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Thema: Glasperlenspiel - ein neuer Stern am Synthiepophimmel

  1. #67

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    Licht & Schatten, 4.

    Dieses Lied ist für mich untrennbar mit jenem Abschiedstag verbunden, als wir zum Aufräumen das neue Glasperlenspielalbum hörten! Fast fühlt es sich so an, als wäre dieser Moment zu einem Lieblingslied geworden, aber das stimmt nicht, eher hat dieses Erlebnis ein Lieblingslied erzeugt, doch nicht einmal das stimmt, sondern dieses Lied gehört einfach zur Sorte Lieblingslied, solche Musik, wie ich sie mir von Glasperlenspiel wünsche!

    Dabei war ich ja noch ängstlich, ob mir das Lied wirklich gefällt, denn wie gesagt, neue Musik zu einer Fremdbeschäftigung anzuhören ist nicht meins, man kann sich nicht auf die Musik konzentrieren und ich hätte die Befürchtung, dass die Fremdbeschäftigung meine Meinung über die Musik beeinflußt.
    Völlig unberechtigte Sorge!

    Dieses Lied ist spitze!
    Knackig trockener Elektropop mit einer hervorragenden, lebhaft-abwechslungsreichen Baßmelodie in den Strophen, zweimal untermalt mit uu-uu und einem surrealen, durchdringenden Hall, dann ein Donnerschlag, mit dem der Refrain losbricht, der zwar vom Rhythmus getragen ist, aber dennoch rasant klingt, mit einem traurigen uu-u-u-uuu-u, mit dscht-dscht-dscht-dscht, mit einem hölzernen Ticken und mit blubberperligen Hintergrundklängen ausgeschmückt und zum Schluß mit einer dünnen piepsigen Hintergrundmelodie. Insgesamt, und besonders mit dieser Hintergrundmelodie, die mich wieder an uralte Science-fiction-Filme erinnert, könnte dieses Lied eine musikalische Untermalung eines Hyperraumfluges sein, nach bestandenem Abenteuer wieder an Bord des Raumschiffs, den Hyperraumantriebsgang einlegen, den Schubhebel bis zum Anschlag durchdrücken und ganz entspannt, wie man es sich auf einem amerikanischen Highway vorstellt, mit 55 Parsec nach Hause!

    Nur die Länge des Liedes könnte ich bemängeln. Zwar empfindet man es nicht so deutlich, aber 2:31 Komma 865 und no a bissle ist ein bißchen flüchtig, zumal das Lied so hörenswert gut ist! Als Singleauskopplung dagegen, die lustigerweise nicht mit "aus dem gleichnamigen Album" betitelt werden könnte, könnte es mit dieser Länge punkten, zwar nicht die kürzeste, da müßte "Schnappi" noch kürzer sein, aber vielleicht die zweitkürzeste Single aller Zeiten in der bayerischen Hitparade zu sein. Doch mit diesem Längenproblem entsteht auch bei diesem Album belustigend der etwas verwunderliche Eindruck, dass die Takte von Glasperlenspielliedern genau abgezählt sind, mehr dürfen es nicht sein, auch nicht innerhalb eines Liedes, soll heißen, was, gerade bei diesem Lied, was hinten raus als mitreißender Auslauf des Liedes dazukommt, muß an anderer Stelle bzw. vorne mit einem reduzierten Refrain wieder eingespart werden...

    Nunja, oder doch nicht! Vielleicht muß ich es nochmal ein paar Mal anhören, vielleicht hätten der Donnerschlag und der sofort einsetzende, mitreißende Refrain beim zweiten Mal doch nicht so gut gewirkt. Oder doch nicht, weil es, in die Länge gestreckt, doch monoton geworden wäre? Hmm, kann ich nicht beurteilen, dazu bin ich zu wenig Musikereg.

    Trotz der geringen Länge: Das Lied ist sooo toll!


    Weniger eine Bemängelung des Liedes bzw. des Textes als vielmehr nicht meiner Meinung entsprechend ist die Textzeile:
    "... im Scheitern liegt tieferer Sinn".
    Sinn schon, aber tieferer? Meiner Meinung nach nicht: Einen tieferen Sinn könnte es nur haben, wenn das Leben an sich einen Sinn hätte, doch das hat es aus meiner Sicht nicht.
    -Ein Beispiel, warum ich so denke: Angenommen, Carolin hat eine Idee, wie unsere Welt schöner werden könnte, doch mit dieser Idee scheitert sie. Dieses Scheitern jedoch zeigt ihr auf, wie sie ihre Idee verändern muß, damit sie Erfolg hat. Vielleicht wird sie dann unsere Welt tatsächlich dauerhaft schöner machen, weswegen Carolin den Friedensnobelpreis erhält und in die Annalen eingeht. Dann läge im Scheitern ein Sinn. Aber aus meiner Sicht kein tieferer, denn trotz ihres Erfolges wird es irgendwann in sehr ferner Zukunft niemanden mehr geben, der diesen Erfolg würdigen könnte, weil alles entweder in einem Gegenurknall verglüht oder sich in absurd unvorstellbar langen Zeiträumen in seine atomaren Bestandteile zersetzt. Es wird niemanden mehr geben, der sich an Carolins Erfolg erinnern könnte! Deswegen ist aus meiner Sicht das Leben sinnlos, alles, was wir und Carolin machen, ist prinzipiell umsonst, denn ganz egal, was wir auch machen, am Ende wird alles und jede Erinnerung durch den Untergang des Universums unwiderruflich ausgelöscht; und deswegen kann aus meiner Sicht im Scheitern kein tieferer Sinn liegen.


    Voll der Depressivling? Nee, nur Realisteg! Ich schließe ja nicht aus, dass man dem Leben und noch mehr seinem eigenen Leben einen Sinn geben kann: Unsere kleine Welt schöner machen, jemanden aus der Enge seines Lebens hier raus holen, gemeinsam Ungeheuer besiegen, jemandem Auftrieb geben, vielleicht ja das Lebendigsein (er)leben und ganz ununanständige Sachen machen oder einfach gemeinsam auf dem Autodach liegen und, den Sternen etwas näher, in den Sternenhimmel schauen! Möglichkeiten gibt es viele, dem Leben einen Sinn zu geben, aber kosmisch gesehen ist alles sinnlos. Eben kosmisch gesehen, sollte man vielleicht nicht aus den Augen verlieren, aber wesentlich ist trotzdem das Hier und Jetzt! Denn noch geht das Universum nicht unter, und bis dahin können wir dem Leben einen Sinn geben und das Leben angenehmer oder tröstlicher!


    Und mit einem Augenzwinkern könnte ich auch
    "Kein Stern leuchtet ohne Dunkelheit"
    bemängeln, denn streng physikalisch stimmt das nicht, Sterne leuchten ja nicht, weil es dunkel ist, sondern weil in den Sternen Kernreaktionen ablaufen, wodurch die Sterne heiß werden, dadurch eben hell glühen und deswegen leuchten. Sterne würden auch leuchten, wenn es hell wäre...

    Au ja, das möchte ich kurz erzählen, weil ich es so faszinierend finde:
    Michale Hanlon hat in seiner wissenschaftlichen Betrachtung über die Romane "Per Anhalter durch die Galaxis" neben Zeitreisen, die notwendig sind, um das "Restaurant am Ende des Universums"(Titel des zweiten Romans) zu erreichen, auch über das Ende des Universums selbst geschrieben bzw. die beiden Theorien sehr anschaulich dargestellt.

    Die eine Theorie des sich immer weiter ausdehnenden Universums ist schwindelerregend, weil sie mit absurden Zeiträumen arbeitet. Er schreibt, dass es in dieser Theorie Zeiträume gibt, in denen bereits alles jemals im Universum existierende Leben ausgestorben ist, weil die Sterne (Sonnen) nicht mehr genug Energie in Form von Licht und Wärme abstrahlen, um Leben zu ermöglichen, und deswegen passiert in diesen Zeiträumen nichts anderes mehr, als dass alle Sterne allmählich endgültig verglühen, und das über eine absurd unvorstellbare Zeitspanne von 10 hoch 40 Jahren, -irgendwie so diese Größenordnung, die genaue Hochzahl hab ich mir nicht gemerkt-, also eine 1 mit 40 Nullen, 1 mit 40 Nullen Jahre! Zu Vergleich, die Zeit vom Urknall bis heute beträgt "nur" 16 Milliarden Jahre, also 16 mit 9 Nullen!

    Die andere Theorie besagt, dass sich das Universum nur bis zu einem Maximum ausdehnt, dass vielleicht in ein paar Milliarden Jahren erreicht sein könnte, und dass dann das Universum sich die nächsten schätzungsweise mindestens 16 Milliarden Jahre wieder zusammenzieht, bis es in einem Gegenurknall endet. Doch "kurz" vor diesem Gegenurknall, -auch die Zahl hab ich mir nicht gemerkt, aber vielleicht 2 bis 5 Milliarden Jahre davor-, könnte etwas ganz Faszinierendes passieren, wie Michael Hanlon schreibt, nämlich, dass durch das Zusammenziehen des Universums sich das Universum erhitzt, vergleichbar wie Luft unter Druck, zum Beispiel Luftpumpe, was zur Folge hat, dass die Hintergrundtemperatur des Universums in dieser Zeit nicht mehr wie heute -270°C beträgt, sondern +20°C, was weiter zur Folge hat, dass kurz vor dem Ende es im Universum eine unvorstellbare Vielfalt an Leben geben wird, weil dann Leben nicht nur auf denjenigen Planeten entsteht, die den idealen Abstand zum Stern / zu einer Sonne haben, -sogenannte Goldilocks-Zone-, sondern auf jedem Planeten, der nicht zu nah zu einem Stern ist. Michael Hanlon beschreibt es selbst auch so, das Universum wäre, bis auf die gewiß immer noch unüberwindbaren Entfernungen zwischen den Sonnensystemen, ein zur Realität gewordenes Krieg-der-Sterne-Universum, jeder erdenkliche Planet mit irgendwelchen Kreaturen bevölkert!

    Damit verbunden ist eine zweite Folge des Zusammenziehens des Universums, genauso wie Stahl oder Gestein (Lava) zu glühen anfängt, wenn es stark erhitzt wird, wäre das auf +20°C erwärmte Universum nicht mehr schwarz, sondern tiefblau, die Nacht wäre nicht mehr dunkel, sondern dämmrig!

    Eine irre Vorstellung!


    Wenn sich dann das Universum noch weiter zusammenzieht, wird wahrscheinlich die Hintergrundtemperatur des Universums immer weiter ansteigen und das Universum immer heller werden, bis es irgendwann sogar taghell wäre! Wo es sich dann beweisen würde, dass Sterne auch leuchten würden, wenn es hell wäre!

    Aber deswegen will ich jetzt nicht behaupten, dass der Text des Liedes schlecht wäre, nein, Quatsch, der Text ist gut trotz dieser wiessenschaftlichen Unstimmigkeit, ganz einfach, weil:
    Das ist Poesie!


    Traumwaldschrat

    (#99)

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    Licht & Schatten, 5.

    "Willkommen zurück"

    Nach "Schatten & Licht" so ein Lied wie "Willkommen zurück" ist für mich wieder hart. Auch an jenem Abschiedstag beim Aufräumen war ich enttäuscht, und irgendwie war der elektropoppige Zauber der Situation erst mal weg. Als ich mir dann das Album in Ruhe anhörte, erinnerte ich mich daran, daß ich mit "Beginner für immer" nach "Paris" schon einmal so empfand, und dieser Vergleich mit dem Vorgängeralbum leitet ein, was mir spontan an dem neuen Album auffiel: Es hört sich stellenweise recht ähnlich zu den bisherigen Alben an. In diese Richtung dachte ich auch schon, als ich "Royals & Kings" in der "Schlager der Woche"(!) hörte, ich war verwundert, weil es sich wie die Fortsetzung von "Geiles Leben" anhörte, gleiches Thema, nur aus einem anderen Blickwinkel, so als sollte mit dem Lied "Royals & Kings" nun der Gedanke abgeschlossen werden. "Willkommen zurück" erinnert stark an "Freundschaft", gerade vom Text her, und klingt nach dem zweiten Refrain mit dem einzeln, durchdringend und zum ersten Mal gesungenen: "Die ganze Stadt singt mit uns!" irgendwie wie die vergleichbare Stelle nach dem zweiten Refrain in "Was du nicht weißt", und bei "Nächte ohne Fotos" kann einem "X" in den Sinn kommen. Ich könnte mir vorstellen, daß dies für manches Internetportal, das in ihren Rezensionen über Glasperlenspielalben eh nicht sonderlich wohlgesonnen erscheint, ein gefundenes Fessen ist, um wieder auf dem neuen Album rumzuhacken. Ich dagegen würde es so sehen: Glasperlenspiel sind so echt, sie bleiben sich selbst so treu, daß ihnen gleich gar nichts Neues einfällt. Was ja gar nicht stimmt, es entsteht ja nur der Eindruck, die Musik IST neu! Und gut! Dennoch können Glasperlenspiel natürlich mit der durchgeschrubbelten Gitarre rechts am Anfang, die auch in den Refrains wiedererscheint, weswegen mir das Lied wieder zu krachig ist, nicht punkten, mit dieser wehleidigen Gitarre in den zweiten Hälften der Strophen dagegen schon!

    Zwar will ich es Carolin nicht absprechen, wenn sie als Elektropopmusikerin Spaß am Vocoder hat, aber dieses, ich geh mal davon aus, von ihr damit dumpf und tief gesungene "so sehr vermißt" finde ich ungeschickt. Mir fiel es ja schon länger auf, nur hatte ich es bisher noch nicht so deutlich erwähnt, aber Carolins und Daniels Stimmen passen als (Musikerinnen/eggen-) Musiker(!)duo eigentlich nicht zusammen, was ich bei der Albumversion von "Geiles Leben" schon einmal angedeutet hatte. Je nachdem, wie man es sehen will, ist Daniels Stimme zu tief für Carolin oder ihre Stimme zu hell und hoch für Daniel. Duettgesänge, zweistimmige Gesänge könnten für die beiden echt schwierig sein, außer in der Art wie jene Klangfarbe auf dem Akkordeon meiner Mutter, zwei Oktaven über-/untereinander. Doch hier hätte dieser stimmliche Unterschied so gut gepaßt, wenn anstelle des Vocodereinsatzes Daniel den musikalischen Einwurf gesungen hätte: "so sehr vermißt".
    Diesen stimmlichen Unterschied mit einem lässig eingeworfenen Zwischenruf in die Musik eingearbeitet und sich so ein weiteres Mal als Musikerduo präsentiert!


    Ach ja, da ist er ja, dieser "ominöse" Jay-Z, bei dem ich mich mehr wundere, nach welcher Ausspracheregel er so heißen will, wie Carolin ihn singt. Eigentlich müßte er doch "[dschäi-(s)äd]" heißen oder sich Jay-Zee schreiben, aber das ist vermutlich die gleiche künstlerische Freiheit, sich über Ausspracheregeln hinwegzusetzen, wie "Cousinchen" Kiesza, die, woher auch immer, "[kaisa]" heißen will. [obwohl, eigentlich doch recht naheliegend: i,ie=ai, s=s, z=gesummtes s, also "[kais(s)a]"]


    Erstaunlich und bemerkenswert finde ich die Wortwahl uns anstatt euch: "Ich hab UNS so sehr vermißt" und ich frage mich, ob es da nur zufällige oder doch absichtliche Querverbindungen zum aktuellen Lied der Fantastischen Vier mit Clueso gibt, denn diese Textzeile drückt in etwa die gleiche Motivation aus wie diejenige im Lied "Zusammen" der Fantastischen Vier: "....Es gibt kein Ich in diesem Wir...."

    Die Textzeile "Google Maps zeigt drei Stunden...." läßt mich schmunzeln, denn mit meiner gesellschaftskritischen Gesinnung, gerade was Social- und Multimedia betrifft, frage ich mich, ob die heutigen jungen Leut sich noch vorstellen können, daß es früher ganz anders war, denn z.B. zur Blütezeit des Synthiepop hätte sich diese Textzeile ganz anders angehört:
    "Laut Autoatlas sind das 60km Landstraße und 250km Autobahn, das müßte in drei Stunden zu schaffen sein, -und ich freu mich drauf!"


    "Royals & Kings"

    Bei genauerem Anhören entdecke ich ein paar Sachen, die mir musikalisch gut gefallen!
    Zum einen die dumpfen Schläge am Anfang. Das besondere an ihnen ist, daß sie nur ganz vereinzelt eingesetzt werden und eben nicht durchgehend hämmern. Zum anderen ist es der Stereobaß, der in der zweiten Strophe besonders deutlich zu hören ist, das gefällt mir gut!

    Bei diesem Lied entdecke ich zum ersten Mal, daß Glasperlenspiel einen Zwischentakt verwenden, das, was sie bei "X" in den Überleitungen eben nicht verwendeten und was ich bei "Royals & Kings" schon im Radio als stolpernd empfand, der Übergang der Strophen zu den Refrains, da ist ein Takt mehr, weil der Refrain mit einem Auftakt beginnt, (der sogar ein ganzer Takt lang ist).

    Interessant finde ich, daß der Stereobaß im achten Takt der zweiten Strophe auf eine Disharmonie abbiegt! Das geht schon in die Richtung, was ich verschraubte Harmonien nenne.

    In der dritten Strophe gibt es nochmal den tollen Stereobaß deutlich zu hören zusammen mit einem schönen, weichen, elektronischen Klingeln. In der zweiten Hälfte ist das Klingeln heller und so kommt es auch in den Refrains vor. Und abgeschlossen wird die dritte Strophe mit einer ziehenden Klangfarbe. Für mich gewinnt dadurch die dritte Strophe, es macht den gesungenen Hiphop wett. -Ich frage mich, ob diese bei genauerem Anhören wahrzunehmenden Details die Bundesfreiwilligendienstgeleistete in ihrer harten Meinung zu Summer Cems Strophe etwas versöhnlicher stimmen könnte?


    "....ich mach sechs Kreuze, verlier 'ne Wette...."
    Diese Textzeile find ich stark! Weil so hab ich die Angelegenheit noch nie gesehen, für mich war das bisher immer nur Lotto, allenfalls Glücksspiel, aber natürlich, das ist eine Wette: Ich wette, daß genau diese sechs Zahlen aus der Trommel fallen!

    Bei der zweiten Strophe kam mir die DVD mit dem Konzertmitschnitt in den Sinn, von wegen schlecht artikuliert, hier zwar nicht schlecht artikuliert, aber dennoch, Tücken der Sprache. Mit dem, was ich verstand, konnte ich nichts anfangen:
    "....jedes Asche fällt mit dir'n Garten Eden...."
    Obwohl es für mich klar war, daß der Sinn in die Richtung geht: "Mit dir zusammen ist alles viel schöner", bin ich dennoch nicht auf das Aschefeld gekommen. Ich glaube, es hängt weniger davon ab, es gut oder schlecht zu artikulieren, als mehr davon, ob der Zuhörer unbedacht auf das "Buchstabenwortspiel" hereinfällt oder differenziert genug denkt, um die richtige Variante herauszusuchen. Zwar ist mir das Wort klar, aber eher ungeläufig: Ich kenne ein Lavafeld, aber Aschefeld, eher, daß sich Asche aufs oder übers Feld legt oder allgemein über die Landschaft, aber das macht für mich noch kein Aschefeld.
    -Ja, Poesie kann tückisch sein, deswegen war der Deutschunterricht für mich immer schrecklich!

    Bei den nächsten Zeilen, meine ich, hat sich ein Fehler eingeschlichen, denn die Textzeile: "Doch wenn ich ehrlich bin, dann brauch ich das nicht" widerspricht doch den vorangegangenen Zeilen: "Du bist was zählt.... es hält uns nicht auf". Also, ich brauch es nicht, daß nur du zählst, ich brauch es nicht, daß Geld für uns unwichtig ist. So war es ja wohl nicht gemeint!

    Bei Summer Cems Strophe wundere ich mich, daß er eigentlich der Aussage des Liedes widerspricht: Er arbeitet daran, reich zu sein, wozu ein Adelstitel, wenn man einfach Geld machen kann, um sich einen Rolls-Royce zu leisten. Carolin und Daniel dagegen begnügen sich mit dem einfacheren, aber eventuell viel freieren Leben, zwar müssen sie ständig Konten überziehen, aber.... es sollt nicht anders sein, denn so wie es ist, ist es ein schönes Leben zusammen!


    Traumwaldschrat

    (#100)


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