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Thema: Hilfe bei GFS über das Lied "Au Revoir" von Mark Forster feat. Sido

  1. #1

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    Hilfe bei GFS über das Lied "Au Revoir" von Mark Forster feat. Sido

    Hallo Freunde,

    meine Tochter muss in der Schule eine GFS in Musik über ein von ihr gewähltes Lied halten (Achte Klasse). Sie hat sich dabei für das Lied "Au Revoir" von Mark Forster entschieden. Einer der Unterpunkte der GFS soll dabei die musikalischen Elemente des Liedes behandeln, also Instrumente, Rhythmus, Akkorde usw. Das Problem an der Sache ist, dass ich ein absoluter Laie bin und ihr bei diesen Dingen nicht weiterhelfen kann. Gibt es hier jemanden, der so freundlich ist, und uns ein wenig dabei helfen kann, bzw. uns erklären kann, wo wir diese Infos herbekommen? Gibt es irgendwelche musikalischen Besonderheiten bei diesem Lied?

    Vielen Dank im Voraus !


    PS. Hier noch der Link falls jemand den Song nicht kennen sollte: https://www.youtube.com/watch?v=MtDPKJSsBgc

  2. Nach oben   #2
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    Zitat Zitat von MusikLaie1992 Beitrag anzeigen
    Gibt es irgendwelche musikalischen Besonderheiten bei diesem Lied?
    Hey, wir reden hier von Mark Forster! Da halten sich die musikalischen Besonderheiten praktisch immer in Grenzen, wenn es überhaupt welche gibt. Forster ist Massentauglichkeit, keine Qualität.
    Aber gut, aus persönlicher Sympathie und zu seiner Ehrenrettung ... schau'n mer mal.

    Das Lied steht im 4/4-Takt, ich würde auch behaupten, dass das konsequent durchgehalten wird, meint: keine rhythmischen Brüche. Mittleres Tempo. Geschwindigkeit und Klang des Beats wurde bei diesem Stück so gewählt, dass man darauf sowohl singen als auch rappen kann, für ein Pop-Stück ist der Beat fast schon zu dominant, während er für ein Hip-Hop-Stück mit diesem Inhalt eigentlich schon zu zurückhaltend ist. Der Rhythmus ist angelehnt an den guten alten Enigma-Beat, basierend auf "Keep On Movin'" von Soul II Soul. Wenn einem das auffällt, merkt man doch, dass man alt wird.

    Aufbau mit einer Ausnahme denkbar einfach: Einleitung - Strophe - Strophe - Überleitung - Refrain - Strophe - Strophe - Refrain - Überleitung - Refrain/Finale. Ungewöhnlich ist höchstens, dass die zweite Überleitung nicht von Strophe zu Refrain, sondern von Refrain zu Refrain stattfindet und sich auch noch durch einen Tonartwechsel hervorhebt, die in der Folge überhaupt keine Auswirkung auf den Refrain hat (Referenz im Video: Szene vor dem Theater); es kommt vor, dass nach einem Refrain durch eine Überleitung ein Tonartwechsel vorbereitet wird, meistens wird dann der anschließende Refrain um einige Töne versetzt wiederholt, aber das ist hier nicht der Fall.

    Instrumentarium:
    Baßgitarre, sogar eine echte.
    Schlagzeug, an einzelnen Stellen klingt es nicht ganz reinrassig, meint: da spielen entweder zwei Schlagzeuger oder es wurden zwei unterschiedliche Schlagzeugspuren übereinander gelegt oder da läuft parallel noch ein Synthi-Schlagzeug mit oder die Tonspur wurde mit Effekten versehen. Sicher ist, dass da ein Mensch den Takt vorgibt. Bei Pop nichts Ungewöhnliches, im Hip-Hop-Bereich sind echte Schlagzeuger dagegen viel seltener zu finden, dort wird meistens mit synthetischem Schlagwerk oder mit Samples gearbeitet.
    Cello, entweder mehrfache Tonspuren oder eine kleine Cellogruppe.
    Keyboards, höchstwahrscheinlich mehr als eins.
    Bei den verzierenden Einzeltönen im Refrain bin ich mir auch über Kopfhörer nicht hundertprozentig sicher, ob sie über E-Gitarre produziert wurden, mein Bauchgefühl meint aber, dass das auch über Keyboards reingebastelt wurde, eventuell mit einem Sample von einer E-Gitarre ... irgendwie läßt mich der Sound der Gitarre an Mike Oldfield denken - vielleicht ist der eine Quelle eines Samples, aber beschwören will ich's nicht.
    Ganz sicher bin ich mir aber, und das wäre ebenfalls ungewöhnlich, zumindest heutzutage, dass die Streicher, die hier mitwirken, keine Konservenkost sind. Oder wenigstens keine reinrassige. Durchaus möglich, dass über die Keyboards noch Streicherstimmen hinzugefügt wurden, das Hauptaugenmerk liegt aber tatsächlich auf den echten. Wobei man sich darüber streiten kann, ob das wirklich hätte sein müssen, denn über sehr weite Strecken leisten die Streicher nicht viel mehr als eben "Akkordarbeit", meint: die spielen kaum mehr als halt die Töne, die der aktuelle Akkord so fordert. Immerhin zeigt der Arrangeur bei der letzten Wiederholung des Refrains, dass er durchaus auch auf der Lohnliste stand, denn nach dem 2. Übergang kommt die zusätzliche Stimme, gewissermaßen als Höhepunkt des Arrangements.
    Dazu halt ein Mark Forster.
    Und ein freilaufender Sido.

    Intervalle:
    Wenn die olle Gitarre hier heute einen guten Tag hat und nicht allzu sehr verstimmt ist, dann steht das Lied in a-Moll. Wenn man mal von der oben angesprochenen Überleitung absieht, bleibt das Lied auch über die komplette Zeit in dieser Tonart. Die verwendeten Intervalle sind aber zualleroberbiederste Hausmannskost. Ich frag' mich ja immer wieder fasziniert, wofür man fünf Komponisten braucht, um sich bezüglich der Harmonien so wirklich gar nichts einfallen zu lassen. Im Grunde genommen sind das a-Moll, die parallele Dur-Tonart C-Dur, dann die Dominante (V. Stufe) G-Dur und schließlich die Subdominante (IV. Stufe) F-Dur. Also gewissermaßen die Akkorde des Bluesschemas, hier in der Strophe auf acht statt der üblichen zwölf Takte verteilt, zigtausendmal variiert, und hier noch nicht mal wirklich originell. Sorgt aber im Umkehrschluß dafür, dass das Lied sehr eingängig ist, weil - auf demselben Schema bauen eigentlich schon viel zu viele Lieder auf. Wenn ein jüngerer Gitarrenspieler das Bluesschema kapiert hat, dann wird er jedenfalls in der Lage sein, sich das Stück sehr schnell zu erarbeiten. Wer mehr als fünf Anläufe braucht (2. Übergang ausdrücklich außen vor), wirft 'nen Euro in die Sparwutz der Schande.

    Besonderheiten: so viel mehr Markantes gibt's da eigentlich nicht, zumindest fallen mir keine weiteren Details auf. Auf den Text hab' ich jetzt erst mal nicht geachtet, da nicht gefordert.

    Gruß
    Skywise


  3. Nach oben   #3

    Dabei seit
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    Zitat Zitat von Skywise Beitrag anzeigen
    Hey, wir reden hier von Mark Forster! Da halten sich die musikalischen Besonderheiten praktisch immer in Grenzen, wenn es überhaupt welche gibt. Forster ist Massentauglichkeit, keine Qualität.
    Aber gut, aus persönlicher Sympathie und zu seiner Ehrenrettung ... schau'n mer mal.

    Das Lied steht im 4/4-Takt, ich würde auch behaupten, dass das konsequent durchgehalten wird, meint: keine rhythmischen Brüche. Mittleres Tempo. Geschwindigkeit und Klang des Beats wurde bei diesem Stück so gewählt, dass man darauf sowohl singen als auch rappen kann, für ein Pop-Stück ist der Beat fast schon zu dominant, während er für ein Hip-Hop-Stück mit diesem Inhalt eigentlich schon zu zurückhaltend ist. Der Rhythmus ist angelehnt an den guten alten Enigma-Beat, basierend auf "Keep On Movin'" von Soul II Soul. Wenn einem das auffällt, merkt man doch, dass man alt wird.

    Aufbau mit einer Ausnahme denkbar einfach: Einleitung - Strophe - Strophe - Überleitung - Refrain - Strophe - Strophe - Refrain - Überleitung - Refrain/Finale. Ungewöhnlich ist höchstens, dass die zweite Überleitung nicht von Strophe zu Refrain, sondern von Refrain zu Refrain stattfindet und sich auch noch durch einen Tonartwechsel hervorhebt, die in der Folge überhaupt keine Auswirkung auf den Refrain hat (Referenz im Video: Szene vor dem Theater); es kommt vor, dass nach einem Refrain durch eine Überleitung ein Tonartwechsel vorbereitet wird, meistens wird dann der anschließende Refrain um einige Töne versetzt wiederholt, aber das ist hier nicht der Fall.

    Instrumentarium:
    Baßgitarre, sogar eine echte.
    Schlagzeug, an einzelnen Stellen klingt es nicht ganz reinrassig, meint: da spielen entweder zwei Schlagzeuger oder es wurden zwei unterschiedliche Schlagzeugspuren übereinander gelegt oder da läuft parallel noch ein Synthi-Schlagzeug mit oder die Tonspur wurde mit Effekten versehen. Sicher ist, dass da ein Mensch den Takt vorgibt. Bei Pop nichts Ungewöhnliches, im Hip-Hop-Bereich sind echte Schlagzeuger dagegen viel seltener zu finden, dort wird meistens mit synthetischem Schlagwerk oder mit Samples gearbeitet.
    Cello, entweder mehrfache Tonspuren oder eine kleine Cellogruppe.
    Keyboards, höchstwahrscheinlich mehr als eins.
    Bei den verzierenden Einzeltönen im Refrain bin ich mir auch über Kopfhörer nicht hundertprozentig sicher, ob sie über E-Gitarre produziert wurden, mein Bauchgefühl meint aber, dass das auch über Keyboards reingebastelt wurde, eventuell mit einem Sample von einer E-Gitarre ... irgendwie läßt mich der Sound der Gitarre an Mike Oldfield denken - vielleicht ist der eine Quelle eines Samples, aber beschwören will ich's nicht.
    Ganz sicher bin ich mir aber, und das wäre ebenfalls ungewöhnlich, zumindest heutzutage, dass die Streicher, die hier mitwirken, keine Konservenkost sind. Oder wenigstens keine reinrassige. Durchaus möglich, dass über die Keyboards noch Streicherstimmen hinzugefügt wurden, das Hauptaugenmerk liegt aber tatsächlich auf den echten. Wobei man sich darüber streiten kann, ob das wirklich hätte sein müssen, denn über sehr weite Strecken leisten die Streicher nicht viel mehr als eben "Akkordarbeit", meint: die spielen kaum mehr als halt die Töne, die der aktuelle Akkord so fordert. Immerhin zeigt der Arrangeur bei der letzten Wiederholung des Refrains, dass er durchaus auch auf der Lohnliste stand, denn nach dem 2. Übergang kommt die zusätzliche Stimme, gewissermaßen als Höhepunkt des Arrangements.
    Dazu halt ein Mark Forster.
    Und ein freilaufender Sido.

    Intervalle:
    Wenn die olle Gitarre hier heute einen guten Tag hat und nicht allzu sehr verstimmt ist, dann steht das Lied in a-Moll. Wenn man mal von der oben angesprochenen Überleitung absieht, bleibt das Lied auch über die komplette Zeit in dieser Tonart. Die verwendeten Intervalle sind aber zualleroberbiederste Hausmannskost. Ich frag' mich ja immer wieder fasziniert, wofür man fünf Komponisten braucht, um sich bezüglich der Harmonien so wirklich gar nichts einfallen zu lassen. Im Grunde genommen sind das a-Moll, die parallele Dur-Tonart C-Dur, dann die Dominante (V. Stufe) G-Dur und schließlich die Subdominante (IV. Stufe) F-Dur. Also gewissermaßen die Akkorde des Bluesschemas, hier in der Strophe auf acht statt der üblichen zwölf Takte verteilt, zigtausendmal variiert, und hier noch nicht mal wirklich originell. Sorgt aber im Umkehrschluß dafür, dass das Lied sehr eingängig ist, weil - auf demselben Schema bauen eigentlich schon viel zu viele Lieder auf. Wenn ein jüngerer Gitarrenspieler das Bluesschema kapiert hat, dann wird er jedenfalls in der Lage sein, sich das Stück sehr schnell zu erarbeiten. Wer mehr als fünf Anläufe braucht (2. Übergang ausdrücklich außen vor), wirft 'nen Euro in die Sparwutz der Schande.

    Besonderheiten: so viel mehr Markantes gibt's da eigentlich nicht, zumindest fallen mir keine weiteren Details auf. Auf den Text hab' ich jetzt erst mal nicht geachtet, da nicht gefordert.

    Gruß
    Skywise
    Super, das ist wirklich sehr sehr hilfreich. Vielen herzlichen Dank!

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