, so allmählich tut sich was...

    ->Das Bild der sechs Bühnenglasperlenspielchen auf der Straße im Regen (Kiel Hafen) ist lustig!
    Mitten im Sommer bei trübem Regenwetter dick eingemummelt wie im Oktober - und trotzdem gute Laune! Eine Instagramteilnehmerin brachte diese gute Laune auch absolut glasperlenspielpassend auf den Punkt: Wir tanzen (auch) im Regen!

    ->Das Schwarz-weiß-Foto während der Autofahrt (Autobahn A8) ist spitze!
    Daniels Gesichtsausdruck mit dem zugekniffenen rechten Auge und der hochgezogenen linken Augenbraue ist eigentlich eine Grimasse, aber total super! Ich finde das Bild so stark! Als würde er gelangweilt und planlos mit seinem ipod rumspielen: "Hmmm, mal schaun, wie dis kommt..." .Und es kommt total gut!
    ))
    Ich hatte ja einmal in den Raum geworfen, wie lustig ich es fände, Carolin und Daniel in einem Musikvideo als Zeichentrickfiguren. Hihihi! Mit diesem Gesichtsausdruck scheint es, als würde Daniel schon mal üben, auch mal eine Zeichentrickfigur zu sein!
    -Es hat auch so etwas von Donald Duck, der sich ratlos mit den Tücken der ipod-Technik rumplagt.


    Moment mal,
    was las ich da für einen Namen einer/s Tagebuchteilnehmerin/eg, mit Zehntausendernummerierung?
    Das ist ja eine bezaubernde Idee:
    Alle Glasperlenspielfans sehen sich als Glasperlchen!
    Wie passend:
    Carolin und Daniel, die auf der Bühne für ihre vielen kleinen Glasperlen spielen!



    Traumwaldschrat

    (#80)


    [Wenn hier in meinen Beitrag (im unangemeldeten Zustand) eine Werbung erscheint, dann habe ich damit nichts zu tun, sie gibt keinesfalls meine eigene Meinung wider, was ich als beachtenswert erachte]

  16. Nach oben   #49

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    Gibt's was Neues?

    Ja, hilfe, was hab ich denn schon wieder vom Stapel gelassen?
    Harry Belafonte...
    Irgendwo hatte ich zufällig das genau passende Radioquiz aufgeschnappt, in dem der Name vorkam, der... meinte ich den?
    Dieser berühmte amerikanische Musikereg mit der einzigartigen Stimme, verursacht durch einen Stimmfehler, den er sich angeblich gerade deswegen nicht wegoperieren ließ, um eben die Einzigartigkeit seiner Stimme zu erhalten. Ich kramte auch extra meine alten Musikkassetten hervor auf der Suche nach diesem alten witzigen Funkmedley ("...Stop this crazy thing!..."), in dem dieses berühmte Lied als Sample eingearbeitet war: "...and I think to myself, what a wonderful world!"

    Ja, genau! Das ist doch... Louis Armstrong...? Und nicht Harry Belafonte... oder?
    Auf jeden Fall, den mit dieser einzigartigen Stimme meinte ich.
    Ich hoffe, es sei mir verziehen, einen der berühmtesten Musikereggen nicht genau zu kennen,

    aber ich will damit, mit diesem Unwissen ja kein berühmter Musiker werden.

    He, jetzt echt?
    Oder hab ich da was falsch verstanden? Will da echt jemand mit 'nem Grammatikfehler berühmt werden:
    "Your body is a murder"...?
    Ääähm... ja, sicher?... ? Und was soll das dann bedeuten? Meinte er wirklich nicht:
    "Your body is a murderer" (murdERER)?
    Gut, vielleicht hab ich da was nicht verstanden, vielleicht bin ich es, der kein Englisch kann, aber... eventuell sollte man das Englischsingen den Engländern überlassen...


    -----------

    Ich hab nochmal 'nen Koller bekommen: Schon wieder nix über Glasperlenspiel.
    In der Zeitung fand ich erneut Artikel über Musikerinnen/eggen, aber wieder nicht über Glasperlenspiel, hmpf! Über Justin Biebers Bühnenshow wurde geschrieben, Aufzug aus dem Bühnenboden hoch, Pyrotechnik, Tänzerinnen... ,so einen Artikel gab es schon ein paarmal, über Robbie Williams mit seiner Selbst-Statue und über P!nk mit ihrer Akrobatikshow mit Schwebegurtgehänge (übers Publikum schweben). Da wurde mir ein wenig mulmig, denn plötzlich kam mir die Frage, auf was ich mich bei Glasperlenspiel noch gefaßt machen sollte. Ich hab ja schon mal geschrieben, dass ich leider kein Freund üppiger Bühnenshows bin, mir sind ihre Leuchtdiodentafeln schon fast zu viel. Oder die Dampfdüsen (so effektvoll sie auch sind). Ne, einfach Carolin und Daniel zum Angucken, reicht doch! Einfach sehen, dass es die beiden wirklich lebendig gibt!

    ...Nur fällt mir blöderweise dennoch selbst schon wieder eine ganz toll glasperlenspielige Bühnenshow ein: Es gibt doch bei manchen Veranstaltungen diese..., diese, diese... "Luftmatratzenkugeln", diese durchsichtigen Teile, in die man hineinschlupfen und den Hang runter-, in den Teich rein- oder einfach durch die Gegend kugeln kann, so nach dem Hamsterlaufradprinzip.
    -Wenn Carolin sich eine Verkleidung anziehen würde, die wie die Wellen im Inneren einer Murmel aussieht und damit in so einer Kugel auf die Bühne gerollt käme! Oder von der Decke auf die Bühne plotzt, sofern diese Dinger für solche Sturzhöhen geeignet sind; das wär dann mehr 'ne Stunteinlage...
    Oder...?
    Zwei (Plexi)Glaskugeln, die ganz langsam aus dem Bühnenboden kommen, in denen Carolin und Daniel mit Wellenverkleidung stehen, wobei dann, wenn die beiden auf dem Bühnenniveau sind, die Kugeln weiter nach oben schwebend abheben, am besten so, dass man keine Zugseile erkennt, und dabei Carolin und Daniel aus den Kugeln "herausfließen" (Kostümtrick)...


    -----------

    Uih, wie niedlich!
    Im Tagebuch badet Carolin mit einem Riesenquietscheentchen!
    (naja, Quietscheflamingo, doch mal ein bißchen Fame, Villen und Sonnenbrillen...)
    Und Daniel hat schon den Stöpsel aus der "Badewanne" gezogen? ...so frei nach Loriot.
    Aber, von wegen Riesenquietscheentchen, da war doch was, die letzten Jahre, wo war es, Hongkong, Singapur, Sydney? Da haben sie doch ein echt riesiges Riesenquietscheentchen im Hafenbecken vom Stapel gelassen. Da hätte Carolin baden können!


    -----------

    Was gibt's sonst Neues?
    Neue Musik?
    Ja, schon, ich habe gestaunt, in der deutschen Popmusiklandschft tut sich wieder was! Wie heißt er, Philipp Poisel, sein neues Lied ist ja richtig gut, erstaunlich gut! Zwar mit einem Stolperer im letzten Refrain, aber vielleicht hört sich das mit der Zeit glatt, so wie bei Mark Forsters "Wir sind groß" im letzten Refrain: Beim ersten Mal hören stört es sehr, aber dann klingt es richtig gut.
    -Aber Philipp Poisel war nur eine Woche in der "Schlager der Woche"(!), fand ich echt schade, denn das Lied hat was, ganz selbstbewußt deutschsprachiger Pop, mal etwas ungewöhnlicher, recht düster und melodramatisch, wenn ich mich recht erinnere, gefiel mir echt gut! Aber irgendwie doch kein Erfolg.


    Ja, halt, Moment mal, neue Musik?
    Ja, HUCH!
    "Für immer" und (schon wieder...) eine Special-Deluxe-Edition-Dingsbumskirchen...
    Oho!
    Dumm nur, dass es mich dennoch überrumpelt, denn leider ist zu viel Unruhe entstanden und außerdem vertiefe ich mich gerade in Science-fiction-Traumwäldern, ...ähm, -welten. Da hab ich jetzt eigentlich gar kein Ohr für neue Lieblingsmusik. Zumal ich zur Zeit und eventuell noch länger nicht gescheit musikhören kann.
    -Außerdem hab ich leichte Anwandlungen, beleidigt zu sein, denn keine-Ahnung-26-Eurotaler für drei neue Lieder, find ich dann doch 'n bißchen... Aber gut, dafür gibt's glaube ich noch ein Videomitschnitt eines Konzertes dazu. ...Hmmm, joa, das wär was... Hmm, ja, das wär echt was! Nachdem dieses Mal bei dieser Tour Glasperlenspiel für mich nur als Vorprogramm erreichbar waren und nur ganz klein da ganz weit vorne, schau ich sie mir in Ruhe auf Video an!


    --------------

    Au ja, ein Bild im Tagebuch, an dem man mal ein bißchen rummäkeln kann!
    Ja, weil ein Teilnehmerkommentar trifft einen sehr bemerkenswerten Aspekt: "Weniger steht euch viel besser (Bussi)".
    Gemeint ist wohl: weniger rausgeputzte Schönheit.
    Ich finde, sie/er hat wirklich recht! Nicht nur, dass ich diesmal an Carolins Auftritt wirklich etwas rumzumäkeln hätte, sondern, noch viel wichtiger, um nicht abzuheben, um auf dem Boden bleiben, das, was gerade für Glasperlenspiel so wichtig ist: echt sein! Da finde ich ihren/seinen Tagebuchkommentar wunderbar, weil er bedeuten könnte: echt bleiben, oder, wenn man es anders interpretiert, vielleicht sogar etwas Sorge hineininterpretiert, sich nicht vom Erfolg den Kopf verdrehen lassen. Denn man kann es natürlich voll auskosten und es im Auftritt (nicht der Auftritt auf die Bühne, sondern wie man wie geschminkt und mit welcher Kleidung in Erscheinung tritt) betont darstellen, dass man nun sehr erfolgreich ist, aber man kann ja auch der Bedeutung eines Auftritts (jetzt der auf die Bühne) mit Kleidung und Accessoires gerecht werden und trotzdem mit irgendwelchen Details der ursprünglichen, bodenständigen, echten Gesinnung treu bleiben.
    Speziell bei dem Bild vor dem Spiegel,
    wenn ich auch mal (konstruktiv!) rummäkel,
    wäre das:
    Hmm, "Weniger steht euch viel besser (Bussi)", ja schon, denn so sieht sie für mich zu sehr nach erfolgreicher Karrierefrau eines Versicherungskonzerns aus, die in einem Dachstudio wohnt, nur Designermöbel hat und Männer nur als Statussymbol mißbraucht, nie wirklich sie selbst ist, weil sie ihre Seele an den Erfolg verkauft hat und dazu der Schein zur Normalität wurde, -oder einfach, Carolin sieht zu wenig nach Carolin aus.
    -Wenn ich mal nur an ihrer Kleidung und Schminke rummäkel, würde ich sagen, hmmm..., ja: Der Lippenstift ist zu dunkel! Ich sags mal ganz überkandidelt: Der dunkle Lippenstift verdeckt zu sehr das Gesicht... oder irgendwie so.
    -Daniel dagegen find ich gar nicht so schlecht, eigentlich echt gut, eigentlich... das erste Mal, oder das erste Mal, wo es mir bewußt auffällt, dass Daniel besser rauskommt als Carolin, bei ihm ist es gar nicht so viel zu viel, vielleicht im Gesamtbild etwas zu glatt, aber ansonsten markant, schneidig schick! Vielleicht sogar: es leuchtet sogar ein wenig der stolze, erfolgreiche und bodenständige, rauhe Musikereg heraus. Hmmmm..., doch doch. -Eventuell sollte Daniel nicht so gerade, so direkt in die Kamera schauen, vielleicht hat er da das gleiche Problem wie Daisy Ridley, besser auszusehen, wenn er den Kopf leicht nach unten neigt und in die Kamera schaut; nur ob das auch immer zur Fotografiersituation paßt...

    Uih, eine Videobotschaft im Tagebuch!
    Tja, eigentlich das, was ich schon lange vermisse, mal wieder etwas, wo man auch mal etwas von Carolin und Daniel selbst mitbekommt, mal wieder ein Interview, wo sie vielleicht auch mal ein kleines Stück ihrer Persönlichkeit preisgeben, um vielleicht ein bißchen sehen zu können, wie sie sind. Seit dem Interview mit den vielen Perlen auf dem Boden kam leider gar nichts dergleichen nach. Bis auf die andere Videobotschaft zur Präsentation ihres Albums "TagX". Und der Auftritt im Morgenmagazin hat mir nicht gefallen, weil für mich es zu wenig Glasperlenspiel war, das war zu sehr Fernsehshow, es ging eigentlich gar nicht so sehr um Glasperlenspiel, sondern nur um ein zu kurzes Interview mit Musikerinnen(!) im Morgenmagazin.
    -Die Videobotschaft jetzt ist lustig!
    Besser als die letzte, lebendiger!
    Und man kann auch den Hintergrund beachten: Obwohl man ja Psst! sein soll, kann man einen Astronautenhelm erkennen und, hmm ja, es könnte ein Roboterarm sein. Wozu das, das verrät Carolin ja eigentlich schon, Grüße vom Mars (oder hab ich mich verhört?). Da könnte man gespannt sein, wie sie vom Ende der Welt auf den Mars kommen.
    (Hmm, Science-fiction?)
    Und ein bißchen rumblödeln, toll!
    Ach, schmelz, goldig, die zwei!


    Traumwaldschrat

    (#81)


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  17. Nach oben   #50

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    Geburtstag!

    fffwwuuuiiiJJJJiiiiiiüüüüüüüüüchchchchchchchchch

    chchchchchichichichichschschschschschschchchchchch

    *kchk*Hallohallo?*kchk*

    chchchchffffff.f..f..f.ffffffchchchchchchchchchch

    *kchk*Hallohallo? Traumwaldschrat an Glasperlenspiel?*kchk*

    chchchchchchchchchchchchchchchchchchchchchch

    *kchk*Ja, Hallo! Ich befinde mich ja zur Zeit in
    Science-fiction-Traumwelten,
    weit weg auf fernen Planeten,
    -leider etwas enttäuschend-, und weil ihr ja
    auch nichtchaufchderchErdechsondernchirgendwo im Sonnensystem
    unterwegs seid, Mars?, kann ich Euch nur schlecht anpeilen,
    deswegen ist diechVerbinduchetwchachschchlechchchchch*kchk*

    chchchchffffffmmmmMMMMmmmmmmffffffchchchchchchchch

    *kchk*Ja, die Verbindung ist etwas schlecht, instabil, aber ich wollte
    mich trotzdem melden: Daniel, ich wünsche Dir alles Gute zu
    Deinem 28. Geburtstag!
    Mach Dir einen schönen Tag,
    feiere schön undchbischdannchchchtschü-üs, Dein
    Traumwaldschrat*kchk*

    chchchchchchchchchchchchchchchchchchikch


    (#82)

  18. Nach oben   #51

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    Neue Hits... / Filmtricks

    Tja,
    zwar bin ich schon lange aus den Science-fiction-Traumwelten zurück, doch bei der Rückkehr stürzte ich leider ab über einem Gebiet riesiger Traumwälder, in denen ich mich dann auch noch recht großzügig verlief...
    Aber jetzt bin ich wieder da!

    Und gleich kann ich mich wieder rumärgern!
    Ich versteh es einfach nicht.
    Ich will es gar nicht benennen, wen man alles aufführen könnte, die/der/die seit dem Herbst letzten Jahres mittlerweile bereits die dritte oder gar vierte Single in den "Schlagern der Woche" platzieren konnten, doch von Glasperlenspiel ist weit und breit keine Spur, weder überhaupt eine Singleauskopplung seit "Geiles Leben" und wenn doch, dann wieder nur als Download, damit es auch ja keinen Erfolg hat.
    Ich versteh es wirklich überhaupt nicht!
    Auch nach eineinhalb Jahren finde ich es immer noch ewig schade und enttäuschend, dass "Paris" kein Hit werden durfte (ebenso "Moment"), weil es nur als Nix-zum-Anfassen-Download veröffentlicht wurde. Dabei hätte es [beide] doch Hitqualitäten gehabt! Und mit "Für immer" scheint es sich gerade zu wiederholen, seit Februar/März habe ich in den "Schlagern der Woche" nichts mehr von Glasperlenspiel gehört. Es scheint sich sogar doppelt zu wiederholen, denn unverständlicherweise scheint auch die Singleveröffentlichung vom 9.12. nur ein Download zu sein. Und als EP wird es bestimmt nicht als Single gewertet. Also wieder nix mit Hitparade, oder?

    Wenigstens zwei, drei zusätzliche Lieder zu "Geiles Leben", mit denen sie die Hitparade hätten aufmischen und so ihre Hitparadenpräsenz hätten festigen können. Aber nein.
    Es ist so traurig!


    Dabei ist es doch hitverdächtige Musik:

    "Für immer"
    hat es in sich, denn die ersten Werbeklänge waren gar nicht so recht mein Geschmack, doch in der Gesamtheit des Liedes bin ich überrascht: Stark! Mitreißend!
    -Die Strophen sind ja der Hammer! So lässig habe ich Daniel noch nie gehört! Das liegt auch am Strophentext, der ausgefeilt Schlag auf Schlag den Gedanken bis aufs Letzte ausbreitet. Spitze gedichtet und dazu diese hölzernen Klänge und synthetische Ausschmückungen! Klasse!
    -Diesmal haben sie mich sogar mit den Stimmungswechseln überzeugt, der ruhige, von Carolin gesungene Übergang, das paßt, weil es die musikalische Antwort auf die Strophe oder den deutlichen Unterschied im Erleben darstellen könnte, zum Beispiel:
    Während das Liebesglück Jungs zu knackiger Lässigkeit verleitet, schmelzen Mädchen leidenschaftlich und schwebend dahin!
    -Der Refrain hat mich dann erstaunt: Das ist Glasperlenspiel! Ganz eindeutig!
    Als hätten Glasperlenspiel ihren eigenen Musikstil gefunden und quasi als Erkennungszeichen ins Lied eingebaut: "gra-ua-wa-hi-cha-hu..." oder sonstige elektropoppige Kreationen! So klingt Musik von Glasperlenspiel! Ganz unverwechselbar!
    Schmelz!
    (Jetzt müßte das halt nur noch Hitparadenerfolg haben!)


    "Karussel"
    Oh! Druckfehler! -Im Textheft, auf dem Rücktitel der CD und im Liedtext stimmt's.
    Und ein "Singfehler", oder hab ich mich verhört? "...die Welt ist hart, aber Bomboms sind es auch." Niedlich! Wie hat sie denn das durchgekriegt?
    "Lass den Kopf doch nicht häng, gibt viel schlimmeres, komm raus - ich bau dich auf". In der Tat gibt es Schlimmeres, wenn nämlich niemand da ist, der einen "rauszieht" und wieder aufbaut...
    -Das Lied fängt zwar elektronisch, doch recht unscheinbar an,-aber dann:
    Die klopfenden Baßklänge und dazu die Akkorde, die sich aus dem Nichts aufbauen, den Refrain vorbereiten, das ist Gänsehaut, besonders mit dieser Harmoniefolge und dem septimähnlichen Akkord im vierten Musikquadranten... ach ne, halt, jetzt kein Science-fiction mehr: ... im jeweils vierten Takt.
    -Und dann bricht der Refrain los, absolut mitreißend durch den knackigen Rhythmus, mit einer herrlich undefinierbaren quietschenden Klangfarbe und diesen herrlich prachtvoll schwebenden Klang(Akkord)flächen! Diese Klangflächen, das ist meine Musik! Dazu eine so wunderbar elektronische spitz tröpfelnde Hintergrundmelodie und ebenso spitze elektronische Ausschmückungen!
    -In der zweiten Strophe ist noch eine tolle glitzernd perlende Hintergrundtonfolge, aber viel zu leise, man hört sie fast gar nicht, und in der dritten Strophe ganz dominant die elektronische Baßklangfarbe, die sich zu einem Knacken steigert!
    -Nur der Schluß ist wieder ein bißchen arg abrupt.

    Was für ein tolles Elektropoplied! So spitze! Ich bin begeistert! Stark!

    (Dieses Lied in der Hitparade, das wär was...!)


    "Heimat"
    Huch! Noch ein Druckfehler im Textheft. Auf dem Rücktitel stimmt's:
    "Heimweh"
    Auch dieses Lied hat es in sich!
    Für meine Musikgeschmack fängt dieses Lied recht langweilig an, so'n Singersongwriter-Gitarrengeplänkel, aber es steigert sich enorm, regelrecht vorangetrieben von dem (voran)schreitenden Rhythmus und mit elektronischen Ausschmückungen, bis dann die Staccatoakkorde zusammen mit der synthesizerklangfarbenanmutenden Gitarre eine unglaublich tolle Elektropop-Klangatmosphäre schaffen, wie eine prachtvolle, in Zeitraffer aufgehende Blüte und gleichzeitig akustisch Weite darstellend, die Weite der Welt, die man in einer Abenteuerreise entdeckt, die Weite des Lebens, wie weit man sich schon von seinem Ursprung, der Kindheit und Jugend entfernt hat, die Weite der Freiheit, in der aber auf einmal das Heimweh (diese flirrend zirpende Klangfarbe im Refrain und Nachrefrain) anfängt zu beißen...

    -Spontan kommt mir der Gedanke, ob man den Begriff Heimweh nicht erweitern sollte, und auch dieser Erweiterung gesellschaftlich mehr Raum geben sollte? Denn mir fallen diese vielen "lästigen" "Stadtplagen" ein, diese auffälligen, durch ihr Verhalten auffällige, manchmal auch versoffene oder sonstwie der Realität entrückte Menschen in den Innenstädten. -Ist es möglich, dass diese Menschen gar nicht asozial sind, sondern einfach schrecklich Heimweh haben (und der Suff oder das entrückte Verhalten nur ein Betäuben des Heimwehs ist), nicht dieses Heimweh nach Zuhause, nicht dieses in-der-Ferne-Heimweh nach der eigenen Wohnung und der vertrauten Umgebung, Stadt, Dorf, sondern (der Begriff erweitert) das Heimweh nach Geborgenheit, das Heimweh nach menschlicher Wärme und Nähe, das Heimweh, (wieder) als Mensch angenommen zu sein, oder das Heimweh nach Lebenssinn, für jemand anderen wichtig, wesentlich, unentbehrlich, unersetzlich zu sein?

    Ich erinnere mich daran, dass es für jeden jungen Menschen oberstes Gebot ist, von daheim auszuziehen und sich ein eigenes Leben aufzubauen. Ist es möglich, dass diese asozialen Menschen gar nicht asozial sind, sondern einfach ganz fürchterlich daran gescheitert, irgendwo zwischen Jugend und heute ganz hoffnungslos verlorengegangen sind? Ist es weiter möglich, dass diesen Menschen vielleicht (wider Erwarten) wesentlich mehr geholfen wäre, wenn, -ganz verwegener Gedanke-, sie zurück zu ihrer Familie oder gar Eltern könnten...

    Eben Heimweh!
    Carolin singt eigentlich genau über dieses Heimweh, besonders deutlich in der zweiten Strophe.
    Wollte sie vielleicht sogar darauf aufmerksam machen? Auf diese viel bedeutendere Form von Heimweh und deren gesellschaftliche Relevanz?


    Ich hatte ja schon öfter die Vermutung, ob Daniel oder Carolin mich doch noch von Gitarre überzeugen wollen: Mit "Heimweh" sind sie schon nah dran! Diese Gitarrenklänge zu den Staccatoakkorden, das klingt echt wie eine Synthesizerklangfarbe und es klingt super!

    Damit läuft das Lied dann zum Schluß hin so schön davon, immer weiter (in die Ferne)!
    Nur der Schluß gefällt mir nicht so gut, ist aber musikalisch sehr gut, wie eine Klammer um das Lied.

    (Hätte vielleicht auch Hitqualität, gerade jetzt zur Zeit: Besinnlich, aber dann doch das etwas andere Weihnachtslied!
    Wenn ich mir das auf der Zunge zergehen lasse, dieses Lied jetzt im Dezember in der Hitparade im Radio, werde ich ganz wehmütig!)


    BILDER IM TEXTHEFT

    ->Wo die zwei sich zum fotografieren überall rumtreiben! Also ich les auf dem Straßenschild im Hintergrund irgendwas mit Dubai und darüber, das könnte arabische Schrift sein. -Oder stehen sie nur vor einer Projektion? -War das Absicht oder Zufall, der städtische Linienbus so dominant im Hintergrund?
    ((
    Carolin sieht sehr hübsch kinderkrieglich aus, doch in dieses Bild könnte man eine ganz andere Geschichte hineininterpretieren: Das drohende Ende einer Beziehung, der bange "Moment" vor "Nie vergessen", beide in zerknirschter und Daniel in auf sich selbst verärgerter Reue, ob sich das gemeinsame Glück wirklich nicht mehr retten läßt.

    ->He, stark! Starfoto!
    So'n richtig tolles Fanposter-Schmachtfoto!
    Nur muß ich ganz ehrlich sagen, dass Daniel besser wegkommt, natürlicher, alltäglicher, echter.

    ->Wieder sehr kinderkrieglich! Daß so schlichte, glatte, klare Linien so verführerisch sein können.
    ((
    Anfangs dachte ich, das Foto entstand auf dem Mittelstreifen einer Straßenbrücke, dabei ist es wohl eine wellenumrahmte Freiluftkartbahn.

    ->He, fies!
    Das Bild ist perfekt gut!
    Weil man überhaupt keinen Anhaltspunkt erkennt, wie der Trick zustandekommt!
    Einfach springen, Stunteinlage, Fototrick, optische Täuschung? Oder... sind Carolins Schuhe schon Kulisse, die Schuhe allein in der Umgebung fotografiert und mit dem Hintergrund auf eine (schräge) Bodenplatte projiziert mit zwei Löchern in der Platte zum durch(rein)steigen?


    "FÜR IMMER" VIDEO

    Auch das Video ist perfekt gemacht, mit ausgefeilter Filmtricktechnik, nicht einfach nur plump und durchschaubar auf eine Glasplatte gelegt, um schwereloses Schweben darzustellen, sondern richtig gut gemacht! Zwar wirkt die Szene etwas steif, Carolins Körperrumpf ist zu starr, unbewegt, und mit den Armen und Beinen rudert sie zu sehr, aber dafür erkennt man nicht den Trick selbst. Vielleicht liegt sie ja mit festgegelten Haaren vor einer Blue/Greenscreen rücklings auf einem Barren?
    -Andere einfache und alte Filmtricks könnten sein:
    >Schnitt; die Szene ist so kurz geschnitten, dass man gar nicht erkennen kann, dass die Landefähre nur'n Pappendeckel ist,
    >Bildausschnitt; von wegen Zentrifugalanalysator, einfach die Sprossen in 'nen Thermomix gekippt, nur ganz knapp gefilmt und dabei sich gleich noch ein Mittagessen gekocht.
    -Und vielleicht nicht so alt, aber relativ einfach, wie mit Farbfiltern aus einer gewöhnlichen, vielleicht südeuropäischen Steppen- oder Wüstenlandschaft der Mars wird.

    Von wegen alt: Durch die Schlichtheit der Filmkulissen in der ersten Hälfte, finde ich, bekommt das Video einen Charakter, als wäre es ein Urenkel des Filmklassikers Metropolis.

    Mich wundert ja, wie dieses Video zum Lied passen soll, wie verbindet sich Liebesglück mit dem Training für und mit dem Raumfahrtforschungsprogramm? Zumal die vielen Carolins und Daniels (süß!) außer dem "Auf geht's"-Gruß persönlich nix miteinander zu tun haben, während Carolin innerhalb der Raumstation oder Rakete mit Wasserperlen (Natürlich! Wie passend!) und außerhalb Gitarre spielt, baut Daniel auf einem roten Planeten einen Laserstern auf.

    Oh ja! Science-fiction! Genau das, was mir besonders gut gefällt, wenn auf fernen Welten neben Sonne und Mond über dem Horizont noch andere Planeten, sogar mit Saturnring, zu sehen sind! Irre! Besonders science-fiction-haft finde ich das Detail, dass Daniel am Meeresufer NICHT den Helm abnimmt, denn genau dadurch, anscheinend ist die Atmosphäre für ihn schädlich, bleibt der Planet ein weit entfernter, surrealer, fremder, unbekannter Planet.
    Würde er den Helm abnehmen, würde dadurch wahrscheinlich der Eindruck eines fremden Planeten zerstört.
    Eigentlich auch ein Filmtrick!


    Traumwaldschrat

    (#83)

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  19. Nach oben   #52

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    Zwielichtige Lehrerin

    Mei, jetzt hab ich mich vielleicht wieder in Traumwäldern verlaufen, das waren schon fast Urwälder! Da krieg ich ja gar nichts mehr mit!
    Doch!
    Genau das, was ich eigentlich nicht mitzukriegen brauch!

    In den "Schlagern der Woche" hatte ein Interpreteg zwei seiner Lieder gleichzeitig auf Platz 1 und 2 platzieren können. Und in der britischen Hitparade hatte er angeblich vorletzte Woche Platz 1 bis 16 belegt und letzte Woche Platz 1 bis 9 und die anderen sieben Lieder zwischen Platz 10 und 30. Und auch die Tageszeitung hat über ihn geschrieben.

    Nee, echt, tut mir Leid, wie schon vor mehr als einem Jahr, ich kann das nicht ernst nehmen, das ist keine gute Musik [doch, das ist es auch], das ist einfach eine aus meiner Sicht p... Marketingstrategie, die exakt zu 100% aufgegangen ist. Das hat für mich mit musikalischem Erfolg nichts mehr zu tun, Das ist nur noch wirtschaftliches Kalkül.

    Stellt sich für mich trotzdem wieder die bittere Frage: Und Glasperlenspiel?
    Seit vorletzten Herbst waren etliche Musikerinnen/eggen mit mittlerweile zwei, drei Liedern in der Hitparade, und jetzt sogar auch noch doppelt und zehnfach vertreten, selbst "Cousinchen" Lorde hat eine neue Singlevorstellung; aber bei Glasperlenspiel kommt weiterhin nix nach!

    Ich habe keine Ahnung, ob dies tatsächlich Carolins und Daniels Entscheidung ist, aber ich bleibe bei meiner Vermutung, dass das Entscheidungsrecht auf Singleveröffentlichungen allein beim Musikverlag (Tonträgerverlag) liegt. Und aus irgendeinem absurden Grund, so spekuliere ich (unsinnig?) weiter, man kann es irgendwie nicht anders interpretieren, hält er Glasperlenspiel klein...? Ja, mittlerweile sehe ich es so (eigentlich schon lange): Glasperlenspiel sind verhinderte Stars.

    Nunja, aber eventuell könnte man es so sehen, dass sie erst dadurch, durch diese Absurditäten zu noch großartigeren Stars geworden sind! Denn Glasperlenspiel haben Erfolg, eine beachtliche Anzahl Eintrittskarten haben sie mit ihren Konzerttouren verkauft, einige Konzerte waren sogar ausverkauft und außerdem gab es Auszeichnungen und beste Hitparadenplatzierungen, nicht nur in Deutschland, sondern auch in der Schweiz und in Österrreich. Und diesen Erfolg aber mit viel weniger Werbung, ohne eine absurd penetrante Marketingstrategie erreicht, sondern diesen Erfgolg haben Glasperlenspiel sich anscheinend gänzlich selbst erarbeitet.
    Also: Kaum Werbung gemacht aber trotzdem Erfolg, Glasperlenspiel sind wirklich beliebt, Glasperlenspiel sind wirklich großartige Stars!

    Nur halt nicht so, wie ich es mir für sie gewünscht hätte: viele erfolgreiche Singles, viele Hallenkonzerte (anstatt der Festivaltouren) und irgendwie mehr Präsenz im öffentlichen Bewußtsein ("ach, das sind doch die... ähm... Glas...-dings... ähm... ich bin echt") und auch in den Medien, nicht nur Auftritte, sondern auch mal Interviews.

    Doch stattdessen kommt nur recht wenig nach. Zwar gibt es im Tagebuch heiße Spekulationen auf neue Musik, aber ich vermute, wenn das wirklich schon Arbeiten für ein neues Album sind, wird es trotzdem erst nach der Festivaltour im Herbst veröffentlicht werden.

    Tja, aus meiner Sicht alles recht ernüchternd.


    Und im Moment bleiben mir nur ein paar Bilder im Tagebuch.

    Bei einem Bild schließe ich mich der Meinung im Tagebuch an, da sieht Carolin wirklich anders, aber gut aus!
    Interessant finde ich, wie jemand meinte, mit rotem Lippenstift sähe es besser aus. Ich dagegen hatte ja mal kritisiert, dass in einem Bild der Lippenstift zu dominant, zu "leuchtend" war. Tja, und bei diesem Bild?
    ))
    Wäre der rote Lipopenstift ein Kontrast, der das Bild abrunden würde, oder ist das Bild so wie es ist kontrastreich vollendet, alles in haut- und haarfarbenen Pastelltönen, nur durch das neutrale Schwarz kontrastiert und ein weiterer Kontrast besteht in der Eckigkeit des Jacketts und der unnatürlichen Kopfhaltung im Gegensatz zur lebendigen, natürlichen Rundheit (rund hübsch), runder Kopf, Augen, Ohren, Haare, Finger und auch das Jackettmuster.
    ))
    Ich finde, es hat was von 80er-Jahre-Synthiepop, vielleicht weil es irgendwie an Annie Lennox erinnert. Vielleicht ja ein Abbild ihres Selbstverständnisses: kühler (blasse Pastellfarben), unnatürlicher ([=synthetisch generierte Klänge] für Frauen ungewöhnliche, unnatürliche Silhouette durch das Jackett), sperriger, kantiger (Jackett) Elektropop, aber mit Seele (warme Farbe: helles Graubraun), den sie mit Leidenschaft und aus Überzeugung (Ich bin anders, ich mach andere Musik als andere Musikerinnen: geneigter Kopf [Ich halte meinen Kopf anders]) macht. Das Bild strahlt ihr musikalisches Selbstbewußtsein aus!

    Beim nächsten Bild meinte jemand, Carolin sähe aus wie ihre(?) Lehrerin.
    Hmmm! Also, Hexe hatten wir schon, jetzt Lehrerin...
    Mir fallen gleich wieder Geschichten ein, aber wieder eine recht düstere, zwar Kinderfilm, aber in Richtung Horror:
    Carolin als nette, vertrauenswürdige, herzensgute Lehrerin, die aber so manches Mal eine ganz sonderbare, spezielle Art des Tadels über schlechte Leistungen ausspricht, -wobei aber nicht nur schulische Leistungen gemeint sind, sondern, weswegen auch Streberseelen der Klasse vor diesem Tadel nicht sicher sind, auch Fehlleistungen des Benehmens und des Zusammenlebens, also zum Beispiel unkollegial, hochnäsig, wichtigtuerisch, besserwisserisch, eventuell sogar, wenn jemand allzu sorglos uninteressiert ist-, und rätselhafterweise verschwinden die so getadelten Mitschülerinnen/eggen plötzlich in den folgenden Tagen.
    Gruselig, gell!
    Ja, nur, wie man das jetzt stimmig auflösen wollte?
    Natürlich steckt die Carolinlehrerin dahinter, die die Schülerinnen/eggen entführt, nur warum und was macht sie mit ihnen?
    ))
    Eine Variante ginge in die Richtung, was ich hier im Thema mit dem Begriff Mutprobe in Verbindung brachte, dass die Carolinlehrerin die Schülerinnen/eggen als unfreiwillige Versuchspersonen in einen Versuchsanordnung steckt, um ihnen die Wahrhaftigkeit des Lebendigseins vor Augen zu führen; nicht für die Schule, sondern fürs Leben lernen (!). -Wobei sich das direkt mit Glasperlenspiel in Verbindung bringen ließe: "Ich seh in dein Herz". 'Und dabei sehe ich in deinem Herzen, dass du, sorglos, kurzsichtig und nur auf Vergnügen bedacht, dich noch gar nicht mit den unausweichlichen Wahrheiten des Lebendigseins auseinandergesetzt hast'. Der ominöse, aber so nicht direkt ausgesprochene Tadel, worauf die oder der Getadelte dann in die Versuchsanordnung gesteckt wird. -Das wäre doch 'ne Idee, das wäre die Gruselhorrorvariante von GZSZ!
    ))
    Eine andere Variante wäre, besonders gruselig, dass die Carolinlehrerin insgeheim an einem teuer zu verkaufenden Elexier arbeitet, vielleicht sogar mit Weltherrschaftsambitionen, wozu sie aber junge Menschen braucht: Genauso wie man aus Früchten, Kräutern und Pflanzen Säfte extrahieren kann, t*tet sie ihre Schülerinnen/eggen, um aus ihnen, -junges Gemüse-, irgendetwas für ihr Elexier zu extrahieren.
    Ganz schön gruselig, gell!
    ))
    Noch gruseliger, verstörender wäre die dritte Variante, dass sie einfach ein teuflisches Vergnügen daran hat, junge Menschen leiden zu sehen, -Wobei man dann aber auch wieder einen Bogen zur ersten Variante spannen könnte...
    ))
    Ja, gell, Carolin kommt bei mir ganz schön schlecht weg, "immer" sehe ich in ihr Hexen oder andere böse Gestalten!
    Tja mei, blühende Phantasie halt; wenn sie mir so 'ne Steilvorlage liefert!

    Ein Bild im Tagebuch sieht aus wie ein Selfie in der Sofakuschelecke. Ich finde es stark: so eine strahlende, unverfälschte Lebensfreude!

    Und was war da von wegen "Schlagzeuger". Ich bin erstaunt!
    Ich hatte damals den Kommentar gar nicht so ernst genommen, "Carolin, wie hast du dir verändert" (in etwas; aber mit Schreibfehler), ich ging davon aus, dass da zu Promotionzwecken filmverleiheigene Sturmtruppler rumliefen, mit denen sich Daniel fotografieren ließ. Doch anscheinend war es doch Carolin mit Strumtruppenkostüm. Wo kriegt man denn so was her? Erstaunt mich noch mehr: so eine unbandige Krieg-der Sterne-Fan ist Carolin, dass sie sich gleich ein Sturmtruppenkostüm kauft?


    Ha! Gerade hab ich es indirekt angesprochen!
    Wo ist eigentlich Daniel immer, im Tagebuch?
    Mir fiel auf, Selfies oder ähnliches gibt es eigentlich nur von Carolin oder Carolin mit Daniel oder Carolin und Daniel mit anderen Leuten.
    Aber mal nur Daniel?
    Warum denn nicht?
    Schließlich wollen die Mädels unter den Glasperlenspielfans auch schmachten, so wie die Jungs bei eineinhalb, zweieinhalb Bildern seit Neujahr!



    Traumwaldschrat

    (#84)


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  20. Nach oben   #53

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    Kein Konzert / kleines Jubiläum / "echte Musikgruppen"

    Hach, schade!
    Nachdem mich eine etwas unstete Erkältung (nicht richtig krank, aber trotzdem ewig hingezogen; he, voll die Krücke!) dahingerafft hatte, konnte ich mich gar nicht um eine Konzertkarte für das Glasperlenspielkonzert in München kümmern. Dabei wäre ich doch recht abenteuerlustig gewesen, ob es mir doch möglich gewesen wäre, möglichst unvoreingenommen aufs Konzert zu gehen, also keine großen Erwartungen, die ich an eine Elektropopgruppe auf der Bühne stellen würde, sondern einfach mal in Ruhe auf sich wirken lassen, was es auf diesem Konzert zu hören gäbe.

    Nunja, ganz so leer gehe ich aber gar nicht aus, denn ich habe ja noch diese "sündteure" Rerelease-CD (drei neue Lieder für 17€) mit dem Konzertmitschnitt auf der Extra-DVD. -Das wäre sogar ganz praktisch: Dann hätte ich mir das Geld für die Konzertkarte gespart, trotzdem ein Konzert gesehen und die Rerelease-CD hätte sich auf alle Fälle gerechnet...!
    (gell, schimmer als Onkel Dagobert, der alte Knauserich!)
    (...Quatsch!)

    Doch, das mach ich, wenn die Sonne mal wieder etwas früher untergeht, werde ich mir in Ruhe diesen Konzertmitschnitt ansehen!


    --------------

    Mir fiel noch auf, daß gerade wieder Jubiläum ist!
    Einst Ende Juni war für mich klar, daß mir ihre Musik gefällt und ich mich fortan für Glasperlenspiel interessiere!
    Doch ich bin immer noch unzufrieden über den weiteren Werdegang. Ich weiß nicht, ob es ungerecht ist, aber es ist mittlerweile vier Jahre her und seitdem gab es nur eine einzige CD-Single-Veröffentlichung, "Geiles Leben": Ich finde das einfach viel zu wenig!

    Auch finde ich persönlich es enttäuschend, daß sie wesentlich mehr Festivalkonzerte spielen als eigene Hallenkonzerte. -Wobei ich aber zugestehen muß, daß Festivalkonzerte natürlich viel werbewirksamer sind, denn zu den Hallenkonzerten kommen nur die Fans, während die beiden auf Festivals immer wieder neue Fans gewinnen können.

    Trotzdem empfinde ich es so, daß einfach noch kein Rummel um Glasperlenspiel entstanden ist!
    Oder ich krieg den Rummel nicht mit...?


    --------------

    Uih, toll! Was seh ich interessantes im Tagebuch:
    Daniel mal dominanter im Bild als Carolin und zweimal (dreimal?) nur Daniel!
    Und, man könnte scherzen: Den Tourbus in den Zug gepackt, oder, die Instrumente im Handgepäck! Naja, bei der Ausrüstung für die Konzerte müßten Carolin und Daniel eher Güterzug fahren, Güterzug mit Personenbeförderung, sowas gab es anno dazumal wirklich, aber meist nur auf Nebenbahnen.


    --------------

    Kürzlich fand ich einen Zeitungsartikel (wieder nicht über Glasperlenspiel), der nachdenklich machte.
    Darin wurde die Überlegung ausgeführt, daß Coldplay möglicherweise die letzte ECHTE Musikgruppe wäre, denn, so wurde gefragt, was käme denn noch nach, eigentlich nur noch Ein-Personen-Shows, die dann teilweise unter Umständen recht künstlich zusammenkonstruiert werden, aber so richtig urtümlich, aus dem gemeinsamen Probenraum über den ersten Plattenvertrag auf die Bühnen dieser Welt, da war der Artikel pessimistisch, da käme wohl nichts erfolgreiches mehr nach.

    Unweigerlich stellte sich für mich die Frage, ob man Glasperlenspiel ins Rennen schicken könnte? Oder zählen zwei Personen noch nicht als richtige "klassische" Musikgruppe? Was dagegen den Ursprung anbelangt, Stichwort 'aus dem gemeinsamen Probenraum', müßte Glasperlenspiel schon als Musikgruppe im Sinne des Artikels durchgehen. Und ich wäre auch sehr optimistisch, daß die beiden sogar ähnlich erfolgreich werden könnten wie Coldplay und diese, aufgrund ihres Alters, sogar noch überrunden könnten.

    ...Doch, da wäre ich zuversichtlich!
    Da wird's mir gleich warm ums Herz!



    Traumwaldschrat

    (#85)


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